Portfolio-Rebalancing Rechner (Steuer) Deutschland

Der Rebalancing Steuer Rechner berechnet die Abgeltungsteuer beim Umschichten und vergleicht Verkauf, Verkauf bis zum Bandrand und Einzahlungs-Rebalancing.

Portfolio-Rebalancing Rechner (Steuer) Deutschland
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Erweiterte Optionen
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Steuer beim Verkauf bis zur Zielquote —
Ersparnis durch Einzahlungs-Rebalancing —
Aktuelle Aktienquote —
Abweichung in Prozentpunkten —
Abstand zur Schwelle (Prozentpunkte) —
Zielwert des Aktienanteils —
Umschichtung bis zur Zielquote —
Umschichtung nur bis zum Bandrand —
Realisierter Gewinn —
Steuerpflichtiger Gewinn —
Abgeltungsteuer —
Solidaritätszuschlag —
Kirchensteuer —
Steuer beim Verkauf bis zum Bandrand —
Gesamtkosten Verkaufsweg —
Gesamtkosten Bandrand-Verkauf —
Gesamtkosten Einzahlungsweg —
Nötige Neuanlage ohne Verkauf —
Aktienquote nach der Einzahlung —
Restabweichung nach der Einzahlung —

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Wozu es dient

Der Rebalancing-Steuer-Rechner zeigt, wie weit ein Depot von seiner Zielquote abgewichen ist, und stellt die Kosten von drei Wegen zurück zur Zielquote gegenüber: Verkauf bis zur Zielquote, Verkauf nur bis zum Rand des Toleranzbands und Umlenken neuer Einzahlungen.

Datenquellen & Parameter

Die folgenden Werte steuern diesen Rechner. Wir halten sie mit den aktuellen offiziellen Vorgaben im Einklang, und jedes Ergebnis wird bei jeder Änderung automatisch neu berechnet.

ParameterWertQuelleZuletzt aktualisiert
Abgeltungsteuer 25% (zzgl. Soli/Kirche)0,25gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Abgeltungsteuer 25% (zzgl. Soli/Kirche)
Sparerpauschbetrag (1000 einzeln / 2000 zusammen)1.000gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Sparerpauschbetrag (1000 einzeln / 2000 zusammen)
Solidaritätszuschlag0,055gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Teilfreistellung Aktienfonds 30%0,3gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Teilfreistellung Aktienfonds 30%
Kirchensteuer 8%0,08gesetze-bayern.deGültig ab 2026-01-01Geprüft: 8 % in Bayern (Art. 8 Abs. 1 BayKirchStG: Umlagesatz höchstens zehn v.H.; Steuertipps des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen: Kirchensteuersatz 8 Prozent) und in Baden-Württemberg.
Kirchensteuer 9%0,09kirchenrecht-ekhn.deGültig ab 2026-01-01Geprüft: 9 % in den übrigen Ländern, z. B. Landeskirchensteuerbeschluss der EKHN für 2026 vom 26.11.2025 (ABl. 2026 S. 5 Nr. 2): Zuschlag von neun Prozent.

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Die Formel

Abweichung = Aktienwert / Gesamtwert × 100 − Zielquote; Umschichtung = |Aktienwert − Gesamtwert × Zielquote|; Steuer = max(0, Umschichtung × Gewinnanteil × (1 − Teilfreistellung) − Sparerpauschbetrag) × Abgeltungsteuer / (1 + Abgeltungsteuer × Kirchensteuersatz), zzgl. Soli und Kirchensteuer; Aktienwert nach Einzahlung = min(Aktienwert + Einzahlung, max(Aktienwert, Zielquote × (Gesamtwert + Einzahlung)))

So funktioniert es

Aus den beiden Depotwerten ergeben sich aktuelle Quote und Abweichung in Prozentpunkten. Für jeden Verkaufsweg wird der realisierte Gewinn aus dem eingegebenen Gewinnanteil der ältesten Stücke abgeleitet, bei Aktienfonds um die Teilfreistellung von 30% gekürzt, um den verbleibenden Sparerpauschbetrag von 1.000 € entlastet und mit 25% Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer belastet. Der Einzahlungsweg verteilt die Neuanlage so auf beide Seiten, dass die Zielquote so weit wie möglich erreicht wird – ohne Verkauf und damit ohne Steuer.

