Rentabilitätsvorschau / Businessplan Rechner Deutschland

Der Businessplan Rechner erstellt die Rentabilitätsvorschau mit Umsatz, Kosten, Gewerbe- und Einkommensteuer für bis zu fünf Planjahre und Break-even-Umsatz.

Rentabilitätsvorschau / Businessplan Rechner Deutschland
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Erweiterte Optionen
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Gewinn nach Steuern im ersten Jahr —
Gewinn nach Steuern kumuliert —
Betriebsergebnis vor Steuern (Jahr 1) —
Rohertrag im ersten Jahr —
Gesamtkosten im ersten Jahr —
Steuern im ersten Jahr —
Gewerbesteuer im ersten Jahr —
Steuerquote im ersten Jahr —
Umsatzrendite im ersten Jahr —
Umsatz im letzten Planjahr —
Betriebsergebnis im letzten Planjahr —
Gewinn nach Steuern im letzten Planjahr —
Umsatzrendite im letzten Planjahr —
Umsatz kumuliert —
Betriebsergebnis kumuliert —
Steuern kumuliert —
Break-even-Umsatz im ersten Jahr —
Erstes Jahr mit Gewinn nach Steuern —
Nach Privatentnahme verfügbar (Jahr 1) —
Nach Privatentnahme verfügbar (kumuliert) —

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Wozu es dient

Der Businessplan-Rechner erstellt die Rentabilitätsvorschau für bis zu fünf Planjahre: Umsatz, Wareneinsatz, Personal-, Raum- und Sachkosten, Abschreibungen und Zinsen ergeben das Betriebsergebnis, darunter stehen Steuern, Gewinn nach Steuern und die Privatentnahme.

Datenquellen & Parameter

Die folgenden Werte steuern diesen Rechner. Wir halten sie mit den aktuellen offiziellen Vorgaben im Einklang, und jedes Ergebnis wird bei jeder Änderung automatisch neu berechnet.

ParameterWertQuelleZuletzt aktualisiert
Gewerbesteuer Freibetrag24.500gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Gewerbesteuer Steuermesszahl0,035gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Gewerbesteuer-Anrechnung auf ESt: Faktor auf den GewSt-Messbetrag (§ 35 EStG)4gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Gewerbesteuer-Anrechnung auf ESt: Faktor auf den GewSt-Messbetrag (§ 35 EStG)
Koerperschaftsteuer-Satz (KSt, § 23 KStG)0,15gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Koerperschaftsteuer-Satz (KSt, § 23 KStG)
Grundfreibetrag12.348gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Zone 2 obere Grenze17.799gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Zone 3 obere Grenze69.878gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Zone 4 obere Grenze277.825gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Zone 2 Progressionskoeffizient a914,51gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Zone 2 Koeffizient b1.400gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Zone 3 Progressionskoeffizient a173,1gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Zone 3 Koeffizient b2.397gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Zone 3 Konstante c1.034,87gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Zone 4 Grenzsteuersatz0,42gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Zone 4 Subtrahend11.135,63gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Zone 5 Grenzsteuersatz0,45gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Zone 5 Subtrahend19.470,38gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Solidaritätszuschlag0,055gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Soli-Freigrenze (auf Steuer)20.350gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Die Formel

Umsatz(n) = Umsatz(1) × (1 + Wachstum)^(n−1); Betriebsergebnis = Umsatz − Wareneinsatz − Personal − Sachkosten − AfA − Zinsen; Gewerbesteuer = (abgerundetes Ergebnis − Freibetrag) × Steuermesszahl × Hebesatz; Break-even-Umsatz = Fixkosten / (1 − Materialquote)

So funktioniert es

Der Umsatz des ersten Jahres wird mit dem Wachstumssatz fortgeschrieben, der Wareneinsatz als Quote vom Umsatz gerechnet, Personal- und Sachkosten mit ihren eigenen Steigerungssätzen. Abschreibungen und Zinsen bleiben konstant. Auf das Betriebsergebnis wird die Steuer der gewählten Rechtsform gelegt: Gewerbesteuer mit dem Freibetrag von 24.500 € und der Steuermesszahl von 3,5% samt Anrechnung nach § 35 EStG beim Einzelunternehmen, ohne Freibetrag und ohne Anrechnung bei der GmbH, gar keine beim Freiberufler, dazu Einkommensteuer nach § 32a EStG oder Körperschaftsteuer von 15% und der Solidaritätszuschlag.

