JobRad-/Dienstrad-Leasing Rechner Deutschland
Der JobRad Rechner zeigt Netto-Aufwand der Gehaltsumwandlung, geldwerten Vorteil nach der Viertel-Regel, Übernahmepreis und den Vergleich zum Barkauf.

Wozu es dient
Der JobRad Rechner beziffert, was ein Dienstrad per Gehaltsumwandlung netto wirklich kostet, und stellt diesen Betrag dem Barkauf desselben Rades gegenüber. Er trennt dabei sauber die beiden Wege, die im Alltag ständig verwechselt werden: die Entgeltumwandlung, bei der Sie die Leasingrate aus dem Bruttogehalt tragen, und das Gehaltsextra, bei dem der Arbeitgeber zahlt und § 3 Nr. 37 EStG die Sache komplett steuerfrei stellt.
Datenquellen & Parameter
Die folgenden Werte steuern diesen Rechner. Wir halten sie mit den aktuellen offiziellen Vorgaben im Einklang, und jedes Ergebnis wird bei jeder Änderung automatisch neu berechnet.
| Parameter | Wert | Quelle | Zuletzt aktualisiert |
|---|---|---|---|
| Dienstrad per Entgeltumwandlung: 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises je Monat; ein zusätzlich zum Gehalt überlassenes Rad bleibt nach § 3 Nr. 37 EStG steuerfrei | 0,0025 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01Dienstrad per Entgeltumwandlung: 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises je Monat; ein zusätzlich zum Gehalt überlassenes Rad bleibt nach § 3 Nr. 37 EStG steuerfrei |
| BBG Renten-/Arbeitslosenversicherung | 101.400 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01Zitat ersetzt: der bisherige Verweis war reiner Text ohne Link. Jetzt auf § 4 SVBezGrV 2026; Wert unveraendert und dort geprueft. |
| BBG Kranken-/Pflegeversicherung | 69.750 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01Zitat ersetzt: der bisherige Verweis war der reine Text "BMAS — Beitragsbemessungsgrenzen Sozialversicherung" ohne Link. Jetzt auf § 2 Absatz 2 SVBezGrV 2026; Wert unveraendert und dort geprueft. |
| Rentenversicherung Arbeitnehmeranteil | 0,093 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01Geprüft: Beitragssatz 2026 in der allgemeinen Rentenversicherung 18,6 % (RVBeitrSBek 2026, BGBl. 2025 I Nr. 291); Arbeitnehmeranteil die Hälfte nach § 168 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI. |
| Arbeitslosenversicherung Arbeitnehmeranteil | 0,013 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01Zitat ersetzt: der bisherige Verweis war der reine Text "Bundesagentur fuer Arbeit — Beitragssatz Arbeitslosenversicherung" ohne Link. Jetzt auf § 341 Absatz 2 SGB III; Beitragssatz dort als 2,6 Prozent gelesen, Wert unveraendert. |
| Krankenversicherung Arbeitnehmeranteil | 0,0875 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01Geprüft: 14,6 % allgemeiner Beitragssatz (§ 241 SGB V) plus 2,9 % durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2026 (BMG-Bekanntmachung vom 7.11.2025, BAnz AT 10.11.2025 B7); Hälfte nach § 249 Abs. 1 SGB V. |
| Pflegeversicherung Arbeitnehmeranteil | 0,018 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Pflege Kinderlosenzuschlag | 0,006 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Werbungskostenpauschale | 1.230 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Grundfreibetrag | 12.348 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 2 obere Grenze | 17.799 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 3 obere Grenze | 69.878 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 4 obere Grenze | 277.825 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 2 Koeffizient a | 914,51 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 2 Koeffizient b | 1.400 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 3 Koeffizient a | 173,1 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 3 Koeffizient b | 2.397 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 3 Konstante c | 1.034,87 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 4 Grenzsteuersatz | 0,42 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 4 Subtrahend | 11.135,63 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 5 Grenzsteuersatz | 0,45 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Zone 5 Subtrahend | 19.470,38 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Solidaritätszuschlag | 0,055 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Soli-Freigrenze | 20.350 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
| Kirchensteuer 8% | 0,08 | gesetze-bayern.de | Gültig ab 2026-01-01Geprüft: 8 % in Bayern (Art. 8 Abs. 1 BayKirchStG: Umlagesatz höchstens zehn v.H.; Steuertipps des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen: Kirchensteuersatz 8 Prozent) und in Baden-Württemberg. |
| Kirchensteuer 9% | 0,09 | kirchenrecht-ekhn.de | Gültig ab 2026-01-01Geprüft: 9 % in den übrigen Ländern, z. B. Landeskirchensteuerbeschluss der EKHN für 2026 vom 26.11.2025 (ABl. 2026 S. 5 Nr. 2): Zuschlag von neun Prozent. |
Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.