Wo es verwendet wird

  • Vor der Order sehen, was ein Rebalancing an Abgeltungsteuer kostet
  • Den kleineren Verkauf bis zum Bandrand gegen den vollen Verkauf abwägen
  • Prüfen, ob die nächste Einzahlung die Abweichung ohne Verkauf schließt
  • Ermitteln, wie viel Neuanlage dafür nötig wäre

Rechenbeispiel

Ein Depot aus 80.000 € Aktien und 40.000 € Anleihen steht bei einer Aktienquote von … statt der Zielquote von 60 Prozent – eine Abweichung von … Prozentpunkten, also über der Schwelle von 5 Prozentpunkten. Der Verkauf bis zur Zielquote umfasst … und realisiert bei 40 Prozent Gewinnanteil einen Gewinn von …; nach dem Sparerpauschbetrag bleiben … steuerpflichtig und es fallen … Steuer an. Der Verkauf nur bis zum Bandrand umfasst dagegen lediglich … und kostet …. Werden die 6.000 € Neuanlage stattdessen in die sichere Seite gelenkt, sinkt die Aktienquote ohne jeden Verkauf auf …; für den vollen Ausgleich ohne Verkauf wären … nötig.

Der Rebalancing Steuer Rechner beantwortet eine Frage, die ein internationaler Rebalancing-Rechner offen lässt: Was kostet das Zurückschichten in Deutschland an Steuer, und gibt es einen günstigeren Weg? Hierzulande ist Rebalancing ein steuerlicher Vorgang.

Warum Rebalancing hier eine Steuerfrage ist

Ein Depot mit Zielaufteilung driftet mit der Zeit. Läuft der Aktienteil gut, wächst er über seine Zielquote hinaus, und das Risiko des Gesamtdepots steigt unbemerkt mit. Die klassische Antwort lautet: verkaufen, was zu groß geworden ist, und kaufen, was zu klein geworden ist.

In vielen Ländern ist das eine reine Buchungsfrage, weil Umschichtungen innerhalb eines Altersvorsorgekontos steuerfrei bleiben. In einem deutschen Privatdepot gilt das nicht. Jeder Verkauf realisiert den bis dahin aufgelaufenen Kursgewinn, und auf diesen Gewinn fällt sofort Abgeltungsteuer an, dazu Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Bank führt sie automatisch ab. Der Betrag verlässt das Depot und bringt keine Rendite mehr.

Deshalb ist die international übliche Faustregel, einmal im Jahr auf die Zielquote zurückzuschichten, in Deutschland selten die günstigste. Dieser Rechner zeigt die Alternativen.

Was der Rebalancing Steuer Rechner vergleicht

Sie tragen den aktuellen Wert des Aktienanteils und des sicheren Anteils ein, dazu Ihre Zielquote und die Toleranzschwelle in Prozentpunkten. Der Rechner ermittelt daraus die aktuelle Quote, die Abweichung und den Betrag, der für einen vollständigen Ausgleich bewegt werden müsste. Anschließend bewertet er drei Wege zum selben Ziel:

Verkauf bis zur Zielquote: der größte Verkauf und damit die größte Steuerlast. Er stellt die Aufteilung genau wieder her.

Verkauf nur bis zum Bandrand: Statt bis zur Zielquote wird nur bis zum äußeren Rand der Toleranz zurückgeschichtet. Das ist ein spürbar kleinerer Verkauf. Im Beispiel unten mit 6,67 Prozentpunkten Abweichung und fünf Prozentpunkten Schwelle ist es ein Viertel des vollen Verkaufs, bei sechs Prozentpunkten Abweichung nur ein Sechstel. Häufig bleibt der dabei realisierte Gewinn vollständig im Sparerpauschbetrag, und die Steuer beträgt null.