Wo es verwendet wird

  • Die Rentabilitätsvorschau für Bank, Bürgschaftsbank oder KfW aufstellen
  • Sehen, ab welchem Umsatz das Vorhaben die Fixkosten deckt
  • Rechtsformen anhand der tatsächlichen Steuerlast vergleichen
  • Prüfen, ob der Gewinn die geplante Privatentnahme trägt

Rechenbeispiel

Ein Einzelunternehmen plant im ersten Jahr 180.000 € Umsatz bei 35 Prozent Materialquote, also einem Rohertrag von …. Nach Gesamtkosten von … bleibt ein Betriebsergebnis von …. Beim Hebesatz von 400 Prozent fallen … Gewerbesteuer an, die über § 35 EStG auf die Einkommensteuer angerechnet wird; die gesamte Steuerlast beträgt …, also eine Steuerquote von …. Es verbleiben … Gewinn nach Steuern, und nach der geplanten Privatentnahme von 24.000 € noch … im Unternehmen. Die Fixkosten sind ab einem Umsatz von … gedeckt. Über 3 Jahre mit 10 Prozent Wachstum steigt der Umsatz auf … und der Gewinn nach Steuern auf …, kumuliert ….

Der Businessplan Rechner erstellt die Rentabilitätsvorschau, die jede Bank zum Gründungs- oder Erweiterungsvorhaben sehen will: Umsatz, Kosten, Betriebsergebnis, Steuern und Gewinn nach Steuern für bis zu fünf Planjahre, mit der Steuerlast der tatsächlich gewählten Rechtsform.

Warum der Zahlenteil über die Finanzierung entscheidet

Ein Businessplan besteht aus zwei Teilen, und der Textteil ist der leichtere. Geschäftsidee, Markt und Team lassen sich beschreiben. Der Zahlenteil dagegen wird gerechnet, und ihn liest jemand, der regelmäßig viele solcher Pläne prüft.

Geprüft wird dabei selten die Höhe des Gewinns, sondern ob die Zahlen zueinander passen: ob die Materialquote zur Branche passt, ob die Personalkosten zur geplanten Leistung passen, ob die Abschreibungen zu den Investitionen passen und ob unter dem Strich genug übrig bleibt, um den Kredit zu bedienen und den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Diese Struktur bildet die Rentabilitätsvorschau ab, und dieses Werkzeug rechnet sie durch.

Was der Businessplan Rechner berechnet

Sie tragen den Umsatz des ersten Jahres ein und das erwartete jährliche Wachstum. Der Wareneinsatz wird als Quote vom Umsatz geführt, weil er mit dem Geschäft mitwächst. Bei einem Handelsbetrieb sind 60 bis 75 Prozent üblich, bei einem Dienstleister oft unter 10 Prozent.

Darunter stehen die Kostenblöcke: Personal, Raum, sonstige Betriebskosten, Abschreibungen und Zinsaufwand. Personal- und Sachkosten lassen sich in den erweiterten Optionen mit eigenen Steigerungssätzen fortschreiben, weil Löhne und Mieten selten im selben Takt wachsen wie der Umsatz. Abschreibungen und Zinsen bleiben konstant, denn sie folgen einem Plan, keinem Index.

Aus Umsatz minus allen Kosten entsteht das Betriebsergebnis. Darauf setzt der Rechner die Steuer der gewählten Rechtsform, die Vorlagen aus dem Netz meist offen lassen.

Die Steuer je Rechtsform

Einzelunternehmen: Gewerbesteuer auf den auf volle hundert Euro abgerundeten Gewerbeertrag, abzüglich des Freibetrags von 24.500 Euro nach § 11 GewStG, multipliziert mit der Steuermesszahl von 3,5 Prozent und dem Hebesatz der Gemeinde. Anschließend Einkommensteuer nach dem Tarif des § 32a EStG, davon die Anrechnung des vierfachen Messbetrags nach § 35 EStG, danach der Solidaritätszuschlag, sofern die Freigrenze überschritten ist.

