Portfolio-Rechner Deutschland
Der Portfolio-Rechner vergleicht die Ist- und Zielaufteilung Ihres Depots und berechnet den Umschichtungsbedarf je Anlageklasse in Euro.

Wozu es dient
Der Portfolio-Rechner vergleicht die aktuelle Aufteilung Ihres Vermögens auf vier Anlageklassen mit Ihrer Zielaufteilung und zeigt, welche Beträge Sie je Klasse umschichten müssen, um wieder zur Zielstruktur zurückzukehren.
Datenquellen & Parameter
Dieser Rechner verwendet finanzmathematische Standardformeln und läuft vollständig in Ihrem Browser. Er benötigt keine externen Daten — Ihr Ergebnis wird allein aus den oben eingegebenen Werten berechnet.
Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.
Die Formel
Gesamtwert = Summe der Werte; Zielwert = Gesamtwert × Zielanteil; Umschichtung = Zielwert − Ist-Wert
So funktioniert es
Er summiert die aktuellen Werte zum Gesamtwert, berechnet daraus den Zielwert jeder Klasse anhand des Zielanteils und ermittelt die Differenz zum Ist-Wert. Ein positiver Wert bedeutet kaufen, ein negativer verkaufen.
Wo es verwendet wird
- Ein Portfolio auf die Zielaufteilung zurückführen
- Den Umschichtungsbedarf je Anlageklasse bestimmen
- Die größte notwendige Transaktion erkennen
Rechenbeispiel
Bei einem Gesamtwert von … weicht vor allem die Aktienquote ab: Es sind … umzuschichten. Die größte einzelne Umschichtung beträgt ….
Was der Portfolio-Rechner macht
Ein Portfolio folgt meist einer bewusst gewählten Aufteilung auf verschiedene Anlageklassen. Mit der Zeit geraten die Anteile aber aus dem Gleichgewicht: Steigen die Aktien stark, wächst ihr Anteil, während andere Klassen zurückfallen. Der Portfolio-Rechner zeigt, wie weit Ihr Depot von der Zielaufteilung abweicht und welche Käufe und Verkäufe es wieder auf Kurs bringen.
Sie geben für vier Anlageklassen, nämlich Aktien, Anleihen, Immobilien und Liquidität, den aktuellen Wert und den gewünschten Zielanteil ein. Der Rechner ermittelt den Gesamtwert, berechnet den Zielwert jeder Klasse und weist den Umschichtungsbedarf aus. So sehen Sie, wo Sie kaufen und wo Sie verkaufen sollten.
Warum Rebalancing wichtig ist
Rebalancing hält das Risikoprofil eines Portfolios stabil und verhindert, dass eine einzelne Anlageklasse das Gesamtrisiko bestimmt. Dafür sprechen drei Gründe:
- Risiko steuern: Ohne Anpassung wächst der Anteil der schwankungsstärksten Klasse.
- Diszipliniert handeln: Rebalancing zwingt dazu, teuer Gewordenes zu reduzieren und Günstiges nachzukaufen.
- Ziele einhalten: Die einmal gewählte Strategie bleibt über die Jahre erhalten.
Der Rechner übersetzt diese Regeln in konkrete Beträge.
So funktioniert die Berechnung
Zuerst summiert der Rechner die aktuellen Werte aller vier Klassen zum Gesamtwert. Anschließend berechnet er für jede Klasse den Zielwert, indem er den Gesamtwert mit dem jeweiligen Zielanteil multipliziert. Die Differenz zwischen Zielwert und aktuellem Wert ist der Umschichtungsbedarf.
Ein positiver Betrag bedeutet, dass die Klasse untergewichtet ist und aufgestockt werden sollte. Ein negativer Betrag zeigt eine Übergewichtung, die abgebaut wird. Der Rechner nennt zusätzlich die größte einzelne Umschichtung, damit Sie den wichtigsten Schritt gleich erkennen. Das Diagramm zeigt die aktuelle Aufteilung des Gesamtwerts.
Ein Rechenbeispiel
Angenommen, Ihr Depot besteht aus 60.000 Euro Aktien, 20.000 Euro Anleihen, 10.000 Euro Immobilien und 10.000 Euro Liquidität, insgesamt 100.000 Euro. Ihre Zielaufteilung lautet 50, 30, 10 und 10 Prozent.
Der Zielwert für Aktien beträgt 50.000 Euro, aktuell halten Sie 60.000 Euro, also 10.000 Euro zu viel. Bei den Anleihen ist es umgekehrt: Der Zielwert liegt bei 30.000 Euro, vorhanden sind nur 20.000 Euro, es fehlen 10.000 Euro. Immobilien und Liquidität entsprechen bereits dem Ziel. Die größte Umschichtung beträgt somit 10.000 Euro: Sie verkaufen Aktien und kaufen Anleihen.
Was Sie eingeben
Für jede der vier Anlageklassen brauchen Sie zwei Angaben:
- Den aktuellen Wert: wie viel Sie derzeit in der Klasse halten.
- Den Zielanteil: welchen prozentualen Anteil die Klasse haben soll.
Aus diesen Angaben ermittelt der Rechner den Gesamtwert und den Umschichtungsbedarf.