Einzahlungs-Rebalancing: Die nächste Sparrate oder ein Bonus wird ausschließlich in die untergewichtete Seite gelenkt. Es wird nichts verkauft, also entsteht kein steuerpflichtiger Gewinn. Der Rechner zeigt, welche Quote nach der verfügbaren Einzahlung erreicht wird, wie viel Abweichung dann noch bleibt und wie viel Neuanlage für einen vollständigen Ausgleich ohne Verkauf nötig wäre.

Wie die Steuer im Detail entsteht

Der realisierte Gewinn ergibt sich nicht aus dem Umschichtungsbetrag allein, sondern aus dem Gewinnanteil der Stücke, die tatsächlich verkauft werden. Welche das sind, entscheidet nicht der Anleger.

Deutsche Wertpapierverkäufe folgen zwingend dem Prinzip First in, first out. Verkauft wird steuerlich immer das zuerst erworbene Stück. Wer über Jahre nachgekauft hat, gibt also zuerst die ältesten und meist billigsten Stücke ab, die mit dem höchsten Gewinn und der höchsten Steuer. Ein Wahlrecht gibt es nicht, und der Durchschnittseinstand, den viele Depot-Apps anzeigen, ist steuerlich bedeutungslos.

Deshalb ist der Gewinnanteil hier eine Eingabe und kein Parameter. Er hängt allein von Ihrer eigenen Kaufhistorie ab. Wer die genaue Tranchenrechnung braucht, findet sie im FIFO-Rechner.

Vom so ermittelten Gewinn geht bei Aktienfonds die Teilfreistellung von 30 Prozent ab, danach der verbleibende Sparerpauschbetrag. Auf den Rest fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer, 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag darauf und, wenn gewählt, Kirchensteuer an. Die Kirchensteuer auf Kapitalerträge ist selbst abziehbar, weshalb der Rechner die gesetzliche Formel abbildet und nicht einfach neun Prozent aufschlägt.

Rechenbeispiel

Ein Depot besteht aus 80.000 Euro Aktien und 40.000 Euro Anleihen, die Zielquote liegt bei 60 Prozent Aktien, die Toleranz bei fünf Prozentpunkten. Die tatsächliche Aktienquote beträgt 66,67 Prozent, die Abweichung also 6,67 Prozentpunkte. Die Schwelle ist überschritten.

Der Verkauf bis zur Zielquote umfasst 8.000 Euro. Bei einem Gewinnanteil von 40 Prozent in den ältesten Stücken werden dabei 3.200 Euro Gewinn realisiert. Nach dem Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro bleiben 2.200 Euro steuerpflichtig, was 550 Euro Abgeltungsteuer und 30,25 Euro Solidaritätszuschlag auslöst, zusammen 580,25 Euro.

Der Verkauf nur bis zum Bandrand umfasst dagegen 2.000 Euro und realisiert 800 Euro Gewinn, vollständig innerhalb des Sparerpauschbetrags. Die Steuer beträgt null.

Werden stattdessen 6.000 Euro Neuanlage in die sichere Seite gelenkt, sinkt die Aktienquote ohne jeden Verkauf auf 63,49 Prozent und liegt damit wieder innerhalb des Bands. Die Restabweichung beträgt 3,49 Prozentpunkte. Für einen vollständigen Ausgleich ohne Verkauf wären 13.333,33 Euro nötig.

Die drei Wege kosten in diesem Fall zwischen 0 und 580,25 Euro. Ein Rechner ohne deutsche Steuerregeln zeigt diesen Unterschied nicht.

Wann ein Rebalancing überhaupt fällig ist

Zwei Regeln sind gebräuchlich, und sie führen zu sehr unterschiedlichen Steuerbeträgen.

Die Kalenderregel prüft zu einem festen Termin, etwa jedes Jahr im Januar, und schichtet dann auf die Zielquote zurück. Sie ist einfach zu befolgen, löst aber auch dann eine Order aus, wenn die Abweichung minimal ist, und jede dieser Orders kann in Deutschland Steuer kosten.

