Bildung und Teilhabe Rechner Deutschland

Der Bildung und Teilhabe Rechner zeigt Schulbedarf, Teilhabebudget, Mittagessen, Schülerbeförderung und Lernförderung nach § 28 SGB II im Überblick.

Bildung und Teilhabe Rechner Deutschland
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Gesamtanspruch im Zeitraum —
Durchschnitt pro Monat —
Persönlicher Schulbedarf —
Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben —
Mittagsverpflegung —
Schülerbeförderung —
Lernförderung —
Ausflüge und Klassenfahrten —
Teilhabe-Budget je Kind und Jahr —
Anspruch dem Grunde nach (1 = ja, 0 = nein) —

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Wozu es dient

Der Bildung und Teilhabe Rechner ermittelt, welche Leistungen des Bildungspakets nach §28 SGB II einer Familie zustehen. Er addiert die beiden festen Beträge für den persönlichen Schulbedarf und die Teilhabe am sozialen Leben zu den vier bedarfsabhängigen Positionen, die in tatsächlicher Höhe übernommen werden.

Datenquellen & Parameter

Die folgenden Werte steuern diesen Rechner. Wir halten sie mit den aktuellen offiziellen Vorgaben im Einklang, und jedes Ergebnis wird bei jeder Änderung automatisch neu berechnet.

ParameterWertQuelleZuletzt aktualisiert
Bildung und Teilhabe (§ 28 SGB II): persönlicher Schulbedarf 195 Euro je Schuljahr (130 Euro im August, 65 Euro im Februar); Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben 15 Euro monatlich; übrige Leistungen in tatsächlicher HöheTarifstaffelgesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Bildung und Teilhabe (§ 28 SGB II): persönlicher Schulbedarf 195 Euro je Schuljahr, Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben 15 Euro monatlich, übrige Leistungen in tatsächlicher Höhe; Beträge noch zu bestätigen.

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Die Formel

Anspruch = Schulkinder × Schulbedarf je Schuljahr + Kinder × Teilhabe je Monat × Monate + (Mittagessen + Beförderung + Lernförderung) × Monate + Ausflüge + Klassenfahrten

So funktioniert es

Zuerst prüft der Rechner den Zugang: Bürgergeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Asylbewerberleistungen öffnen das Bildungspaket. Danach werden Schulbedarf je Schulkind und Schuljahr sowie das Teilhabebudget je Kind und Monat angesetzt und um Mittagsverpflegung, Schülerbeförderung, Lernförderung, Ausflüge und Klassenfahrten in der von Ihnen eingetragenen Höhe ergänzt.

Wo es verwendet wird

  • Den Gesamtwert des Bildungspakets für die eigene Familie beziffern
  • Vor dem Antrag prüfen, welche Positionen überhaupt in Frage kommen
  • Den Monatsdurchschnitt für die Haushaltsplanung ermitteln
  • Erkennen, wie viel das Teilhabebudget über ein ganzes Jahr wert ist

Rechenbeispiel

Eine Familie im Bürgergeldbezug mit 2 Schulkindern und 1 Kita-Kind erhält über 12 Monate … persönlichen Schulbedarf und … für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Dazu kommen … Mittagsverpflegung bei 90,00 € im Monat, … Schülerbeförderung bei 58,00 € im Monat sowie … für Ausflüge und Klassenfahrten. Der Gesamtanspruch liegt damit bei … oder … im Monat.

Viele Familien kennen das Bildungspaket nicht und verzichten so auf Geld. Bildung und Teilhabe ist ein eigener Leistungsbereich neben dem Regelbedarf. Der Rechner beziffert, was einer Familie daraus zusteht: die beiden festen Beträge des Gesetzes und die vier Positionen, die in tatsächlicher Höhe erstattet werden.

Was Bildung und Teilhabe umfasst

Die Leistungen für Bildung und Teilhabe stehen in § 28 SGB II und gleichlautend in § 34 SGB XII. Der pauschale Regelbedarf eines Kindes deckt Ernährung, Kleidung und Alltag, aber nicht die Kosten für Schulranzen, Vereinsbeitrag oder Klassenfahrt. Dafür gibt es dieses Paket.

Es besteht aus sechs Positionen. Zwei sind feste Beträge, die mit den Regelbedarfen fortgeschrieben werden: der persönliche Schulbedarf je Schuljahr, derzeit 195 Euro, und das Teilhabebudget von 15 Euro im Monat. Die anderen vier, also Mittagsverpflegung, Schülerbeförderung, Lernförderung sowie Ausflüge und Klassenfahrten, haben keinen Festbetrag. Sie werden in der Höhe übernommen, in der sie tatsächlich anfallen. Deshalb fragt der Rechner diese vier als Eingaben ab.

Wer Anspruch hat

Der Zugang hängt an einer bereits bewilligten Leistung, nicht direkt am Einkommen. Dazu zählen Grundsicherungsgeld nach dem SGB II (früher Bürgergeld) und Sozialhilfe nach dem SGB XII, außerdem Kinderzuschlag, Wohngeld und Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Für Haushalte knapp oberhalb der Grundsicherung ist oft der Kinderzuschlag der Weg ins Bildungspaket. Wer ihn bewilligt bekommt, erhält das Bildungspaket gleich mit. Der Rechner fragt deshalb zuerst nach der laufenden Leistung. Wählen Sie keine der genannten Leistungen, weist er null aus.

So arbeitet der Rechner

Sie geben an, wie viele Schulkinder unter achtzehn und wie viele Kita-Kinder im Haushalt leben und wie viele Monate der Bewilligungszeitraum umfasst. Der persönliche Schulbedarf wird je Schulkind und Schuljahr angesetzt. Er hängt nicht von der Zahl der Monate ab, weil er als Schuljahresleistung in zwei Raten fließt. Das Teilhabebudget gilt für jedes Kind unter achtzehn, ob Schule oder Kita, und wird mit der Zahl der Monate multipliziert.

Die vier bedarfsabhängigen Positionen tragen Sie als Gesamtbetrag für alle Kinder ein. Mittagsverpflegung, Schülerbeförderung und Lernförderung sind Monatsbeträge und werden hochgerechnet, Ausflüge und Klassenfahrten gehen als Jahreswert ein. Am Ende sehen Sie den Gesamtanspruch, den Monatsdurchschnitt und jede Position einzeln.

Rechenbeispiel

Eine Familie im Grundsicherungsbezug hat zwei Schulkinder und ein Kita-Kind. Über zwölf Monate ergibt der Schulbedarf für die beiden Schulkinder 390 Euro, das Teilhabebudget für alle drei Kinder 540 Euro. Kostet das Mittagessen zusammen 90 Euro im Monat, kommen 1.080 Euro hinzu. Ein Schulticket für 58 Euro im Monat bringt weitere 696 Euro. Ausflüge für 60 Euro und eine Klassenfahrt für 250 Euro ergeben 310 Euro. Der Gesamtanspruch liegt damit bei 3.016 Euro im Jahr, rund 251 Euro im Monat.

Mit diesem Betrag lohnt sich der Antrag auch dann, wenn er Papierkram bedeutet.

Die sechs Positionen im Einzelnen

Der persönliche Schulbedarf deckt Ranzen, Hefte, Stifte und Sportzeug. Er wird in zwei Raten gezahlt, die größere im August zum Schuljahresbeginn, die kleinere im Februar. Im Bezug von Grundsicherungsgeld läuft die Zahlung meist automatisch.

Das Budget für Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben gibt es monatlich für Kinder unter achtzehn. Es finanziert Vereinsbeiträge, Musikschule, Ferienfreizeiten oder Museumsbesuche. Weil es angespart werden darf, lässt sich damit auch eine einzelne teurere Freizeit bezahlen. Der Rechner weist den Jahreswert je Kind gesondert aus.

Die gemeinschaftliche Mittagsverpflegung wird in voller Höhe übernommen, seit der frühere Eigenanteil entfallen ist. Das Essen muss in Schule, Hort, Kita oder Kindertagespflege gemeinsam eingenommen werden.

Die Schülerbeförderung wird übernommen, wenn die nächstgelegene Schule des gewählten Bildungsgangs nicht zu Fuß erreichbar ist und niemand sonst die Kosten trägt. In vielen Bundesländern zahlt das Land das Schulticket ohnehin, dann bleibt für das Bildungspaket nichts zu tun.

Die Lernförderung wird am seltensten beantragt. Sie finanziert Nachhilfe, wenn ein wesentliches Lernziel, etwa die Versetzung, gefährdet ist. Eine Bestätigung der Schule ist praktisch immer nötig. Eine unmittelbare Versetzungsgefährdung ist nicht mehr zwingend.

Ausflüge und Klassenfahrten werden in tatsächlicher Höhe übernommen, eintägige Ausflüge von Schule und Kita ebenso wie mehrtägige Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen.

Antrag und häufige Fehler

Zuständig ist das Jobcenter, wenn die Familie Grundsicherungsgeld bezieht, sonst die Kommune, je nach Bundesland Sozialamt, Landkreis oder kreisfreie Stadt. Für Mittagessen und Schülerbeförderung reicht oft ein Formular, für Lernförderung und Klassenfahrten braucht es eine Bestätigung der Schule.

Der häufigste Fehler ist ein zu später Antrag. Leistungen gibt es grundsätzlich ab Antragstellung, rückwirkend nur eingeschränkt. Wer im Herbst weiß, dass im Frühjahr eine Klassenfahrt ansteht, sollte nicht bis zur Rechnung warten. Außerdem glauben viele, mit dem Antrag auf Grundsicherung sei alles erledigt. Der Schulbedarf läuft meist automatisch, die übrigen Positionen müssen Sie gesondert beantragen.

Familien mit Wohngeld oder Kinderzuschlag halten das Bildungspaket oft für eine reine Leistung der Grundsicherung und stellen keinen Antrag. Gerade diese Annahme kostet sie am meisten Geld.

Das Verhältnis zu anderen Familienleistungen

Das Bildungspaket kommt zum Kindergeld hinzu. Kindergeld wird für jedes Kind gezahlt und auf das Grundsicherungsgeld als Einkommen des Kindes angerechnet. Die Leistungen für Bildung und Teilhabe werden dagegen weder angerechnet noch gekürzt.

Der Kinderzuschlag richtet sich an Familien, deren Einkommen für die Eltern reicht, aber nicht für die Kinder. Wird er bewilligt, öffnet er den Zugang zum Bildungspaket. Für viele Haushalte im unteren Einkommensbereich ist das finanziell besonders wirksam, weil das Bildungspaket über das Jahr zusätzlich einiges bringt.

Auch Wohngeld öffnet den Zugang. Seit der Wohngeldreform beziehen deutlich mehr Haushalte Wohngeld, ohne zu wissen, dass damit das Bildungspaket verbunden ist. Wer Wohngeld erhält und schulpflichtige Kinder hat, sollte die sechs Positionen einzeln durchgehen.

Der Unterhaltsvorschuss öffnet den Zugang nicht. Alleinerziehende, die ihn beziehen, sollten zusätzlich prüfen, ob Grundsicherung, Kinderzuschlag oder Wohngeld in Frage kommen.

Was der Rechner nicht leistet

Der Rechner prüft nicht, ob eine Leistung im Einzelfall bewilligt wird. Über die Angemessenheit eines Schultickets, die Notwendigkeit einer Lernförderung und Sonderregeln einzelner Kommunen entscheidet die Behörde. Der Rechner zeigt den Rahmen, um den es beim Antrag geht.

Alle Ergebnisse sind eine Schätzung zur Orientierung und keine Rechts- oder Sozialberatung. Verbindlich entscheidet der Bescheid des Jobcenters oder der zuständigen Kommune.

Über dieses Tool: Bildung und Teilhabe

Bildung und Teilhabe: Mit diesem Tool erhalten Sie sofort eine genaue Schätzung. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

Tax year 2026

Häufig gestellte Fragen

Wer hat Anspruch auf das Bildungspaket?
Kinder und Jugendliche in Familien, die Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld), Sozialhilfe, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Asylbewerberleistungen beziehen. Der Bezug einer dieser Leistungen öffnet das Bildungspaket, ohne sie besteht kein Anspruch.
Welche sechs Leistungen umfasst das Bildungspaket?
Persönlicher Schulbedarf, Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben, gemeinschaftliche Mittagsverpflegung, Schülerbeförderung, Lernförderung sowie ein- und mehrtägige Ausflüge und Klassenfahrten. Zwei davon sind feste Beträge, vier werden in tatsächlicher Höhe übernommen.
Wann wird der Schulbedarf ausgezahlt?
Der persönliche Schulbedarf wird je Schuljahr in zwei Raten gezahlt, die größere zu Beginn des ersten Schulhalbjahres im August, die kleinere zum zweiten Halbjahr im Februar. Im Bezug von Grundsicherungsgeld kommt die Zahlung meist automatisch ohne eigenen Antrag.
Muss ich für das Mittagessen etwas dazuzahlen?
Nein. Der frühere Eigenanteil für die gemeinschaftliche Mittagsverpflegung ist entfallen. Die Kosten werden in voller Höhe übernommen, solange das Essen in Schule, Kita oder Kindertagespflege gemeinsam eingenommen wird.
Wofür kann das Teilhabebudget verwendet werden?
Für Mitgliedsbeiträge im Sportverein, Musikunterricht, Freizeiten, Ferienlager oder ähnliche Angebote. Das Budget kann innerhalb des Bewilligungszeitraums angespart werden, sodass sich auch eine teurere Freizeit finanzieren lässt.
Wo stelle ich den Antrag?
Beim Jobcenter, wenn die Familie Grundsicherungsgeld bezieht, sonst bei der Kommune, also je nach Bundesland beim Sozialamt, beim Landkreis oder bei der kreisfreien Stadt. Für Lernförderung und Klassenfahrten ist meist eine Bestätigung der Schule beizufügen.

Über den Autor

Taha Kheirandish

Verfasst und geprüft von

Taha Kheirandish

Wirtschaftsstudent und unabhängiger Forscher

Taha Kheirandish liest Steuergesetze so, wie andere Landkarten lesen: um herauszufinden, wohin ein System tatsächlich führt — nicht, wohin es zu führen behauptet.

Er studiert Volkswirtschaftslehre, und seine Arbeit hier ist von Grund auf vergleichend angelegt. Der Zuschlag für einen späteren Rentenbeginn in Québec, die Entfernungspauschale in Deutschland, die Mietpreisbegrenzung in den Niederlanden: Jede dieser Regeln ist eine Entscheidung darüber, wie Geld fließen soll — und jede liest sich anders, sobald acht weitere danebenliegen. Er baut und prüft die Rechner dieser Seite für neun Märkte anhand der Primärquellen: das Gesetz statt einer Zusammenfassung, das Rundschreiben des Ministeriums statt einer Meldung darüber.

Das ist zugleich der redaktionelle Maßstab dieser Seite. Jeder Satz, jede Grenze und jede Stufe trägt hier das Dokument, aus dem sie stammt, und das Datum ihres Inkrafttretens — und wird überprüft, wenn sich das Recht ändert, nicht erst, wenn es jemandem auffällt.

Er ist Forscher, kein zugelassener Berater; nichts auf dieser Seite ist eine persönliche Finanzberatung. Es ist sorgfältig gerechnete Arithmetik mit offengelegten Quellen — damit Sie sie nachprüfen und mit ihr zu jemandem gehen können, der beraten darf.

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