Black-Scholes-Optionspreisrechner Deutschland

Mit diesem Black-Scholes-Rechner bewerten Sie europäische Call- und Put-Optionen aus Kurs, Basispreis, Laufzeit, Zins und Volatilität.

Black-Scholes-Optionspreisrechner Deutschland
€
€
years
%
%
Preis der Call-Option —
Preis der Put-Option —
d1 —

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Wozu es dient

Der Black-Scholes-Rechner bewertet eine europäische Call- und Put-Option auf einen dividendenlosen Basiswert. Geben Sie Kassakurs, Basispreis, Restlaufzeit, risikolosen Zins und Volatilität ein, um den theoretischen fairen Wert jedes Kontrakts zu sehen.

Datenquellen & Parameter

Dieser Rechner verwendet finanzmathematische Standardformeln und läuft vollständig in Ihrem Browser. Er benötigt keine externen Daten — Ihr Ergebnis wird allein aus den oben eingegebenen Werten berechnet.

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Die Formel

Call = S·N(d1) − K·e^(−rT)·N(d2), mit d1 = (ln(S/K) + (r + v²/2)T) / (v√T) und d2 = d1 − v√T

So funktioniert es

Das Modell diskontiert den Basispreis mit dem risikolosen Zins und gewichtet die Wahrscheinlichkeit, dass die Option im Geld endet, ausgedrückt durch die Normalverteilungsterme N(d1) und N(d2). Der Call-Wert ist der Kassakurs mal N(d1) minus dem diskontierten Basispreis mal N(d2); der Put folgt aus der Put-Call-Parität.

Wo es verwendet wird

  • Schätzung der fairen Prämie einer Aktienoption vor dem Handel
  • Wirkung von Volatilität und Restlaufzeit auf den Optionswert erkennen
  • Marktpreise gegen einen theoretischen Referenzwert vergleichen

Rechenbeispiel

Eine Aktie notiert bei 100,00 € mit einem Basispreis von 100,00 €, einem Jahr Restlaufzeit, 5% risikolosem Zins und 20% Volatilität. Das Modell bewertet den Call mit … und den Put mit …, bei einem d1 von ….

Was der Black-Scholes-Rechner leistet

Der Rechner bewertet eine europäische Call- und Put-Option auf einen Basiswert ohne Dividenden. Aus Kassakurs, Basispreis, Restlaufzeit, risikolosem Zins und Volatilität berechnet er den theoretischen Wert beider Kontrakte. Diesen können Sie mit dem Marktpreis vergleichen, was der Ausgangspunkt vieler Optionsstrategien ist.

Die Geschichte hinter dem Modell

Fischer Black und Myron Scholes veröffentlichten das Modell 1973, Robert Merton lieferte wesentliche Beiträge. Damit gab es erstmals eine geschlossene Formel für den Wert einer Option; vorher beruhte die Bewertung auf Urteil und Faustregeln. Merton und Scholes erhielten dafür 1997 den Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften; Black war 1995 gestorben.

Der Grundgedanke: Die Auszahlung einer Option lässt sich durch fortlaufenden Handel mit dem Basiswert und einer risikolosen Anleihe nachbilden. Die Option muss daher so viel wert sein wie dieses Portfolio, sonst gäbe es einen risikolosen Gewinn. Deshalb kommt die erwartete Rendite der Aktie in der Formel nicht vor.

Wie die Formel arbeitet

Zuerst berechnet der Rechner zwei Hilfsgrößen:

  • d1 misst, wie weit die Option im Geld liegt, bereinigt um den risikolosen Zins und die Volatilität über die Restlaufzeit.
  • d2 ist d1 minus Volatilität mal Wurzel der Restlaufzeit und hängt mit der risikoneutralen Wahrscheinlichkeit zusammen, dass ein Call im Geld endet.

Beide werden über die kumulative Standardnormalverteilung, N(d1) und N(d2), in Wahrscheinlichkeiten zwischen null und eins umgewandelt. Der Call-Wert ist der Kassakurs mal N(d1) minus der mit dem risikolosen Zins abgezinste Basispreis mal N(d2). Der Put-Wert folgt aus der Put-Call-Parität. Der Rechner zeigt auch d1 an.

Die fünf Eingaben und ihre Wirkung

  • Kassakurs: Ein höherer Kurs erhöht den Call und senkt den Put.
  • Basispreis: Ein höherer Basispreis senkt den Call und erhöht den Put.
  • Restlaufzeit: Mehr Zeit lässt dem Kurs mehr Spielraum und erhöht bei europäischen Optionen ohne Dividenden in der Regel beide Werte.
  • Risikoloser Zins: Ein höherer Zins erhöht den Call leicht und senkt den Put, weil der Basispreis stärker abgezinst wird.
  • Volatilität: Höhere Volatilität erhöht Call und Put, weil eine größere Kursspanne bei begrenztem Verlust wertvoll ist.

Warum die Volatilität so viel ausmacht

Kurs, Basispreis, Laufzeit und Zins sind bekannt oder notiert, die Volatilität muss geschätzt werden. Händler rechnen das Modell deshalb oft rückwärts: Aus dem Marktpreis einer Option ermitteln sie die Volatilität, die diesen Preis ergibt. Diese implizite Volatilität ist eine der meistbeachteten Kennzahlen am Optionsmarkt.

