Effektiver Jahreszins mit Gebühren Rechner Deutschland

Der Rechner zeigt, was ein Kredit mit Gebühren wirklich kostet, und macht aus Nominalzins und Gebühren den effektiven Jahreszins.

Effektiver Jahreszins mit Gebühren Rechner Deutschland
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Effektiver Jahreszins —
APR (USA/Kanada, nominal) —
Monatliche Rate —
Gesamt zurückgezahlt —

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Wozu es dient

Der Rechner für den effektiven Jahreszins mit Gebühren zeigt die wahren jährlichen Kosten eines Kredits, sobald einmalige Gebühren berücksichtigt werden. Ein genannter Zinssatz ignoriert das Geld, das Sie durch abgezogene Gebühren nie erhalten, daher ermittelt dieses Werkzeug den tatsächlich höheren Zins.

Datenquellen & Parameter

Dieser Rechner verwendet finanzmathematische Standardformeln und läuft vollständig in Ihrem Browser. Er benötigt keine externen Daten — Ihr Ergebnis wird allein aus den oben eingegebenen Werten berechnet.

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Die Formel

Löse den Monatszins j, wobei Rate = (Kredit − Gebühren) × j ÷ (1 − (1 + j)^(−n)); dann effektiver Jahreszins = ((1 + j)^12 − 1) × 100 (US-/CA-APR zum Vergleich: j × 12 × 100)

So funktioniert es

Die monatliche Rate ergibt sich aus dem genannten Nominalzins auf den vollen Kreditbetrag. Gebühren verringern jedoch das ausgezahlte Geld, sodass dieselbe Rate auf den kleineren Betrag einen höheren Zins bedeutet. Das Werkzeug löst nach diesem Monatszins auf und verzinst ihn über zwölf Monate zum effektiven Jahreszins.

Wo es verwendet wird

  • Kreditangebote vergleichen, die denselben Zins, aber unterschiedliche Gebühren nennen
  • Die realen Kosten einer Bearbeitungs- oder Abschlussgebühr verstehen
  • Prüfen, ob ein niedriger Werbezins durch hohe Gebühren ausgeglichen wird

Rechenbeispiel

Ein Kreditnehmer nimmt 10.000,00 € zu nominal 9% über 3 Jahre mit 300,00 € an Gebühren auf. Die monatliche Rate beträgt …, doch da die Gebühren die Auszahlung mindern, steigt der effektive Jahreszins auf ….

Was der Rechner leistet

Der Rechner zeigt die tatsächlichen jährlichen Kosten eines Kredits einschließlich einmaliger Gebühren. Kreditgeber werben mit einem Zinssatz, aber die Gebühren für die Einrichtung des Kredits verringern das Geld, das bei Ihnen ankommt, während die Raten gleich bleiben. Aus Zins und Gebühren berechnet der Rechner den effektiven Jahreszins, mit dem Sie Angebote vergleichen können.

So sehen Sie, ob ein niedriger beworbener Zins wirklich günstig ist oder durch Gebühren teurer wird.

Warum der Nominalzins nicht reicht

Der Kreditgeber berechnet Ihre Monatsrate mit dem Nominalzins auf den vollen Kreditbetrag. Bei 10.000 zu nominal 9 Prozent über drei Jahre beruht die Rate auf diesen 10.000. Zieht er 300 Bearbeitungsgebühr von der Auszahlung ab, bleiben Ihnen 9.700.

Sie zahlen zurück, als hätten Sie 10.000 erhalten, obwohl es 9.700 waren. Der effektive Jahreszins ist der Zins, der auf das tatsächlich erhaltene Geld genau die Raten ergibt, die Sie zahlen.

So funktioniert die Berechnung

  1. Die Monatsrate wird mit dem genannten Zins auf den vollen Kreditbetrag bestimmt.
  2. Der Nettobetrag ist der Kreditbetrag minus einmalige Gebühren.
  3. Gesucht wird der Zins, der auf den kleineren Nettobetrag dieselbe Monatsrate ergibt.

Die Suche nutzt ein numerisches Verfahren, die Bisektion, das sich Schritt für Schritt der Lösung nähert. Der gefundene Monatszins, mit Zinseszins auf zwölf Monate hochgerechnet, ist der effektive Jahreszins. Bei Gebühren ist der Nettobetrag kleiner als der Kredit, deshalb liegt der effektive Jahreszins mindestens auf Höhe des Nominalzinses, meist darüber.