Die Formel
Netto-Aufwand = Netto ohne Rad − Netto mit Rad; geldwerter Vorteil = abgerundete UVP × Satz nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG; Gesamtkosten Leasing = Netto-Aufwand × Laufzeit + Übernahmepreis
So funktioniert es
Bei der Entgeltumwandlung mindert die Leasingrate das Brutto und damit Lohnsteuer und Sozialabgaben. Gleichzeitig ist die Privatnutzung ein geldwerter Vorteil: § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG setzt beim Dienstrad ein Viertel der unverbindlichen Preisempfehlung als Bemessungsgrundlage an, sodass die Ein-Prozent-Regel monatlich auf ein Viertelprozent der UVP hinausläuft. Die UVP wird dafür auf volle hundert Euro abgerundet. Der Rechner stellt das Nettogehalt vor und nach dem Rad gegenüber; die Differenz ist der echte Aufwand. Am Ende der Laufzeit kommt der vertraglich vereinbarte Übernahmepreis hinzu.
Wo es verwendet wird
- Den Netto-Aufwand eines Dienstrad-Angebots vor der Unterschrift prüfen
- Leasing über die Gehaltsumwandlung mit dem Barkauf desselben Rades vergleichen
- Sehen, wie viel ein Arbeitgeberzuschuss oder ein Gehaltsextra wirklich bringt
Rechenbeispiel
Eine Angestellte mit 55.000 € Jahresbrutto least ein E-Bike mit einer UVP von 3.500 € über 36 Monate. Die Leasingrate von 95 € trägt sie vollständig selbst, also als Bruttoumwandlung von … im Monat. Für die Versteuerung wird die UVP auf … abgerundet; daraus ergibt sich ein geldwerter Vorteil von … monatlich. Ihr Netto sinkt von … auf … — der echte Aufwand beträgt also … im Monat, das sind … der Leasingrate. Über die gesamte Laufzeit sind das …, dazu der Übernahmepreis von …, zusammen …. Der Barkauf hätte … gekostet, die Ersparnis liegt bei … oder …. Steuerlich schlägt das mit … zu Buche, bei den Sozialabgaben mit …; ein Arbeitgeberanteil von … war in diesem Angebot nicht vorgesehen, über die Laufzeit also ….
JobRad Rechner: was das Werkzeug berechnet
Der JobRad Rechner beantwortet die Frage vor jeder Unterschrift unter einen Dienstrad-Vertrag: Was kostet mich das Rad netto wirklich? Sie geben die Preisempfehlung des Rades, die monatliche Leasingrate, die Laufzeit und Ihr Jahresbruttogehalt ein. Der Rechner stellt Ihr Nettogehalt vor und nach dem Rad gegenüber und weist die Differenz als tatsächlichen Aufwand aus, pro Monat und über die gesamte Laufzeit.
Die Angebotsblätter der Anbieter zeigen meist nur eine Rate und daneben eine Prozentzahl, die eine Ersparnis verspricht. Wie diese Ersparnis zustande kommt, ob sie bei Ihrem Gehalt überhaupt eintritt und was am Ende der Laufzeit noch fällig wird, bleibt offen. Diese drei Punkte rechnet der Rechner aus.
