Reale-Rendite-Rechner Deutschland
Der Reale-Rendite-Rechner berechnet die inflationsbereinigte Rendite Ihrer Anlage nach der Fisher-Formel und zeigt den tatsächlichen Kaufkraftzuwachs.

Wozu es dient
Der Reale-Rendite-Rechner ermittelt, welche Rendite nach Abzug der Inflation tatsächlich übrig bleibt — also den echten Zuwachs an Kaufkraft.
Datenquellen & Parameter
Dieser Rechner verwendet finanzmathematische Standardformeln und läuft vollständig in Ihrem Browser. Er benötigt keine externen Daten — Ihr Ergebnis wird allein aus den oben eingegebenen Werten berechnet.
Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.
Die Formel
Reale Rendite = (1 + nominale Rendite) ÷ (1 + Inflation) − 1
So funktioniert es
Er setzt die nominale Rendite ins Verhältnis zur Inflation nach der Fisher-Beziehung und bereinigt so die Wertsteigerung um den Kaufkraftverlust.
Wo es verwendet wird
- Die tatsächliche Kaufkraftentwicklung einer Anlage berechnen
- Renditen bei unterschiedlicher Inflation vergleichen
- Den Kaufkraftverlust bei niedrig verzinsten Anlagen erkennen
Rechenbeispiel
Eine nominale Rendite von 7 Prozent ergibt bei 2 Prozent Inflation eine reale Rendite von …. Der Inflationsanteil beträgt ….
Was der Reale-Rendite-Rechner macht
Eine Rendite von 7 Prozent hört sich attraktiv an, doch was ist sie wert, wenn gleichzeitig die Preise steigen? Der Reale-Rendite-Rechner beantwortet diese Frage. Er zeigt, wie viel von Ihrer nominalen Rendite nach Abzug der Inflation als echter Zuwachs an Kaufkraft übrig bleibt.
Sie geben die nominale Rendite und die erwartete Inflationsrate ein. Der Rechner ermittelt die reale Rendite nach der exakten Fisher-Formel und weist zusätzlich den Anteil aus, den die Inflation von Ihrer Rendite aufzehrt. So sehen Sie, was Ihre Anlage tatsächlich bringt.
Warum die reale Rendite zählt
Nominale Zahlen täuschen leicht über den tatsächlichen Erfolg einer Anlage hinweg. Entscheidend ist, was Sie sich am Ende für Ihre Euro kaufen können, und genau das misst die reale Rendite.
- Kaufkraft statt Nominalwert: Nur der reale Zuwachs mehrt Ihren Wohlstand.
- Fairer Vergleich: Anlagen aus verschiedenen Zeiträumen werden erst nach Inflationsbereinigung vergleichbar.
- Warnsignal erkennen: Eine negative reale Rendite bedeutet schleichenden Wertverlust.
So funktioniert die Berechnung
Der Rechner verwendet die Fisher-Beziehung. Er teilt eins plus die nominale Rendite durch eins plus die Inflationsrate und zieht anschließend eins ab. Das Ergebnis ist die reale Rendite. Diese Methode ist genauer als die verbreitete einfache Subtraktion, weil sie berücksichtigt, dass Rendite und Inflation auf unterschiedlichen Basen wirken.
Zusätzlich weist der Rechner den Inflationsanteil aus, also die Differenz zwischen nominaler und realer Rendite. Das Diagramm teilt die nominale Rendite in den realen Teil und den von der Inflation aufgezehrten Teil auf, sodass Sie das Verhältnis gleich erkennen.
Ein Rechenbeispiel
Angenommen, Ihre Anlage bringt eine nominale Rendite von 7 Prozent, und die Inflation liegt bei 2 Prozent. Die einfache Subtraktion ergäbe 5 Prozent. Die exakte Rechnung liefert jedoch 1,07 geteilt durch 1,02 minus eins, also rund 4,90 Prozent.
Der Unterschied von etwa 0,1 Prozentpunkten erscheint klein, wächst aber mit steigender Rendite und Inflation. Bei 10 Prozent Rendite und 8 Prozent Inflation etwa liegt die reale Rendite mit 1,85 Prozent spürbar unter den 2 Prozent der einfachen Subtraktion.
Was Sie eingeben
Für die Berechnung genügen zwei Angaben:
- Die nominale Rendite: die ausgewiesene Rendite Ihrer Anlage vor Inflation.
- Die Inflationsrate: die erwartete jährliche Preissteigerung.
Daraus ermittelt der Rechner die reale Rendite und den Inflationsanteil.
Das Ergebnis lesen
Sie erhalten die reale Rendite, die nominale Rendite, die Inflationsrate und den Inflationsanteil. Die reale Rendite ist der wichtigste Wert, denn sie zeigt den tatsächlichen Kaufkraftzuwachs. Ist sie negativ, verliert Ihr Geld trotz nominaler Gewinne an Wert.