Die Bandregel prüft laufend und handelt nur, wenn die Abweichung eine vorher festgelegte Schwelle überschreitet. Bei einer Schwelle von fünf Prozentpunkten vergehen oft ganze Jahre ohne Order. Weniger Transaktionen bedeuten weniger realisierte Gewinne, und weniger realisierte Gewinne bedeuten weniger Abgeltungsteuer.

Deshalb ist die Schwelle in diesem Rechner eine eigene Eingabe und kein fester Wert. Sie ist der wichtigste Hebel, über den sich die Steuerlast eines Rebalancing-Regimes senken lässt, ohne die Anlagepolitik zu ändern.

Der Sparerpauschbetrag als Jahresbudget

Wer die Steuer klein halten will, betrachtet den Sparerpauschbetrag als jährliches Budget für realisierte Gewinne. Er steht in jedem Kalenderjahr neu zur Verfügung und verfällt ungenutzt.

Daraus ergibt sich eine einfache Taktik: Große Umschichtungen lassen sich über einen Jahreswechsel strecken. Verkaufen Sie einen Teil im Dezember und den Rest im Januar, wirkt der Freibetrag zweimal. Zugleich ist Vorsicht geboten, wenn im selben Jahr bereits Dividenden, Zinsen oder Fondsausschüttungen angefallen sind: Der Freibetrag ist dann schon teilweise verbraucht. Tragen Sie den genutzten Teil in den erweiterten Optionen ein, sonst rechnet das Werkzeug zu günstig.

Bei zusammen veranlagten Ehegatten mit gemeinsamem Freistellungsauftrag verdoppelt sich der Betrag auf 2.000 Euro. Der Rechner arbeitet mit dem hinterlegten Einzelbetrag. Paare rechnen ihre beiden Depots deshalb am besten getrennt und teilen den gemeinsamen Freibetrag im Feld für den bereits genutzten Anteil selbst auf.

Was der Rechner nicht abbildet

Er rechnet mit zwei Anlageklassen, nicht mit einem Depot aus acht Positionen. Für die Aufteilung über mehrere Anlageklassen ist der Portfolio-Rechner gedacht.

Er unterstellt außerdem, dass jeder betrachtete Weg die einzige Realisierung des Jahres ist. Der Sparerpauschbetrag steht aber nur einmal pro Kalenderjahr zur Verfügung. Wer ihn bereits teilweise verbraucht hat, trägt den genutzten Teil in den erweiterten Optionen ein.

Nicht berücksichtigt sind Verlustverrechnungstöpfe, Vorabpauschalen aus Vorjahren, Freistellungsaufträge bei mehreren Banken und Depots im Ausland. Ebenso wenig bewertet der Rechner, ob ein Rebalancing überhaupt sinnvoll ist. Das bleibt eine Frage Ihrer Anlagepolitik und Ihrer Risikotragfähigkeit.

Das Ergebnis ist eine Schätzung auf Basis Ihrer Eingaben und der hinterlegten gesetzlichen Parameter. Es ersetzt keine Steuer- oder Anlageberatung.

Über diesen Rebalancing Steuer Rechner

Nutzen Sie diesen Rebalancing Steuer Rechner, um sofort eine genaue Schätzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben (Gesetze im Internet) und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

Über diesen Rebalancing Steuer Rechner

Nutzen Sie diesen Rebalancing Steuer Rechner, um sofort eine genaue Schätzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben (Gesetze im Internet) und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

Tax year 2026

Häufig gestellte Fragen

Warum ist Rebalancing in Deutschland teurer als in vielen anderen Ländern?
Jeder Verkauf im steuerpflichtigen Depot löst sofort Abgeltungsteuer aus. Es gibt keinen steuerneutralen Tausch und keine Übertragung stiller Reserven auf die neue Position. Wer 10.000 Euro umschichtet und dabei 4.000 Euro Gewinn realisiert, zahlt darauf ein Viertel plus Solidaritätszuschlag, ohne Sparerpauschbetrag also 1.055 Euro. Dieses Geld fehlt dem Depot dauerhaft.
Was bedeutet Einzahlungs-Rebalancing?
Statt die übergewichtete Seite zu verkaufen, wird frisches Geld ausschließlich in die untergewichtete Seite gelenkt. Der Sparplan bleibt der gleiche, nur die Zielposition ändert sich. Es findet kein Verkauf statt, also entsteht kein steuerpflichtiger Gewinn. Der Weg ist langsamer, aber in der Regel der günstigste.
Warum muss ich den Gewinnanteil der ältesten Stücke selbst eintragen?
Deutsche Verkäufe werden zwingend nach dem Prinzip First in, first out abgerechnet. Verkauft wird steuerlich immer das zuerst gekaufte Stück, unabhängig davon, was Sie beabsichtigen. Die ältesten Stücke sind meist die billigsten und tragen den höchsten Gewinnanteil. Diesen Anteil kennt nur Ihre eigene Kaufhistorie. Die einzelnen Tranchen rechnet der FIFO-Rechner durch.
Was ist der Unterschied zwischen Zielquote und Bandrand?
Die Zielquote ist die Sollaufteilung, etwa 60 Prozent Aktien. Der Bandrand ist der äußere Rand der Toleranz, die Sie zulassen, bei fünf Prozentpunkten Schwelle also 65 Prozent. Ein Verkauf bis zum Bandrand ist deutlich kleiner als einer bis zur Zielquote und liegt oft noch vollständig im Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro, kostet also gar keine Steuer.
Zählt der Sparerpauschbetrag bei jedem Weg neu?
Nein. Der Sparerpauschbetrag steht pro Kalenderjahr einmal zur Verfügung, nicht pro Order. Der Rechner bewertet jeden Weg so, als wäre er die einzige Realisierung des Jahres. Haben Sie bereits Zinsen, Dividenden oder Verkäufe abgerechnet, tragen Sie den verbrauchten Teil in den erweiterten Optionen ein, damit die Rechnung stimmt.
Wann lohnt sich der Verkauf trotz Steuer?
Wenn die Abweichung so groß ist, dass das Risiko des Depots nicht mehr zur Anlagepolitik passt, und die verfügbare Neuanlage sie in absehbarer Zeit nicht schließen kann. Der Rechner zeigt beides nebeneinander: die Steuer des Verkaufs und die Restabweichung, die nach der Einzahlung bleibt. Am Ende geht es dabei um das Risiko, nicht nur um die Steuer.

Über den Autor

Taha Kheirandish

Verfasst und geprüft von

Taha Kheirandish

Wirtschaftsstudent und unabhängiger Forscher

Taha Kheirandish liest Steuergesetze so, wie andere Landkarten lesen: um herauszufinden, wohin ein System tatsächlich führt — nicht, wohin es zu führen behauptet.

Er studiert Volkswirtschaftslehre, und seine Arbeit hier ist von Grund auf vergleichend angelegt. Der Zuschlag für einen späteren Rentenbeginn in Québec, die Entfernungspauschale in Deutschland, die Mietpreisbegrenzung in den Niederlanden: Jede dieser Regeln ist eine Entscheidung darüber, wie Geld fließen soll — und jede liest sich anders, sobald acht weitere danebenliegen. Er baut und prüft die Rechner dieser Seite für neun Märkte anhand der Primärquellen: das Gesetz statt einer Zusammenfassung, das Rundschreiben des Ministeriums statt einer Meldung darüber.

Das ist zugleich der redaktionelle Maßstab dieser Seite. Jeder Satz, jede Grenze und jede Stufe trägt hier das Dokument, aus dem sie stammt, und das Datum ihres Inkrafttretens — und wird überprüft, wenn sich das Recht ändert, nicht erst, wenn es jemandem auffällt.

Er ist Forscher, kein zugelassener Berater; nichts auf dieser Seite ist eine persönliche Finanzberatung. Es ist sorgfältig gerechnete Arithmetik mit offengelegten Quellen — damit Sie sie nachprüfen und mit ihr zu jemandem gehen können, der beraten darf.

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