Freiberufler: keine Gewerbesteuer, also auch keine Anrechnung. Nur Einkommensteuer und gegebenenfalls Solidaritätszuschlag.

GmbH oder UG: Gewerbesteuer ohne Freibetrag und ohne Anrechnung, dazu 15 Prozent Körperschaftsteuer auf den vollen Gewinn und darauf der Solidaritätszuschlag. Der Körperschaftsteuersatz soll ab 2028 in fünf Schritten auf 10 Prozent sinken. Das Geschäftsführergehalt ist bei der Kapitalgesellschaft Betriebsausgabe und gehört in die Personalkosten, nicht unter die Gewinnzeile.

Der Hebesatz ist bewusst eine Eingabe. Er reicht vom Mindesthebesatz von 200 Prozent bis zu Spitzenwerten um 900 Prozent in einzelnen Gemeinden, und einen bundesweiten Wert gibt es nicht. Steuermesszahl, Freibetrag, Anrechnungsfaktor, Körperschaftsteuersatz und die Zonen des Einkommensteuertarifs stehen dagegen im Gesetz und sind hinterlegte Parameter.

Rechenbeispiel

Ein Einzelunternehmen plant im ersten Jahr 180.000 Euro Umsatz bei 35 Prozent Materialquote, also 117.000 Euro Rohertrag. Personal kostet 45.000 Euro, Räume 14.400 Euro, sonstige Betriebskosten 12.000 Euro, dazu 6.000 Euro Abschreibungen und 3.500 Euro Zinsen. Die Gesamtkosten liegen bei 143.900 Euro, das Betriebsergebnis bei 36.100 Euro.

Beim Hebesatz von 400 Prozent fallen 1.624 Euro Gewerbesteuer an. Die Einkommensteuer auf 36.100 Euro beträgt rund 6.001 Euro, davon werden dieselben 1.624 Euro angerechnet. Die Gewerbesteuer hebt sich bei diesem Hebesatz also vollständig auf. Die gesamte Steuerlast bleibt bei 6.001,38 Euro, eine Steuerquote von 16,62 Prozent. Es verbleiben 30.098,62 Euro Gewinn nach Steuern. Nach einer Privatentnahme von 24.000 Euro bleiben 6.098,62 Euro im Unternehmen.

Der Break-even-Umsatz liegt bei 124.462 Euro. Der Plan hat also rund 31 Prozent Luft nach unten, bevor das erste Jahr ins Minus rutscht. Ein solcher Puffer überzeugt bei der Bank.

Über drei Jahre mit zehn Prozent Wachstum steigt der Umsatz auf 217.800 Euro und der Gewinn nach Steuern auf 43.822,95 Euro, kumuliert 110.698,57 Euro.

Wie Sie die Zahlen plausibel halten

Rückfragen der Bank betreffen meist drei Stellen.

Erstens das Umsatzwachstum. Zweistellige Steigerungen über fünf Jahre wirken schnell unglaubwürdig, wenn im Textteil nicht steht, woher sie kommen sollen, etwa aus neuen Standorten, neuen Produkten oder einem bereits unterschriebenen Rahmenvertrag.

Zweitens die Personalkosten. Sie müssen die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung enthalten, also rund ein Fünftel über dem Bruttolohn liegen. Ein Plan, der nur Bruttogehälter ausweist, ist um diesen Betrag zu optimistisch.

Drittens die Privatentnahme. Sie muss den privaten Lebensunterhalt tatsächlich decken, einschließlich Kranken- und Altersvorsorge, die als Selbstständiger vollständig privat zu tragen sind. Eine Vorschau, die drei Jahre lang eine Entnahme von 1.000 Euro im Monat unterstellt, überzeugt niemanden.

Drei Jahre oder fünf?

Die Frage nach dem Planungshorizont beantwortet in der Regel der Adressat. Hausbanken und Bürgschaftsbanken arbeiten meist mit drei Jahren, weil darüber hinaus jede Zahl ohnehin eine Annahme über eine Annahme ist. Förderprogramme mit langer Laufzeit und Beteiligungsgeber verlangen häufig fünf.

