Mietrendite-Rechner Deutschland

Der Mietrendite Rechner ermittelt Brutto- und Nettomietrendite aus Kaufpreis, Kaltmiete, Kaufnebenkosten und Bewirtschaftungskosten.

Mietrendite-Rechner Deutschland
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Nettomietrendite —
Bruttomietrendite —
Jahreskaltmiete —
Gesamtinvestition —

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Wozu es dient

Der Mietrendite-Rechner ermittelt die Brutto- und die Nettomietrendite einer vermieteten Immobilie aus Kaufpreis, Kaltmiete, Kaufnebenkosten und laufenden Bewirtschaftungskosten.

Datenquellen & Parameter

Dieser Rechner verwendet finanzmathematische Standardformeln und läuft vollständig in Ihrem Browser. Er benötigt keine externen Daten — Ihr Ergebnis wird allein aus den oben eingegebenen Werten berechnet.

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Die Formel

Bruttorendite = Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100; Nettorendite = (Jahreskaltmiete − Bewirtschaftungskosten) ÷ (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100

So funktioniert es

Die Bruttorendite setzt die Jahreskaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis. Die Nettorendite zieht die nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten ab und bezieht die Kaufnebenkosten in die Gesamtinvestition ein.

Wo es verwendet wird

  • Rendite einer Kapitalanlage-Immobilie prüfen
  • Objekte vor dem Kauf vergleichen
  • Wirkung der Kaufnebenkosten sichtbar machen

Was der Mietrendite-Rechner macht

Der Mietrendite-Rechner zeigt, wie rentabel eine vermietete Immobilie ist. Aus Kaufpreis, Kaltmiete, Kaufnebenkosten und den laufenden Bewirtschaftungskosten ermittelt er sowohl die Bruttomietrendite als auch die aussagekräftigere Nettomietrendite. So sehen Sie, ob sich ein Objekt als Kapitalanlage lohnt und wie es im Vergleich zu anderen abschneidet.

Die Mietrendite ist eine zentrale Kennzahl bei der Immobilienanlage. Sie beschreibt, welchen jährlichen Ertrag Sie im Verhältnis zum eingesetzten Kapital erwarten können. Weil der Rechner beide Renditearten nebeneinander ausweist, sehen Sie auch, wie stark Nebenkosten und laufende Ausgaben die Verzinsung Ihres Kapitals beeinflussen.

Warum die Mietrendite wichtig ist

Wer eine Immobilie als Kapitalanlage kauft, möchte wissen, ob die Miete den Kaufpreis rechtfertigt. Ein hoher Kaufpreis bei gleichzeitig moderater Miete kann die Rendite spürbar senken, selbst wenn die Lage attraktiv erscheint. Umgekehrt kann ein günstiges Objekt in einfacher Lage eine höhere Rendite bringen, dafür aber mehr Aufwand und Risiko bedeuten.

Die Kennzahl hilft bei drei Dingen:

  • Vergleichbarkeit: verschiedene Objekte lassen sich auf einer gemeinsamen Basis bewerten.
  • Realistische Erwartungen: die Nettorendite zeigt, was nach Nebenkosten tatsächlich übrig bleibt.
  • Verhandlungsgrundlage: sinkt die Rendite unter Ihre Zielmarke, ist das ein Argument für einen niedrigeren Kaufpreis.

So funktioniert die Berechnung

Der Rechner nutzt zwei einfache Beziehungen. Die Bruttomietrendite teilt die Jahreskaltmiete durch den Kaufpreis und drückt das Ergebnis in Prozent aus. Sie ist schnell ermittelt, blendet aber sämtliche Kosten aus.

Die Nettomietrendite ist genauer. Sie zieht die nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten von der Jahreskaltmiete ab und bezieht die Kaufnebenkosten in die Gesamtinvestition ein. Das Ergebnis liegt in der Regel unter der Bruttorendite, weil beide Effekte die Verzinsung mindern.

Jeder ausgewiesene Wert lässt sich direkt aus Ihren Eingaben herleiten. Sie sehen nicht nur die Prozentzahl, sondern auch die zugrunde liegende Jahreskaltmiete und die Gesamtinvestition.

Rechenbeispiel

Angenommen, Sie kaufen eine Wohnung für 300.000 EUR und erzielen eine Kaltmiete von 1.000 EUR im Monat. Die Jahreskaltmiete beträgt damit 12.000 EUR. Die Bruttomietrendite ergibt sich aus 12.000 EUR geteilt durch 300.000 EUR, also 4,0 %.

Rechnen wir nun 30.000 EUR Kaufnebenkosten und 1.200 EUR jährliche Bewirtschaftungskosten hinzu. Die Gesamtinvestition steigt auf 330.000 EUR, der Nettoertrag sinkt auf 10.800 EUR. Die Nettomietrendite beträgt dann rund 3,27 %. Das Beispiel zeigt, wie deutlich Nebenkosten und laufende Ausgaben die Rendite verändern.

Was Sie eingeben

Halten Sie diese Angaben bereit:

  • Den Kaufpreis: der reine Preis der Immobilie ohne Nebenkosten.
  • Die Kaltmiete pro Monat: die Miete ohne umlagefähige Betriebskosten.
  • Die Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Maklerprovision.
  • Die Bewirtschaftungskosten pro Jahr: Verwaltung, Instandhaltungsrücklage und ein Ansatz für Mietausfall.

Kaufnebenkosten und Bewirtschaftungskosten sind optional. Lassen Sie sie auf null, erhalten Sie eine reine Bruttobetrachtung. Tragen Sie realistische Werte ein, spiegelt die Nettorendite die tatsächliche Situation deutlich besser wider.

Das Ergebnis lesen

Sie erhalten vier Werte: die Nettomietrendite als zentrale Kennzahl, die Bruttomietrendite zum Vergleich sowie die Jahreskaltmiete und die Gesamtinvestition als Zwischengrößen. Das Diagramm zeigt, wie sich die Jahreskaltmiete in den Nettoertrag und die Bewirtschaftungskosten aufteilt.

Besonders aussagekräftig ist der Abstand zwischen Brutto- und Nettorendite. Ist er groß, tragen Nebenkosten und laufende Ausgaben stark zur Renditeminderung bei. In diesem Fall lohnt es sich, die einzelnen Kostenpositionen kritisch zu prüfen und gegebenenfalls den Kaufpreis nachzuverhandeln.

Anwendungsfälle im Alltag

Der Rechner passt zu vielen Situationen rund um die Immobilienanlage:

  • Objekte vergleichen: mehrere Angebote auf eine gemeinsame Renditebasis bringen.
  • Kaufentscheidung stützen: prüfen, ob die erwartete Rendite Ihre Zielmarke erreicht.
  • Nebenkosten einordnen: sehen, wie stark Grunderwerbsteuer und Maklerprovision die Rendite drücken.
  • Bestand bewerten: die laufende Rendite einer bereits gehaltenen Immobilie überschlagen.

Ein zweites Rechenbeispiel: Brutto und Netto im Abstand

Das erste Beispiel ging von einer Wohnung für 300.000 EUR mit einer Kaltmiete von 1.000 EUR im Monat aus. Die Jahreskaltmiete von 12.000 EUR ergab eine Bruttomietrendite von 4,0 %. Nach Hinzurechnung von 30.000 EUR Kaufnebenkosten und 1.200 EUR jährlichen Bewirtschaftungskosten sank die Nettomietrendite auf rund 3,27 %.

Der Nettoertrag von 10.800 EUR entspricht rund 900 EUR im Monat, gegenüber der reinen Kaltmiete von 1.000 EUR. Der Unterschied zwischen Brutto- und Nettorendite beträgt hier rund 0,73 Prozentpunkte. Er entsteht aus zwei Effekten zugleich: Die Bewirtschaftungskosten mindern den Ertrag, und die Kaufnebenkosten erhöhen die Gesamtinvestition von 300.000 EUR auf 330.000 EUR. Ist dieser Abstand groß, lohnt es sich, die einzelnen Kostenpositionen kritisch zu prüfen oder den Kaufpreis nachzuverhandeln.

Häufige Fehler beim Mietrendite Rechner

Bei der Renditebewertung von Immobilien unterlaufen Käufern immer wieder dieselben Fehler:

  • Nur die Bruttorendite betrachten. Sie blendet Kaufnebenkosten und laufende Ausgaben aus und fällt deshalb zu optimistisch aus.
  • Bewirtschaftungskosten zu niedrig ansetzen. Wer Verwaltung, Instandhaltung und Mietausfall unterschätzt, hält das Objekt für rentabler, als es ist.
  • Umlagefähige Betriebskosten einrechnen. Diese trägt der Mieter und gehören nicht in die Nettorendite.
  • Warmmiete verwenden. Maßgeblich ist die Kaltmiete ohne umlagefähige Betriebskosten.

Praxistipps zur Objektbewertung

Bringen Sie mehrere Angebote auf eine gemeinsame Renditebasis, um sie fair zu vergleichen. Setzen Sie die Bewirtschaftungskosten realistisch und lieber etwas vorsichtiger an, damit die Nettorendite belastbar bleibt. Prüfen Sie, ob die erwartete Rendite Ihre Zielmarke erreicht, und nutzen Sie eine zu niedrige Rendite als Argument für einen niedrigeren Kaufpreis. Behandeln Sie die Mietrendite als schnellen ersten Filter und vertiefen Sie vielversprechende Objekte anschließend mit einer vollständigen Investitionsrechnung.

Steuer, Finanzamt und Anlage V

Mieteinnahmen aus einer vermieteten Immobilie sind steuerpflichtig und werden in der Anlage V zur Einkommensteuererklärung erfasst, die Sie beim Finanzamt einreichen. Von den Einnahmen lassen sich Werbungskosten abziehen, etwa Zinsen für die Finanzierung, Verwaltungskosten und die Abschreibung für Abnutzung. Diese steuerlichen Effekte bildet der Rechner nicht ab. Er betrachtet die Rendite vor Steuern und vor Finanzierung, um die reine Ertragskraft des Objekts sichtbar zu machen. Für eine ganzheitliche Betrachtung inklusive Steuern, Finanzierung und Cashflow sollten Sie die Zahlen mit einem Steuerberater oder einer fachkundigen Beratung abgleichen.

Annahmen und Grenzen

Der Rechner liefert eine überschlägige Renditebetrachtung und ersetzt keine vollständige Investitionsrechnung. Er berücksichtigt weder die Finanzierung und deren Zinsen noch Steuern auf die Mieteinnahmen, mögliche Wertsteigerungen oder die Auswirkungen von Leerstand über die Zeit. Für eine ganzheitliche Betrachtung inklusive Wertentwicklung und Cashflow eignet sich eine erweiterte Renditerechnung.

Die Nettorendite hängt zudem stark von Ihren Annahmen zu den Bewirtschaftungskosten ab. Setzen Sie diese zu niedrig an, erscheint die Immobilie rentabler, als sie tatsächlich ist. Kalkulieren Sie deshalb realistisch und lieber etwas vorsichtiger. Für verbindliche Entscheidungen sollten Sie die Zahlen mit einem Steuerberater oder einer fachkundigen Beratung abgleichen.

Trotz dieser Grenzen eignet sich die Mietrendite gut als erster Filter. Sie hilft, unpassende Objekte früh auszusortieren und die Auswahl auf jene Angebote zu konzentrieren, die eine genauere Prüfung verdienen. Vertiefen Sie vielversprechende Objekte anschließend im Detail.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Finanzberatung dar.

Über diesen Mietrendite Rechner

Nutzen Sie diesen Mietrendite Rechner, um sofort eine Schätzung auf Basis Ihrer eigenen Angaben zu erhalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

Über diesen Mietrendite Rechner

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettomietrendite?
Die Bruttomietrendite setzt die Jahreskaltmiete allein ins Verhältnis zum Kaufpreis und ist schnell ermittelt. Die Nettomietrendite ist aussagekräftiger, weil sie die Kaufnebenkosten in die Gesamtinvestition einbezieht und die nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten von der Miete abzieht. Sie liegt deshalb in der Regel unter der Bruttorendite.
Welche Mietrendite ist gut?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht, weil die passende Rendite von Lage, Zustand und Risiko abhängt. In gefragten Großstädten sind die Renditen wegen hoher Kaufpreise oft niedriger, in einfacheren Lagen höher. Wichtiger als ein einzelner Zielwert ist der Vergleich mehrerer Objekte auf derselben Grundlage.
Welche Kosten zählen zu den Bewirtschaftungskosten?
Gemeint sind die nicht auf Mieter umlagefähigen Kosten wie Verwaltung, Instandhaltungsrücklage und ein Ansatz für Mietausfall. Diese Kosten mindern den tatsächlichen Ertrag und gehören deshalb in die Nettorendite. Umlagefähige Betriebskosten bleiben außen vor, da sie der Mieter trägt.
Sind die Kaufnebenkosten in der Berechnung enthalten?
In der Nettorendite ja. Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und eine mögliche Maklerprovision erhöhen die Gesamtinvestition und drücken damit die Rendite. In der Bruttorendite bleiben sie unberücksichtigt, weshalb diese optimistischer ausfällt.
Sind meine Eingaben sicher?
Ja. Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser. Es wird nichts hochgeladen, gespeichert oder weitergegeben.

Über den Autor

Taha Kheirandish

Verfasst und geprüft von

Taha Kheirandish

Wirtschaftsstudent und unabhängiger Forscher

Taha Kheirandish liest Steuergesetze so, wie andere Landkarten lesen: um herauszufinden, wohin ein System tatsächlich führt — nicht, wohin es zu führen behauptet.

Er studiert Volkswirtschaftslehre, und seine Arbeit hier ist von Grund auf vergleichend angelegt. Der Zuschlag für einen späteren Rentenbeginn in Québec, die Entfernungspauschale in Deutschland, die Mietpreisbegrenzung in den Niederlanden: Jede dieser Regeln ist eine Entscheidung darüber, wie Geld fließen soll — und jede liest sich anders, sobald acht weitere danebenliegen. Er baut und prüft die Rechner dieser Seite für neun Märkte anhand der Primärquellen: das Gesetz statt einer Zusammenfassung, das Rundschreiben des Ministeriums statt einer Meldung darüber.

Das ist zugleich der redaktionelle Maßstab dieser Seite. Jeder Satz, jede Grenze und jede Stufe trägt hier das Dokument, aus dem sie stammt, und das Datum ihres Inkrafttretens — und wird überprüft, wenn sich das Recht ändert, nicht erst, wenn es jemandem auffällt.

Er ist Forscher, kein zugelassener Berater; nichts auf dieser Seite ist eine persönliche Finanzberatung. Es ist sorgfältig gerechnete Arithmetik mit offengelegten Quellen — damit Sie sie nachprüfen und mit ihr zu jemandem gehen können, der beraten darf.

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