Weil schon kleine Änderungen der Volatilität den Preis stark verändern, beruht eine Abweichung zwischen Modell und Marktpreis meist auf einer anderen Volatilitätsannahme und nicht auf einer echten Fehlbewertung.

Die Ergebnisse nutzen

Das Ergebnis ist ein theoretischer Bezugswert. Das Modell setzt konstante Volatilität, keine Dividenden, keine Transaktionskosten und lückenlosen Handel voraus. Wo das nicht zutrifft, weichen Modell- und Marktpreis ab, und gerade diese Abweichung kann aufschlussreich sein.

  • Ändern Sie die Volatilität, um zu sehen, wie viel des Preises auf Unsicherheit beruht.
  • Verkürzen Sie die Restlaufzeit, um den Zeitwertverlust zu sehen, der gekaufte Optionen mit der Zeit entwertet.
  • Verschieben Sie den Basispreis über und unter den Kurs, um zu sehen, wann der Preis vor allem aus innerem Wert und wann vor allem aus Zeitwert besteht.

Häufige Fehler

  • Falsche Volatilität: Ein aus einer einzelnen Tagesbewegung hochgerechneter Wert ist unzuverlässig. Verwenden Sie eine Schätzung für die gesamte Restlaufzeit.
  • Dividenden übersehen: Auf eine Aktie oder einen Index mit hohen Dividenden angewandt, überschätzt diese Form den Call und unterschätzt den Put.
  • Das Modell für die Wirklichkeit halten: Black-Scholes ist ein einheitlicher, nachvollziehbarer Bezugspunkt, den alle gleich berechnen, keine exakte Beschreibung des Marktes.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information und ist keine Finanzberatung.

Über diesen Black-Scholes Rechner

Nutzen Sie diesen Black-Scholes Rechner, um sofort eine Schätzung auf Basis Ihrer eigenen Angaben zu erhalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert der Black-Scholes-Rechner?
Sie geben Aktienkurs, Basispreis, Restlaufzeit in Jahren, risikolosen Zins und Volatilität ein. Der Rechner wendet die Black-Scholes-Merton-Formel an und zeigt den theoretischen Wert einer europäischen Call- und Put-Option sowie den Zwischenwert d1.
Was ist der Unterschied zwischen Call und Put?
Ein Call gibt das Recht, den Basiswert zum Basispreis zu kaufen, und gewinnt an Wert, wenn der Kurs steigt. Ein Put gibt das Recht, zum Basispreis zu verkaufen, und gewinnt, wenn der Kurs fällt. Der Rechner bewertet beide aus denselben Eingaben.
Was bedeutet Volatilität im Modell?
Die annualisierte Standardabweichung der Renditen des Basiswerts. Höhere Volatilität erhöht den Wert von Calls und Puts, weil eine größere Spanne möglicher Kurse die Chance erhöht, dass die Option tief im Geld endet, während der Verlust auf die Prämie begrenzt ist.
Berücksichtigt dieses Modell Dividenden?
Nein. Der Rechner nutzt die klassische Form für einen Basiswert ohne Dividenden. Bei einer Dividendenaktie oder einem Index ziehen Sie den Barwert der erwarteten Dividenden vom Kurs ab oder verwenden eine dividendenbereinigte Variante.
Warum weichen Marktpreise vom Modell ab?
Black-Scholes setzt konstante Volatilität, keine Dividenden und lückenlosen Handel voraus, was reale Märkte nicht erfüllen. Händler passen die Volatilität so an, dass die Marktpreise getroffen werden; daraus entsteht der Volatilitäts-Smile. Das Modell ist ein Bezugswert, kein exakter Preis.
Bleiben meine Daten privat?
Ja. Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser. Nichts, was Sie eingeben, wird hochgeladen, gespeichert oder weitergegeben.

Über den Autor

Taha Kheirandish

Verfasst und geprüft von

Taha Kheirandish

Wirtschaftsstudent und unabhängiger Forscher

Taha Kheirandish liest Steuergesetze so, wie andere Landkarten lesen: um herauszufinden, wohin ein System tatsächlich führt — nicht, wohin es zu führen behauptet.

Er studiert Volkswirtschaftslehre, und seine Arbeit hier ist von Grund auf vergleichend angelegt. Der Zuschlag für einen späteren Rentenbeginn in Québec, die Entfernungspauschale in Deutschland, die Mietpreisbegrenzung in den Niederlanden: Jede dieser Regeln ist eine Entscheidung darüber, wie Geld fließen soll — und jede liest sich anders, sobald acht weitere danebenliegen. Er baut und prüft die Rechner dieser Seite für neun Märkte anhand der Primärquellen: das Gesetz statt einer Zusammenfassung, das Rundschreiben des Ministeriums statt einer Meldung darüber.

Das ist zugleich der redaktionelle Maßstab dieser Seite. Jeder Satz, jede Grenze und jede Stufe trägt hier das Dokument, aus dem sie stammt, und das Datum ihres Inkrafttretens — und wird überprüft, wenn sich das Recht ändert, nicht erst, wenn es jemandem auffällt.

Er ist Forscher, kein zugelassener Berater; nichts auf dieser Seite ist eine persönliche Finanzberatung. Es ist sorgfältig gerechnete Arithmetik mit offengelegten Quellen — damit Sie sie nachprüfen und mit ihr zu jemandem gehen können, der beraten darf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert