Rentabilitätsvorschau / Businessplan Rechner Deutschland
Der Businessplan Rechner erstellt die Rentabilitätsvorschau mit Umsatz, Kosten, Gewerbe- und Einkommensteuer für bis zu fünf Planjahre und Break-even-Umsatz.

Wozu es dient
Der Businessplan-Rechner erstellt die Rentabilitätsvorschau für bis zu fünf Planjahre: Umsatz, Wareneinsatz, Personal-, Raum- und Sachkosten, Abschreibungen und Zinsen ergeben das Betriebsergebnis, darunter stehen Steuern, Gewinn nach Steuern und die Privatentnahme.
Datenquellen & Parameter
Die folgenden Werte steuern diesen Rechner. Wir halten sie mit den aktuellen offiziellen Vorgaben im Einklang, und jedes Ergebnis wird bei jeder Änderung automatisch neu berechnet.
| Parameter | Wert | Quelle | Zuletzt aktualisiert |
|---|---|---|---|
| Gewerbesteuer Freibetrag | 24.500 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Gewerbesteuer Steuermesszahl | 0,035 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Gewerbesteuer-Anrechnung auf ESt: Faktor auf den GewSt-Messbetrag (§ 35 EStG) | 4 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01Gewerbesteuer-Anrechnung auf ESt: Faktor auf den GewSt-Messbetrag (§ 35 EStG) |
| Koerperschaftsteuer-Satz (KSt, § 23 KStG) | 0,15 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01Koerperschaftsteuer-Satz (KSt, § 23 KStG) |
| Grundfreibetrag | 12.348 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 2 obere Grenze | 17.799 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 3 obere Grenze | 69.878 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 4 obere Grenze | 277.825 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 2 Progressionskoeffizient a | 914,51 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 2 Koeffizient b | 1.400 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 3 Progressionskoeffizient a | 173,1 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 3 Koeffizient b | 2.397 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 3 Konstante c | 1.034,87 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 4 Grenzsteuersatz | 0,42 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 4 Subtrahend | 11.135,63 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 5 Grenzsteuersatz | 0,45 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 5 Subtrahend | 19.470,38 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Solidaritätszuschlag | 0,055 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Soli-Freigrenze (auf Steuer) | 20.350 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.
Die Formel
Umsatz(n) = Umsatz(1) × (1 + Wachstum)^(n−1); Betriebsergebnis = Umsatz − Wareneinsatz − Personal − Sachkosten − AfA − Zinsen; Gewerbesteuer = (abgerundetes Ergebnis − Freibetrag) × Steuermesszahl × Hebesatz; Break-even-Umsatz = Fixkosten / (1 − Materialquote)
So funktioniert es
Der Umsatz des ersten Jahres wird mit dem Wachstumssatz fortgeschrieben, der Wareneinsatz als Quote vom Umsatz gerechnet, Personal- und Sachkosten mit ihren eigenen Steigerungssätzen. Abschreibungen und Zinsen bleiben konstant. Auf das Betriebsergebnis wird die Steuer der gewählten Rechtsform gelegt: Gewerbesteuer mit dem Freibetrag von 24.500 € und der Steuermesszahl von 3,5% samt Anrechnung nach § 35 EStG beim Einzelunternehmen, ohne Freibetrag und ohne Anrechnung bei der GmbH, gar keine beim Freiberufler, dazu Einkommensteuer nach § 32a EStG oder Körperschaftsteuer von 15% und der Solidaritätszuschlag.
Wo es verwendet wird
- Die Rentabilitätsvorschau für Bank, Bürgschaftsbank oder KfW aufstellen
- Sehen, ab welchem Umsatz das Vorhaben die Fixkosten deckt
- Rechtsformen anhand der tatsächlichen Steuerlast vergleichen
- Prüfen, ob der Gewinn die geplante Privatentnahme trägt
Rechenbeispiel
Ein Einzelunternehmen plant im ersten Jahr 180.000 € Umsatz bei 35 Prozent Materialquote, also einem Rohertrag von …. Nach Gesamtkosten von … bleibt ein Betriebsergebnis von …. Beim Hebesatz von 400 Prozent fallen … Gewerbesteuer an, die über § 35 EStG auf die Einkommensteuer angerechnet wird; die gesamte Steuerlast beträgt …, also eine Steuerquote von …. Es verbleiben … Gewinn nach Steuern, und nach der geplanten Privatentnahme von 24.000 € noch … im Unternehmen. Die Fixkosten sind ab einem Umsatz von … gedeckt. Über 3 Jahre mit 10 Prozent Wachstum steigt der Umsatz auf … und der Gewinn nach Steuern auf …, kumuliert ….
Der Businessplan Rechner erstellt die Rentabilitätsvorschau, die jede Bank zum Gründungs- oder Erweiterungsvorhaben sehen will: Umsatz, Kosten, Betriebsergebnis, Steuern und Gewinn nach Steuern für bis zu fünf Planjahre, mit der Steuerlast der tatsächlich gewählten Rechtsform.
Warum der Zahlenteil über die Finanzierung entscheidet
Ein Businessplan besteht aus zwei Teilen, und der Textteil ist der leichtere. Geschäftsidee, Markt und Team lassen sich beschreiben. Der Zahlenteil dagegen wird gerechnet, und ihn liest jemand, der regelmäßig viele solcher Pläne prüft.
Geprüft wird dabei selten die Höhe des Gewinns, sondern ob die Zahlen zueinander passen: ob die Materialquote zur Branche passt, ob die Personalkosten zur geplanten Leistung passen, ob die Abschreibungen zu den Investitionen passen und ob unter dem Strich genug übrig bleibt, um den Kredit zu bedienen und den Lebensunterhalt zu bestreiten.
Diese Struktur bildet die Rentabilitätsvorschau ab, und dieses Werkzeug rechnet sie durch.
Was der Businessplan Rechner berechnet
Sie tragen den Umsatz des ersten Jahres ein und das erwartete jährliche Wachstum. Der Wareneinsatz wird als Quote vom Umsatz geführt, weil er mit dem Geschäft mitwächst. Bei einem Handelsbetrieb sind 60 bis 75 Prozent üblich, bei einem Dienstleister oft unter 10 Prozent.
Darunter stehen die Kostenblöcke: Personal, Raum, sonstige Betriebskosten, Abschreibungen und Zinsaufwand. Personal- und Sachkosten lassen sich in den erweiterten Optionen mit eigenen Steigerungssätzen fortschreiben, weil Löhne und Mieten selten im selben Takt wachsen wie der Umsatz. Abschreibungen und Zinsen bleiben konstant, denn sie folgen einem Plan, keinem Index.
Aus Umsatz minus allen Kosten entsteht das Betriebsergebnis. Darauf setzt der Rechner die Steuer der gewählten Rechtsform, die Vorlagen aus dem Netz meist offen lassen.
Die Steuer je Rechtsform
Einzelunternehmen: Gewerbesteuer auf den auf volle hundert Euro abgerundeten Gewerbeertrag, abzüglich des Freibetrags von 24.500 Euro nach § 11 GewStG, multipliziert mit der Steuermesszahl von 3,5 Prozent und dem Hebesatz der Gemeinde. Anschließend Einkommensteuer nach dem Tarif des § 32a EStG, davon die Anrechnung des vierfachen Messbetrags nach § 35 EStG, danach der Solidaritätszuschlag, sofern die Freigrenze überschritten ist.
Freiberufler: keine Gewerbesteuer, also auch keine Anrechnung. Nur Einkommensteuer und gegebenenfalls Solidaritätszuschlag.
GmbH oder UG: Gewerbesteuer ohne Freibetrag und ohne Anrechnung, dazu 15 Prozent Körperschaftsteuer auf den vollen Gewinn und darauf der Solidaritätszuschlag. Der Körperschaftsteuersatz soll ab 2028 in fünf Schritten auf 10 Prozent sinken. Das Geschäftsführergehalt ist bei der Kapitalgesellschaft Betriebsausgabe und gehört in die Personalkosten, nicht unter die Gewinnzeile.
Der Hebesatz ist bewusst eine Eingabe. Er reicht vom Mindesthebesatz von 200 Prozent bis zu Spitzenwerten um 900 Prozent in einzelnen Gemeinden, und einen bundesweiten Wert gibt es nicht. Steuermesszahl, Freibetrag, Anrechnungsfaktor, Körperschaftsteuersatz und die Zonen des Einkommensteuertarifs stehen dagegen im Gesetz und sind hinterlegte Parameter.
Rechenbeispiel
Ein Einzelunternehmen plant im ersten Jahr 180.000 Euro Umsatz bei 35 Prozent Materialquote, also 117.000 Euro Rohertrag. Personal kostet 45.000 Euro, Räume 14.400 Euro, sonstige Betriebskosten 12.000 Euro, dazu 6.000 Euro Abschreibungen und 3.500 Euro Zinsen. Die Gesamtkosten liegen bei 143.900 Euro, das Betriebsergebnis bei 36.100 Euro.
Beim Hebesatz von 400 Prozent fallen 1.624 Euro Gewerbesteuer an. Die Einkommensteuer auf 36.100 Euro beträgt rund 6.001 Euro, davon werden dieselben 1.624 Euro angerechnet. Die Gewerbesteuer hebt sich bei diesem Hebesatz also vollständig auf. Die gesamte Steuerlast bleibt bei 6.001,38 Euro, eine Steuerquote von 16,62 Prozent. Es verbleiben 30.098,62 Euro Gewinn nach Steuern. Nach einer Privatentnahme von 24.000 Euro bleiben 6.098,62 Euro im Unternehmen.
Der Break-even-Umsatz liegt bei 124.462 Euro. Der Plan hat also rund 31 Prozent Luft nach unten, bevor das erste Jahr ins Minus rutscht. Ein solcher Puffer überzeugt bei der Bank.
Über drei Jahre mit zehn Prozent Wachstum steigt der Umsatz auf 217.800 Euro und der Gewinn nach Steuern auf 43.822,95 Euro, kumuliert 110.698,57 Euro.
Wie Sie die Zahlen plausibel halten
Rückfragen der Bank betreffen meist drei Stellen.
Erstens das Umsatzwachstum. Zweistellige Steigerungen über fünf Jahre wirken schnell unglaubwürdig, wenn im Textteil nicht steht, woher sie kommen sollen, etwa aus neuen Standorten, neuen Produkten oder einem bereits unterschriebenen Rahmenvertrag.
Zweitens die Personalkosten. Sie müssen die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung enthalten, also rund ein Fünftel über dem Bruttolohn liegen. Ein Plan, der nur Bruttogehälter ausweist, ist um diesen Betrag zu optimistisch.
Drittens die Privatentnahme. Sie muss den privaten Lebensunterhalt tatsächlich decken, einschließlich Kranken- und Altersvorsorge, die als Selbstständiger vollständig privat zu tragen sind. Eine Vorschau, die drei Jahre lang eine Entnahme von 1.000 Euro im Monat unterstellt, überzeugt niemanden.
Drei Jahre oder fünf?
Die Frage nach dem Planungshorizont beantwortet in der Regel der Adressat. Hausbanken und Bürgschaftsbanken arbeiten meist mit drei Jahren, weil darüber hinaus jede Zahl ohnehin eine Annahme über eine Annahme ist. Förderprogramme mit langer Laufzeit und Beteiligungsgeber verlangen häufig fünf.
Für die eigene Steuerung ist der längere Horizont trotzdem nützlich, und zwar wegen eines Effekts, den die Vorschau sichtbar macht: Der Steuerbetrag wächst beim Einzelunternehmen schneller als der Gewinn, weil der Einkommensteuertarif progressiv ist. Im Beispiel steigt die Steuerquote von 16,62 Prozent im ersten Jahr auf 22,9 Prozent im dritten. Wer das erst bei der ersten Vorauszahlung bemerkt, hat ein Liquiditätsproblem.
Der Rechner weist deshalb neben dem ersten auch das letzte Planjahr und die kumulierten Werte aus. Die Differenz zwischen der Steuerquote im ersten und im letzten Jahr gehört zu den wichtigsten Zahlen des ganzen Blatts.
Was sonst noch in den Zahlenteil gehört
Die Rentabilitätsvorschau ist eines von drei Blättern, die vollständige Businesspläne enthalten.
Der Kapitalbedarfsplan listet auf, was vor dem Start bezahlt werden muss: Investitionen, Warenerstausstattung, Gründungskosten und eine Reserve für die Anlaufphase. Er bestimmt die Kredithöhe und damit den Zinsaufwand, den Sie hier eintragen.
Die Liquiditätsplanung führt Monat für Monat Einzahlungen gegen Auszahlungen und zeigt, ob das Konto trägt. Sie unterscheidet sich von der Rentabilitätsvorschau an drei Stellen: Abschreibungen mindern das Ergebnis, kosten aber kein Geld. Tilgungen kosten Geld, mindern aber nicht das Ergebnis. Die Umsatzsteuer läuft durch, ohne je im Ergebnis aufzutauchen.
Erst zusammen ergeben die drei Blätter ein Bild. Ein Vorhaben kann rentabel und trotzdem zahlungsunfähig sein, und daran scheitern viele junge Unternehmen.
Grenzen dieser Vorschau
Die Rentabilitätsvorschau ist eine Ergebnisrechnung, kein Liquiditätsplan. Sie sagt, ob das Vorhaben Gewinn erwirtschaftet, nicht, ob zu jedem Zeitpunkt Geld auf dem Konto ist. Zahlungsziele, Lagerbestände, Tilgungen und Umsatzsteuervoranmeldungen bewegen Liquidität, ohne das Ergebnis zu berühren. Dafür ist eine eigene Liquiditätsplanung nötig.
Ebenfalls nicht abgebildet sind Verlustvorträge in die Folgejahre, der Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG, die Kleinunternehmerregelung, Sonderabschreibungen und die Umsatzsteuer, die hier durchgehend als durchlaufender Posten behandelt wird. Alle Umsatz- und Kostenangaben sind netto zu erfassen.
Das Ergebnis ist eine Schätzung auf Basis Ihrer Planannahmen und der hinterlegten gesetzlichen Parameter. Es ersetzt keine Steuerberatung und keine Prüfung durch Ihre Hausbank.
Über diesen Businessplan Rechner
Nutzen Sie diesen Businessplan Rechner, um sofort eine genaue Schätzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben (Gesetze im Internet) und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.
Über diesen Businessplan Rechner
Nutzen Sie diesen Businessplan Rechner, um sofort eine genaue Schätzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben (Gesetze im Internet) und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.
Tax year 2026