Ein Beispiel

10.000 Kredit, nominal 9 Prozent, 36 Monatsraten, 300 Gebühren. Die Rate auf den vollen Betrag liegt bei etwa 318. Erhalten haben Sie 9.700. Der Monatszins, bei dem 318 im Monat genau 9.700 tilgen, beträgt rund 0,92 Prozent, mit Zinseszins aufs Jahr hochgerechnet 11,68 Prozent effektiv. Das sind über zwei Prozentpunkte mehr als der beworbene Zins.

300 auf 10.000 klingen nach drei Prozent. Weil die Gebühr aber auf einmal am Anfang anfällt und über eine recht kurze Laufzeit zurückgezahlt wird, wirkt sie auf den Jahreszins viel stärker.

Warum der Jahreszins je nach Land anders ausfällt

Für denselben Kredit nennen Kreditgeber in verschiedenen Ländern unterschiedliche Jahreszinsen, weil das Recht die Kennzahl unterschiedlich definiert. In den USA und in Kanada ist der APR ein nominaler Satz, Monatszins mal 12. Die EU-Verbraucherkreditrichtlinie, in Deutschland umgesetzt in der Preisangabenverordnung, verlangt wie das britische Recht einen effektiven Jahreszins, der die Monatszinsen übers Jahr mitverzinst. Im Beispiel sind das 11,09 Prozent nach US-Methode und 11,68 Prozent effektiv. Der Rechner zeigt beide Werte; vergleichen Sie nur Zahlen derselben Methode.

Was den effektiven Jahreszins bewegt

  • Höhe der Gebühren: Je größer sie im Verhältnis zum Kredit sind, desto größer der Abstand. Eine kleine Gebühr bewegt den Zins kaum, eine hohe verändert das Angebot deutlich.
  • Laufzeit: Bei kurzer Laufzeit verteilt sich die Gebühr auf wenige Raten, und der effektive Jahreszins steigt stärker.
  • Nominalzins: Der Gebühreneffekt kommt zum Basiszins hinzu.

Deshalb können zwei Kredite mit gleichem beworbenem Zins sehr unterschiedlich kosten, und eine längere Laufzeit kann die Wirkung einer hohen Vorabgebühr abschwächen.

Angebote vergleichen

  • Vergleichen Sie Angebote gleicher Laufzeit direkt über ihren effektiven Jahreszins. Der niedrigere ist für diese Laufzeit günstiger.
  • Geben Sie bei einem auffällig niedrigen Zins die Gebühren hier ein und prüfen Sie, wie hoch der effektive Jahreszins ausfällt.
  • Auch separat gezahlte Gebühren erhöhen Ihre Kosten, weil Sie das Geld für den Kredit aus eigener Tasche aufbringen.

Was der Jahreszins nicht zeigt

Prüfen Sie neben dem effektiven Jahreszins auch die Bedingungen: Können Sie ohne Strafe vorzeitig tilgen? Werden Gebühren bei Widerruf erstattet? Passt die Monatsrate bequem in Ihr Budget? Ein Kredit mit etwas höherem effektivem Jahreszins und mehr Flexibilität kann besser passen als die günstigste starre Option.

Für den Kostenvergleich ist der effektive Jahreszins trotzdem der richtige Ausgangspunkt, weil er Zins und Gebühren in einer Zahl zusammenfasst.

Vor der Unterschrift

Geben Sie für jedes Angebot, das Sie ernsthaft erwägen, Zins, Kreditbetrag, alle Gebühren und Laufzeit ein und notieren Sie den effektiven Jahreszins. Liegt er deutlich über dem genannten Zins, machen die Gebühren einen spürbaren Teil der Kosten aus. Fragen Sie dann nach, ob sie verhandelbar sind; Bearbeitungsgebühren lassen sich oft senken oder streichen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information und ist keine Finanzberatung.