Nutzen Sie den Rechner, um verschiedene Inflationsszenarien durchzuspielen. So erkennen Sie, wie empfindlich Ihre Anlage auf steigende Preise reagiert und welche nominale Rendite nötig ist, um die Kaufkraft zu erhalten.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner betrachtet einen einzelnen Zeitraum mit konstanten Werten. In der Realität schwanken sowohl Renditen als auch Inflationsraten von Jahr zu Jahr. Steuern und Kosten bleiben unberücksichtigt. Beide senken die reale Rendite zusätzlich, da die Steuer auf den nominalen Gewinn erhoben wird. Bei 7 Prozent nominal und 26,375 Prozent Abgeltungsteuer mit Soli bleiben 5,15 Prozent nach Steuern, real bei 2 Prozent Inflation nur noch 3,09 Prozent, ohne Sparerpauschbetrag und Teilfreistellung gerechnet.
Trotz dieser Vereinfachungen ist die reale Rendite eine der wichtigsten Kennzahlen für die langfristige Vermögensplanung.
Tipps für die Nutzung
Tragen Sie die ausgewiesene nominale Rendite ein und rechnen Sie mit mehreren Inflationsszenarien, denn die künftige Preissteigerung ist unsicher. So erkennen Sie, wie empfindlich Ihre Anlage auf steigende Preise reagiert und welche nominale Rendite nötig ist, um die Kaufkraft überhaupt zu erhalten. Betrachten Sie die reale Rendite immer über den gleichen Zeitraum wie die Anlage selbst, damit der Vergleich fair bleibt. Gerade bei langfristigem Vermögensaufbau über Jahrzehnte entscheidet die Kaufkraft, nicht der nominale Endbetrag. Die reale Rendite schützt davor, sich von hohen nominalen Zahlen blenden zu lassen, die eine hohe Inflation wieder aufzehrt. Wer regelmäßig spart, kann außerdem prüfen, welche reale Rendite nötig ist, um ein bestimmtes Sparziel in heutiger Kaufkraft zu erreichen.
Ein zweites Rechenbeispiel bei hoher Inflation
Betrachten wir eine nominale Rendite von 10 Prozent bei einer Inflation von 8 Prozent. Die einfache Subtraktion legt 2 Prozent nahe. Die exakte Fisher-Rechnung liefert jedoch 1,10 geteilt durch 1,08 minus eins, also rund 1,85 Prozent. Der Abstand zur Näherung ist hier deutlich größer als im Beispiel mit 7 und 2 Prozent, wo real 4,90 Prozent herauskamen. Je höher Rendite und Inflation, desto stärker überschätzt die einfache Subtraktion den Kaufkraftzuwachs.
Häufige Fehler und Praxistipps
Der häufigste Fehler ist es, die Inflation einfach von der nominalen Rendite abzuziehen, was den realen Ertrag zu hoch ausweist. Ebenso wird oft vergessen, dass Steuern auf den nominalen Gewinn erhoben werden und die reale Rendite zusätzlich senken. Wer langfristig plant, sollte eine dauerhaft negative reale Rendite als Warnsignal für schleichenden Wertverlust ernst nehmen. Als Praxistipp gilt: Ziehen Sie zuerst Kosten und Steuern ab und bereinigen Sie erst danach um die Inflation, um den tatsächlichen Zuwachs Ihrer Kaufkraft zu erhalten. Ein weiterer Fehler ist es, kurzfristige Inflationsspitzen unverändert in die Zukunft fortzuschreiben. Sinnvoller ist es, mit einem langfristigen Durchschnitt zu planen und Extremwerte nur als Szenario zu prüfen.
Datengrundlage und Grenzen
Als Orientierung für die Inflationsrate dient der Verbraucherpreisindex, den das Statistische Bundesamt regelmäßig veröffentlicht. Für die Besteuerung der Kapitalerträge sind die Abgeltungsteuer nach § 32d EStG und der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro nach § 20 Abs. 9 EStG maßgeblich, den Sie über einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank nutzen. Abgeführt wird die Steuer von der Depotbank an das Finanzamt. Der Rechner betrachtet einen einzelnen Zeitraum mit konstanten Werten und lässt Steuern und Kosten außen vor. In der Realität schwanken Renditen und Inflationsraten von Jahr zu Jahr. Für eine realistische Erwartung lohnt der Blick auf die Inflation mehrerer zurückliegender Jahre statt auf einen einzelnen Monat. So erhalten Sie eine stabilere Grundlage, auch wenn die Zukunft naturgemäß unsicher bleibt. Ergänzend hilft es, die eigene reale Rendite über mehrere Jahre zu verfolgen, um zu erkennen, ob Ihre Anlagestrategie die Kaufkraft tatsächlich erhält.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Finanzberatung dar.
Über dieses Tool: reale Rendite Rechner
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