Risikolebensversicherung Rechner Deutschland
Der Risikolebensversicherung Rechner bestimmt die empfohlene Todesfallsumme aus Ihren Schulden, dem nötigen Einkommensersatz und vorhandenem Vermögen.

Wozu es dient
Der Risikolebensversicherungs-Rechner ermittelt die empfohlene Todesfallsumme, mit der Ihre Angehörigen Schulden tilgen und laufendes Einkommen ersetzen können.
Datenquellen & Parameter
Dieser Rechner verwendet finanzmathematische Standardformeln und läuft vollständig in Ihrem Browser. Er benötigt keine externen Daten — Ihr Ergebnis wird allein aus den oben eingegebenen Werten berechnet.
Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.
Die Formel
Versicherungssumme = Schulden + (Jahresnetto × Jahre) − Vermögen
So funktioniert es
Zur Todesfallsumme addiert der Rechner Ihre Schulden und den Einkommensersatz (Jahresnetto multipliziert mit den abzusichernden Jahren) und zieht vorhandenes Vermögen ab.
Wo es verwendet wird
- Die passende Todesfallsumme bestimmen
- Familie und Kredite absichern
- Vorhandenes Vermögen berücksichtigen
Rechenbeispiel
Bei 200.000 € Schulden, 30.000 € Jahresnetto über 10 Jahre und 50.000 € Vermögen ergibt sich eine empfohlene Versicherungssumme von ….
Der Risikolebensversicherung Rechner hilft Ihnen, die richtige Todesfallsumme zu bestimmen. Sie geben Ihre Schulden, Ihr Jahresnetto, den Absicherungszeitraum und vorhandenes Vermögen ein, und das Werkzeug ermittelt, wie hoch Ihre Versicherung sein sollte, um Angehörige zuverlässig abzusichern.
Was der Rechner macht
Eine Risikolebensversicherung zahlt eine vereinbarte Summe aus, wenn die versicherte Person während der Laufzeit verstirbt. Für Familien, Paare mit gemeinsamen Krediten oder Geschäftspartner ist sie das wichtigste Mittel, um im Todesfall finanzielle Not zu vermeiden. Offen ist meist nur, wie hoch die Summe sein muss. Zu wenig lässt eine Lücke, zu viel kostet unnötig Prämie. Der Rechner liefert eine begründete Größenordnung.
So funktioniert es
Der Bedarf setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen, von denen ein dritter abgezogen wird:
- Schulden: offene Kredite, insbesondere die Immobilienfinanzierung, sollen im Ernstfall getilgt werden können, damit die Hinterbliebenen nicht mit Raten belastet bleiben.
- Einkommensersatz: Das wegfallende Einkommen wird für eine festgelegte Zahl von Jahren ersetzt. Der Rechner multipliziert Ihr Jahresnetto mit den abzusichernden Jahren.
- Vermögen: Bereits vorhandene Rücklagen mindern den Bedarf und werden von der Bruttosumme abgezogen.
Das Ergebnis ist die empfohlene Versicherungssumme. Sie ist nie negativ: Übersteigt das Vermögen den Bruttobedarf, liegt der Bedarf bei null.
So nutzen Sie ihn
- Geben Sie Ihre offenen Schulden und Kredite ein.
- Tragen Sie Ihr jährliches Nettoeinkommen ein.
- Wählen Sie, für wie viele Jahre das Einkommen ersetzt werden soll.
- Ergänzen Sie vorhandenes Vermögen und lesen Sie die empfohlene Summe ab.
Der Absicherungszeitraum orientiert sich oft daran, wie lange Kinder finanziell abhängig sind oder wie lange die Immobilienfinanzierung läuft. Probieren Sie verschiedene Zeiträume aus, um ein Gefühl für die Größenordnung zu bekommen.
Rechenbeispiel
Angenommen, Sie haben 200.000 Euro Schulden, ein Jahresnetto von 30.000 Euro, möchten das Einkommen für 10 Jahre absichern und verfügen über 50.000 Euro Vermögen. Der Einkommensersatz beträgt 300.000 Euro, der Bruttobedarf also 500.000 Euro. Nach Abzug des Vermögens ergibt sich eine empfohlene Versicherungssumme von 450.000 Euro.
Wer eine hohe Restschuld hat, braucht also eine deutlich höhere Absicherung als jemand ohne Kredite. Eine mögliche Witwen- oder Waisenrente der gesetzlichen Rentenversicherung senkt den nötigen Einkommensersatz, sie ist im Rechner aber nicht enthalten. Wer sie kennt, kann das Jahresnetto entsprechend kürzen.
Worauf Sie beim Abschluss achten sollten
Neben der Höhe der Summe zählen weitere Punkte. Achten Sie auf eine ausreichende Laufzeit, die zum Absicherungszeitraum passt, und auf die Möglichkeit, die Summe bei wichtigen Ereignissen wie Heirat oder Geburt ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. Bei Paaren sind zwei Einzelverträge oft sinnvoller als eine verbundene Police, weil im Leistungsfall beide Verträge bestehen bleiben.
Der Zeitpunkt des Abschlusses beeinflusst die Prämie stark. Je jünger und gesünder Sie sind, desto günstiger ist der Schutz. Da die Risikolebensversicherung keinen Sparanteil enthält, ist sie im Verhältnis zur abgesicherten Summe sehr preiswert.