Über dieses Tool: effektiver Jahreszins Rechner

Effektiver Jahreszins Rechner: Mit diesem Tool erhalten Sie sofort eine Schätzung auf Basis Ihrer eigenen Angaben. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der effektive Jahreszins mit Gebühren?
Der Zins, den Sie tatsächlich zahlen, wenn einmalige Gebühren vom ausgezahlten Betrag abgehen. Der Kreditgeber rechnet den Nominalzins auf den vollen Kreditbetrag, Sie erhalten wegen der Gebühren aber weniger und zahlen trotzdem auf die volle Summe zurück. Der effektive Jahreszins erfasst diesen Unterschied und ist deshalb immer mindestens so hoch wie der Nominalzins.
Wie wird der effektive Jahreszins berechnet?
Zuerst wird die Monatsrate mit dem Nominalzins auf den vollen Kreditbetrag bestimmt. Dann sucht der Rechner den Zins, der dieselbe Rate auf den Nettobetrag ergibt, also Kredit minus Gebühren. Weil der Nettobetrag kleiner ist, liegt dieser Zins höher. Aufs Jahr hochgerechnet ist er der effektive Jahreszins.
Warum ist der effektive Jahreszins höher als der beworbene Zins?
Gebühren verringern das ausgezahlte Geld, nicht die Raten. Sie zahlen auf Basis des vollen Kreditbetrags zurück, verfügen aber nur über den Betrag abzüglich Gebühren. Über die Laufzeit verteilt, erhöht diese Differenz die Kosten.
Soll ich immer den Kredit mit dem niedrigsten effektiven Jahreszins wählen?
Für Kredite gleicher Laufzeit ist er eines der besten Vergleichsmaße, weil er die Gebühren enthält. Prüfen Sie aber auch Laufzeit, ob Gebühren mitfinanziert oder separat gezahlt werden, Vorfälligkeitsentschädigungen und Flexibilität. Ein etwas höherer Zins kann das bessere Angebot sein.
Erhöhen Gebühren immer den effektiven Jahreszins?
Ja, wenn sie vom ausgezahlten Betrag abgehen oder zusätzlich gezahlt werden. Auch ohne Gebühren liegt der effektive Jahreszins bei Monatsraten leicht über dem Nominalzins, weil die Monatszinsen im Jahr mitverzinst werden, etwa 8,30 statt 8 Prozent. Je größer die Gebühren im Verhältnis zum Kredit und je kürzer die Laufzeit, desto größer der Abstand.
Warum weicht ein US-APR vom effektiven Jahreszins ab?
Der APR in den USA und in Kanada ist ein nominaler Satz: Monatszins mal 12. Der effektive Jahreszins nach der EU-Verbraucherkreditrichtlinie verzinst die Monatszinsen über zwölf Monate. Derselbe Kredit über 10.000 mit 36 Monatsraten zu nominal 9 Prozent und 300 Gebühren kommt so auf 11,09 Prozent APR, aber auf 11,68 Prozent effektiven Jahreszins.
Bleiben meine Daten privat?
Ja. Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser. Nichts, was Sie eingeben, wird hochgeladen, gespeichert oder weitergegeben.

Über den Autor

Taha Kheirandish

Verfasst und geprüft von

Taha Kheirandish

Wirtschaftsstudent und unabhängiger Forscher

Taha Kheirandish liest Steuergesetze so, wie andere Landkarten lesen: um herauszufinden, wohin ein System tatsächlich führt — nicht, wohin es zu führen behauptet.

Er studiert Volkswirtschaftslehre, und seine Arbeit hier ist von Grund auf vergleichend angelegt. Der Zuschlag für einen späteren Rentenbeginn in Québec, die Entfernungspauschale in Deutschland, die Mietpreisbegrenzung in den Niederlanden: Jede dieser Regeln ist eine Entscheidung darüber, wie Geld fließen soll — und jede liest sich anders, sobald acht weitere danebenliegen. Er baut und prüft die Rechner dieser Seite für neun Märkte anhand der Primärquellen: das Gesetz statt einer Zusammenfassung, das Rundschreiben des Ministeriums statt einer Meldung darüber.

Das ist zugleich der redaktionelle Maßstab dieser Seite. Jeder Satz, jede Grenze und jede Stufe trägt hier das Dokument, aus dem sie stammt, und das Datum ihres Inkrafttretens — und wird überprüft, wenn sich das Recht ändert, nicht erst, wenn es jemandem auffällt.

Er ist Forscher, kein zugelassener Berater; nichts auf dieser Seite ist eine persönliche Finanzberatung. Es ist sorgfältig gerechnete Arithmetik mit offengelegten Quellen — damit Sie sie nachprüfen und mit ihr zu jemandem gehen können, der beraten darf.

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