Für die eigene Steuerung ist der längere Horizont trotzdem nützlich, und zwar wegen eines Effekts, den die Vorschau sichtbar macht: Der Steuerbetrag wächst beim Einzelunternehmen schneller als der Gewinn, weil der Einkommensteuertarif progressiv ist. Im Beispiel steigt die Steuerquote von 16,62 Prozent im ersten Jahr auf 22,9 Prozent im dritten. Wer das erst bei der ersten Vorauszahlung bemerkt, hat ein Liquiditätsproblem.

Der Rechner weist deshalb neben dem ersten auch das letzte Planjahr und die kumulierten Werte aus. Die Differenz zwischen der Steuerquote im ersten und im letzten Jahr gehört zu den wichtigsten Zahlen des ganzen Blatts.

Was sonst noch in den Zahlenteil gehört

Die Rentabilitätsvorschau ist eines von drei Blättern, die vollständige Businesspläne enthalten.

Der Kapitalbedarfsplan listet auf, was vor dem Start bezahlt werden muss: Investitionen, Warenerstausstattung, Gründungskosten und eine Reserve für die Anlaufphase. Er bestimmt die Kredithöhe und damit den Zinsaufwand, den Sie hier eintragen.

Die Liquiditätsplanung führt Monat für Monat Einzahlungen gegen Auszahlungen und zeigt, ob das Konto trägt. Sie unterscheidet sich von der Rentabilitätsvorschau an drei Stellen: Abschreibungen mindern das Ergebnis, kosten aber kein Geld. Tilgungen kosten Geld, mindern aber nicht das Ergebnis. Die Umsatzsteuer läuft durch, ohne je im Ergebnis aufzutauchen.

Erst zusammen ergeben die drei Blätter ein Bild. Ein Vorhaben kann rentabel und trotzdem zahlungsunfähig sein, und daran scheitern viele junge Unternehmen.

Grenzen dieser Vorschau

Die Rentabilitätsvorschau ist eine Ergebnisrechnung, kein Liquiditätsplan. Sie sagt, ob das Vorhaben Gewinn erwirtschaftet, nicht, ob zu jedem Zeitpunkt Geld auf dem Konto ist. Zahlungsziele, Lagerbestände, Tilgungen und Umsatzsteuervoranmeldungen bewegen Liquidität, ohne das Ergebnis zu berühren. Dafür ist eine eigene Liquiditätsplanung nötig.

Ebenfalls nicht abgebildet sind Verlustvorträge in die Folgejahre, der Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG, die Kleinunternehmerregelung, Sonderabschreibungen und die Umsatzsteuer, die hier durchgehend als durchlaufender Posten behandelt wird. Alle Umsatz- und Kostenangaben sind netto zu erfassen.

Das Ergebnis ist eine Schätzung auf Basis Ihrer Planannahmen und der hinterlegten gesetzlichen Parameter. Es ersetzt keine Steuerberatung und keine Prüfung durch Ihre Hausbank.

Über diesen Businessplan Rechner

Nutzen Sie diesen Businessplan Rechner, um sofort eine genaue Schätzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben (Gesetze im Internet) und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

Über diesen Businessplan Rechner

Nutzen Sie diesen Businessplan Rechner, um sofort eine genaue Schätzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben (Gesetze im Internet) und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

Tax year 2026

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Rentabilitätsvorschau?
Die Rentabilitätsvorschau ist der Zahlenteil eines Businessplans. Sie stellt für jedes Planjahr Umsatz, Wareneinsatz, Personal- und Sachkosten, Abschreibungen und Zinsen gegenüber und weist darunter das Betriebsergebnis, die Steuern und den Gewinn nach Steuern aus. Banken, Bürgschaftsbanken und die KfW verlangen sie regelmäßig für drei bis fünf Jahre.
Warum ist der Hebesatz eine Eingabe und kein hinterlegter Wert?
Jede Gemeinde legt ihn selbst fest. Die Spanne reicht vom gesetzlichen Mindesthebesatz von 200 Prozent bis zu Spitzenwerten um 900 Prozent in einzelnen kleinen Gemeinden. Großstädte liegen meist zwischen 400 und knapp 600 Prozent. Einen bundesweiten Wert gibt es nicht. Steuermesszahl und Freibetrag stehen dagegen im Gewerbesteuergesetz und sind deshalb Parameter des Rechners. Den Hebesatz Ihrer Gemeinde nennt das örtliche Steueramt.
Warum zahlt ein Einzelunternehmen bei Hebesatz 400 faktisch keine Gewerbesteuer?
§ 35 EStG rechnet den vierfachen Gewerbesteuer-Messbetrag auf die Einkommensteuer an. Bei einem Hebesatz von 400 Prozent entspricht die gezahlte Gewerbesteuer genau diesem Anrechnungsbetrag, sodass sie sich rechnerisch aufhebt, solange die Einkommensteuer hoch genug ist. Oberhalb von 400 Prozent bleibt eine Restbelastung, unterhalb verfällt ein Teil der möglichen Anrechnung.
Wie unterscheidet sich die GmbH in der Rechnung?
In drei Punkten. Sie bekommt keinen Gewerbesteuer-Freibetrag, sie kann die Gewerbesteuer nicht nach § 35 EStG anrechnen, und statt der progressiven Einkommensteuer zahlt sie den festen Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent plus Solidaritätszuschlag. Bei kleinen Gewinnen ist die GmbH deshalb meist teurer, bei hohen thesaurierten Gewinnen häufig günstiger.
Was sagt der Break-even-Umsatz?
Er nennt den Umsatz, ab dem die Fixkosten des ersten Jahres gedeckt sind. Gerechnet wird er als Fixkosten geteilt durch die Deckungsquote, also den Anteil vom Umsatz, der nach dem Wareneinsatz übrig bleibt. Liegt Ihr Planumsatz nur knapp darüber, ist der Plan anfällig: Schon ein Rückgang von zehn Prozent kippt das Ergebnis ins Minus.
Ist die Privatentnahme steuerlich abzugsfähig?
Beim Einzelunternehmen und beim Freiberufler nicht. Der Unternehmerlohn ist keine Betriebsausgabe, sondern eine Entnahme aus dem versteuerten Gewinn. Deshalb steht er in diesem Rechner unter der Steuerzeile. Bei einer GmbH ist das Geschäftsführergehalt dagegen Betriebsausgabe und gehört in die Personalkosten, nicht in das Feld für die Entnahme.

Über den Autor

Taha Kheirandish

Verfasst und geprüft von

Taha Kheirandish

Wirtschaftsstudent und unabhängiger Forscher

Taha Kheirandish liest Steuergesetze so, wie andere Landkarten lesen: um herauszufinden, wohin ein System tatsächlich führt — nicht, wohin es zu führen behauptet.

Er studiert Volkswirtschaftslehre, und seine Arbeit hier ist von Grund auf vergleichend angelegt. Der Zuschlag für einen späteren Rentenbeginn in Québec, die Entfernungspauschale in Deutschland, die Mietpreisbegrenzung in den Niederlanden: Jede dieser Regeln ist eine Entscheidung darüber, wie Geld fließen soll — und jede liest sich anders, sobald acht weitere danebenliegen. Er baut und prüft die Rechner dieser Seite für neun Märkte anhand der Primärquellen: das Gesetz statt einer Zusammenfassung, das Rundschreiben des Ministeriums statt einer Meldung darüber.

Das ist zugleich der redaktionelle Maßstab dieser Seite. Jeder Satz, jede Grenze und jede Stufe trägt hier das Dokument, aus dem sie stammt, und das Datum ihres Inkrafttretens — und wird überprüft, wenn sich das Recht ändert, nicht erst, wenn es jemandem auffällt.

Er ist Forscher, kein zugelassener Berater; nichts auf dieser Seite ist eine persönliche Finanzberatung. Es ist sorgfältig gerechnete Arithmetik mit offengelegten Quellen — damit Sie sie nachprüfen und mit ihr zu jemandem gehen können, der beraten darf.

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