Das Ergebnis lesen
Sie erhalten den Gesamtwert, die Umschichtung je Klasse und die größte einzelne Umschichtung. Positive Werte stehen für Zukäufe, negative für Verkäufe. Die größte Umschichtung zeigt, wo der Handlungsbedarf am größten ist.
Nutzen Sie den Rechner regelmäßig, etwa einmal jährlich, um Ihr Depot im Gleichgewicht zu halten. So bleibt Ihre Anlagestrategie über die Jahre konsistent.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner betrachtet vier Anlageklassen und geht davon aus, dass Ihre Zielanteile zusammen 100 Prozent ergeben. Steuern auf realisierte Gewinne, Transaktionskosten und Mindestordergrößen bleiben unberücksichtigt. Beim Umschichten können in der Praxis Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gebühren anfallen, die den Nutzen einer Anpassung schmälern.
Prüfen Sie daher, ob eine Umschichtung angesichts der Kosten sinnvoll ist, oder ob sich kleinere Abweichungen durch gezielte Neuanlagen ausgleichen lassen.
Ein fester Rhythmus für die Prüfung
Legen Sie einen festen Termin fest, etwa einmal im Jahr oder zu Jahresbeginn, und tragen Sie die aktuellen Werte Ihrer vier Anlageklassen sowie Ihre unveränderten Zielanteile ein. So sehen Sie, wie weit sich das Depot vom Kurs entfernt hat und welche Umschichtung den größten Effekt hätte. Bewährt hat sich, Abweichungen erst ab einer selbst gewählten Bandbreite auszugleichen, etwa fünf Prozentpunkten, um unnötige Transaktionen zu vermeiden. Neben dem festen Termin kann auch ein starker Markteinbruch ein Anlass sein, die Aufteilung zu prüfen. Notieren Sie Ihre Zielaufteilung schriftlich, damit Sie sich in turbulenten Marktphasen daran halten und nicht aus dem Bauch heraus umschichten. Ein fester Rhythmus sorgt dafür, dass Sie günstig gewordene Klassen nachkaufen und teuer gewordene reduzieren. Der Rechner liefert dafür die konkreten Beträge.
Ein zweites Rechenbeispiel in Prozentpunkten
Bleiben wir beim Depot aus 60.000 Euro Aktien, 20.000 Euro Anleihen sowie je 10.000 Euro Immobilien und Liquidität, insgesamt 100.000 Euro. Der Aktienanteil liegt mit 60 Prozent um 10 Prozentpunkte über dem Ziel von 50 Prozent, während die Anleihen mit 20 statt 30 Prozent um 10 Prozentpunkte darunter liegen. Die größte einzelne Umschichtung von 10.000 Euro entspricht damit 10 Prozent des Gesamtwerts. In Prozentpunkten lässt sich leichter beurteilen, ab welcher Abweichung sich eine Anpassung angesichts der Kosten lohnt.
Häufige Fehler beim Rebalancing
Ein verbreiteter Fehler ist es, Zielanteile zu wählen, die zusammen nicht genau 100 Prozent ergeben, wodurch sich alle Zielwerte verschieben. Oft wird auch nur nach oben angepasst und die übergewichtete Klasse nicht reduziert, sodass das Risikoprofil verschoben bleibt. Viele unterschätzen zudem die Steuer- und Transaktionskosten, die den Nutzen einer Anpassung schmälern. Ein starker Trend verleitet außerdem dazu, die gut gelaufene Klasse laufen zu lassen, statt zum Ziel zurückzukehren. Riskant ist auch zu häufiges Umschichten, das durch Steuern und Gebühren mehr kostet als es an Risikosteuerung bringt. Wer dagegen nie anpasst, lässt das Risiko unbemerkt anwachsen. Halten Sie außerdem alle vier Anlageklassen aktuell, denn veraltete Werte verzerren den ausgewiesenen Umschichtungsbedarf.
Steuern, Freibeträge und Grenzen
Beim Verkauf übergewichteter Positionen können realisierte Gewinne der Abgeltungsteuer nach § 32d EStG unterliegen. Bei Aktienfonds bleiben 30 Prozent der Erträge durch die Teilfreistellung steuerfrei. Der Sparerpauschbetrag nach § 20 Abs. 9 EStG stellt 1.000 Euro im Jahr frei, bei Zusammenveranlagung 2.000 Euro, den Sie über einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Depotbank nutzen. Bei einem inländischen Depot führt Ihre Bank die Steuer automatisch ab. Der Rechner lässt Steuern, Gebühren und Mindestordergrößen außen vor. Prüfen Sie deshalb, ob sich eine Umschichtung nach Abzug der Kosten lohnt, oder ob sich Abweichungen durch gezielte Neuanlagen ausgleichen lassen. Ein praktischer Weg ist, frische Sparbeiträge gezielt in die untergewichtete Klasse zu lenken, sodass sich das Depot ganz ohne Verkäufe und die damit verbundene Steuer wieder dem Ziel nähert. So halten Sie die Kosten des Rebalancings gering.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Finanzberatung dar.
Über diesen Portfolio Rechner
Nutzen Sie diesen Portfolio Rechner, um sofort eine Schätzung auf Basis Ihrer eigenen Angaben zu erhalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.
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