Wer eine Risikolebensversicherung braucht
Nicht jeder benötigt eine Risikolebensversicherung, in manchen Lebenslagen ist sie aber fast unverzichtbar. Das gilt vor allem für Familien mit Kindern: Fällt ein Einkommen weg, muss der verbleibende Elternteil den Lebensunterhalt allein tragen, oft über viele Jahre. Ebenso wichtig ist der Schutz für Paare, die gemeinsam eine Immobilie finanziert haben. Stirbt einer der Kreditnehmer, bleibt die volle Restschuld bei der überlebenden Person, die sie aus einem einzigen Einkommen bedienen müsste.
Auch Selbstständige und Geschäftspartner nutzen die Risikolebensversicherung, um Kredite oder Verpflichtungen des Unternehmens abzusichern. Alleinstehende ohne Angehörige und ohne gemeinsame Schulden brauchen sie dagegen meist nicht, weil im Todesfall niemand finanziell auf sie angewiesen ist. Mit dem Rechner prüfen Sie den eigenen Bedarf, statt pauschal zu viel oder zu wenig zu versichern.
Laufzeit und Summenverlauf richtig wählen
Neben der Höhe kommt es auf die Struktur der Absicherung an. Wer vor allem eine Immobilienfinanzierung absichern möchte, kann eine Variante mit fallender Summe wählen, die dem sinkenden Kreditsaldo folgt und deshalb günstiger ist. Geht es dagegen um die dauerhafte Versorgung der Familie, ist eine gleichbleibende Summe passender, weil der Bedarf über die Jahre bestehen bleibt.
Die Laufzeit sollte sich am längsten abzusichernden Ereignis orientieren, meist am Ende der Kreditlaufzeit oder dem Zeitpunkt, an dem die Kinder wirtschaftlich selbstständig sind. Der Rechner geht von einer gleichbleibenden Absicherung über den gewählten Zeitraum aus. Wenn Ihr Bedarf über die Zeit sinkt, können Sie den Zeitraum und das Jahresnetto anpassen, um eine realistischere Summe zu erhalten.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner verwendet ausschließlich Ihre Eingaben und trifft keine Annahmen über Inflation, Zinsen oder die künftige Einkommensentwicklung. Der Einkommensersatz wird linear berechnet, ohne Auf- oder Abzinsung. Für eine feinere Planung können Sie den Absicherungszeitraum und das Jahresnetto bewusst anpassen, um Reserven oder erwartete Veränderungen abzubilden.
Nutzen Sie das Ergebnis, um Ihren Bedarf zu bestimmen und Angebote einzuordnen. Für den konkreten Abschluss vergleichen Sie mehrere Tarife und achten auf die Bedingungen.
Ein zweites Rechenbeispiel
Wir verändern die Werte aus dem ersten Beispiel nacheinander.
Bliebe das Vermögen unberücksichtigt, weil es beispielsweise für andere Zwecke fest verplant ist, läge der Bedarf bei den vollen 500.000 Euro. Soll das Einkommen statt 10 Jahre 15 Jahre ersetzt werden, etwa bis die Kinder volljährig sind, steigt der Einkommensersatz auf 450.000 Euro und die empfohlene Summe auf 600.000 Euro.
Häufige Fehler bei der Risikolebensversicherung
Bei der Wahl der Todesfallsumme unterlaufen immer wieder dieselben Fehler:
- Nur die Schulden absichern: Wer allein die Restschuld einplant, vergisst den laufenden Lebensunterhalt der Angehörigen.
- Verbundene Police statt zwei Einzelverträgen: Bei Paaren erlischt eine verbundene Versicherung mit dem ersten Leistungsfall, während zwei Einzelverträge beide bestehen bleiben.
- Erhöhungsoption übersehen: Ohne die Möglichkeit, die Summe bei Heirat oder Geburt ohne erneute Gesundheitsprüfung anzuheben, entsteht später leicht eine Lücke.
- Abschluss aufschieben: Je älter und je nach Gesundheitszustand, desto teurer der Schutz. Ein früher Abschluss sichert günstige Beiträge.
Der Risikolebensversicherung Rechner und der steuerliche Rahmen
Ein Punkt wird häufig übersehen: Die Todesfallleistung kann grundsätzlich der Erbschaftsteuer unterliegen, wenn die versicherte Person und die Versicherungsnehmerin dieselbe Person sind. Bei Paaren lässt sich das über eine sogenannte Über-Kreuz-Gestaltung vermeiden, bei der jede Person den Vertrag auf das Leben der anderen abschließt und selbst Versicherungsnehmerin ist. So fällt die Leistung nicht in den steuerlichen Nachlass. Wichtig ist das vor allem für unverheiratete Paare: Ehegatten haben einen Freibetrag von 500.000 Euro, nicht verheiratete Lebensgefährten nur 20.000 Euro und zahlen darüber hohe Steuersätze.
Der Risikolebensversicherung Rechner liefert die passende Summe als Ausgangspunkt, trifft aber keine Aussage über Prämie, Bedingungen oder Steuer. Beachten Sie die Grenzen: Der Einkommensersatz wird linear ohne Auf- oder Abzinsung berechnet, und Inflation bleibt außen vor. Für die konkrete Ausgestaltung und die steuerlich saubere Bezugsrechtsregelung ziehen Sie eine qualifizierte Fachperson hinzu.
Dies sind allgemeine Informationen und keine Versicherungsberatung. Prüfen Sie Zahlen und Bedingungen vor einer Entscheidung mit einer qualifizierten Fachperson.
Über diesen Risikolebensversicherung Rechner
Nutzen Sie diesen Risikolebensversicherung Rechner, um sofort eine Schätzung auf Basis Ihrer eigenen Angaben zu erhalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.
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