Rechenbeispiel
Ein Rad mit 3.500 Euro UVP, 95 Euro Leasingrate über 36 Monate, 55.000 Euro Jahresbrutto, ohne Kirchensteuer und ohne Arbeitgeberzuschuss: Der Bruttoverzicht von 95 Euro spart monatlich rund 22 Euro Steuer und 18 Euro Sozialabgaben, der geldwerte Vorteil beträgt 8,75 Euro. Ihr Netto sinkt damit um rund 55 Euro im Monat, über die Laufzeit um etwa 1.971 Euro.
Mit einem Übernahmepreis von 18 Prozent, also 630 Euro, kostet Sie das Rad insgesamt rund 2.601 Euro. Gegenüber dem Barkauf für 3.500 Euro sparen Sie gut 899 Euro oder knapp 26 Prozent.
Die Viertel-Regel: warum das Dienstrad so günstig versteuert wird
Ein Dienstrad, das Sie auch privat fahren dürfen, ist ein geldwerter Vorteil und muss versteuert werden. Bis 2018 galt dafür dieselbe Ein-Prozent-Regel wie beim Dienstwagen, 2019 die Hälfte der Preisempfehlung. Seit 2020 setzt § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG die Bemessungsgrundlage auf ein Viertel der unverbindlichen Preisempfehlung herab. Ein Prozent von einem Viertel sind 0,25 Prozent. Dieser Satz ist im Rechner als Parameter hinterlegt.
Zwei Details werden oft übersehen. Erstens wird die Preisempfehlung vor der Rechnung auf volle hundert Euro abgerundet, aus 2.450 Euro werden also 2.400 Euro Bemessungsgrundlage. Zweitens gilt die Viertel-Regel für Pedelecs bis 25 km/h ebenso wie für normale Fahrräder. Schnellere S-Pedelecs gelten verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug und folgen den Dienstwagenregeln. Dafür ist der Elektro-Dienstwagen-Rechner das passende Werkzeug.
Der geldwerte Vorteil erhöht das steuer- und beitragspflichtige Brutto, obwohl kein Geld fließt. Er holt also einen Teil der Ersparnis aus der Bruttoumwandlung zurück. Der Rechner bildet beides getrennt ab: Die Umwandlung senkt das Brutto, der geldwerte Vorteil erhöht die Bemessungsgrundlagen wieder.
Zwei Modelle, die man nicht verwechseln darf
Unter demselben Markennamen gibt es zwei völlig verschiedene Konstruktionen.
- Entgeltumwandlung: Sie verzichten auf einen Teil Ihres Bruttogehalts in Höhe der Leasingrate. Steuer und Sozialabgaben sinken, dafür versteuern Sie die Privatnutzung. Das ist der Regelfall und die Voreinstellung des Rechners.
- Gehaltsextra: Der Arbeitgeber überlässt Ihnen das Rad zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn. Nach § 3 Nr. 37 EStG ist das steuer- und beitragsfrei. Es gibt keinen Bruttoverzicht, keinen geldwerten Vorteil und keinen Netto-Aufwand.
Wählen Sie im Rechner das Gehaltsextra, fallen Netto-Aufwand und geldwerter Vorteil auf null, und es bleibt nur der Übernahmepreis am Laufzeitende. Viele Arbeitgeber mischen die Modelle und übernehmen einen Teil der Rate. Dafür gibt es die Eingabe für den Arbeitgeberanteil, der die Bruttoumwandlung entsprechend verkleinert.
Beitragsbemessungsgrenzen: warum die Ersparnis mit dem Gehalt schrumpft
Die Sozialabgaben sind an zwei Stellen gedeckelt: Kranken- und Pflegeversicherung 2026 bei 69.750 Euro im Jahr, Renten- und Arbeitslosenversicherung bei 101.400 Euro. Beide Werte sind als Parameter hinterlegt und ändern sich jährlich.
Liegt Ihr Gehalt über der Grenze für die Krankenversicherung, senkt die Umwandlung dort keine Beiträge mehr, weil Sie ohnehin nur bis zur Grenze zahlen. Der Anteil der Sozialabgaben an der Ersparnis sinkt dann spürbar. Die Steuerersparnis steigt dagegen mit dem Grenzsteuersatz, sodass Gutverdiener insgesamt oft trotzdem gut fahren, nur aus einem anderen Grund als Geringverdiener. Der Rechner weist Steuer- und Beitragsersparnis deshalb getrennt aus.
Der Übernahmepreis am Laufzeitende
Nach 36 Monaten gehört das Rad dem Leasinggeber, nicht Ihnen. Meist wird es Ihnen zum Kauf angeboten, und der Preis dafür bestimmt die Gesamtrechnung mit. Üblich sind Angebote um 17 bis 18 Prozent der ursprünglichen Preisempfehlung. Die Finanzverwaltung setzt den üblichen Endpreis nach 36 Monaten vereinfachend mit 40 Prozent an. Wird das Rad günstiger überlassen, ist die Differenz ein geldwerter Vorteil, den viele Anbieter pauschal versteuern. Weil der Prozentsatz je Vertrag verschieden ist, ist er im Rechner eine Eingabe. Tragen Sie ein, was in Ihrem Vertrag steht.
Der Rechner addiert den Übernahmepreis zum aufsummierten Netto-Aufwand und vergleicht die Summe mit dem Barkaufpreis. Das Balkendiagramm zeigt Barkauf, Netto-Gehaltsverzicht, Übernahmepreis und Gesamtkosten des Leasings nebeneinander.
Wer ein Dienstrad überhaupt bekommt
Die Gehaltsumwandlung setzt einen Rahmenvertrag zwischen Ihrem Arbeitgeber und einem Leasinganbieter voraus. Ohne diesen Vertrag gibt es kein Angebot. Der Arbeitgeber wird formal Leasingnehmer und überlässt Ihnen das Rad, Sie tragen wirtschaftlich die Rate. Beamte, Minijobber und Auszubildende sind häufig ausgeschlossen, weil die Umwandlung sonst unter den Mindestlohn oder unter die Geringfügigkeitsgrenze drücken würde. Auch bei Elternzeit oder längerer Krankheit stellt sich die Frage, wer die Rate weiterzahlt, wenn kein Bruttogehalt mehr fließt.
Für Selbstständige gilt die Rechnung dieses Rechners nicht. Wer ein Rad ins Betriebsvermögen nimmt, zieht die Leasingraten als Betriebsausgabe ab und versteuert die Privatnutzung gesondert. Dort geht es um Gewinn und Vorsteuer, nicht um Lohnsteuer und Sozialabgaben. Dafür ist der EÜR-Rechner die passende Anlaufstelle.
Grenzen des Modells
Die Berechnung folgt derselben vereinfachten Lohnsteuerlogik wie der Brutto-Netto-Rechner: Das zu versteuernde Einkommen ergibt sich aus dem Brutto abzüglich der Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung und der Werbungskostenpauschale. Die Vorsorgepauschale des amtlichen Programmablaufplans wird damit angenähert, nicht genau nachgebildet. Den Solidaritätszuschlag setzt der Rechner oberhalb der Freigrenze sofort voll an, ohne die gesetzliche Milderungszone. Kinderfreibeträge, andere Steuerklassen als die Grundtabelle, eingetragene Freibeträge und ein abweichender Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse bleiben außen vor.
Nicht berücksichtigt sind außerdem Versicherungs- oder Servicepauschalen, die manche Anbieter zusätzlich zur Rate berechnen, und die Frage, ob Ihr Arbeitgeber die Rate bei Krankheit oder Elternzeit weiterzahlt. Beides steht im Rahmenvertrag und kann die Rechnung verschieben.
Alle Ergebnisse sind eine Schätzung auf Basis Ihrer Eingaben und der hinterlegten Werte für 2026 und ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung. Maßgeblich sind Ihre Lohnabrechnung und Ihr Leasingvertrag.
Über diesen JobRad Rechner
Nutzen Sie diesen JobRad Rechner, um sofort eine genaue Schätzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben (Gesetze im Internet) und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.
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