Krankenversicherung Rechner (GKV vs. PKV) Deutschland

Mit dem Krankenversicherung Rechner berechnen Sie den einkommensabhängigen GKV-Beitrag und vergleichen ihn mit einer privaten PKV-Prämie.

Krankenversicherung Rechner (GKV vs. PKV) Deutschland
€
%
€
GKV-Beitrag (Arbeitnehmer, monatlich) —
Differenz PKV − GKV (monatlich) —
PKV-Prämie (monatlich) —
Arbeitnehmer-Beitragssatz —
GKV-Beitrag (Arbeitnehmer, jährlich) —

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Wozu es dient

Der Krankenversicherungs-Rechner vergleicht den einkommensabhängigen Beitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit einer eingegebenen Prämie der privaten Krankenversicherung (PKV).

Datenquellen & Parameter

Die folgenden Werte steuern diesen Rechner. Wir halten sie mit den aktuellen offiziellen Vorgaben im Einklang, und jedes Ergebnis wird bei jeder Änderung automatisch neu berechnet.

ParameterWertQuelleZuletzt aktualisiert
GKV allgemeiner Beitragssatz0,146gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
BBG Kranken-/Pflegeversicherung69.750gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Zitat ersetzt: der bisherige Verweis war der reine Text "BMAS — Beitragsbemessungsgrenzen Sozialversicherung" ohne Link. Jetzt auf § 2 Absatz 2 SVBezGrV 2026; Wert unveraendert und dort geprueft.

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Die Formel

GKV-Beitrag = min(Brutto; BBG/12) × (allgemeiner Satz + Zusatzbeitrag) / 2

So funktioniert es

Der GKV-Arbeitnehmerbeitrag ergibt sich aus dem halben allgemeinen Beitragssatz (14,6%) zuzüglich des halben kassenindividuellen Zusatzbeitrags, angewendet auf das Bruttoeinkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 69.750 €. Die PKV-Prämie geben Sie als festen Betrag ein.

Wo es verwendet wird

  • GKV-Beitrag anhand des Einkommens abschätzen
  • Gesetzliche und private Krankenversicherung vergleichen
  • Die Wirkung des Zusatzbeitrags sehen

Rechenbeispiel

Bei 3.000 € brutto und 1,7% Zusatzbeitrag beträgt der GKV-Arbeitnehmerbeitrag … im Monat, gegenüber einer PKV-Prämie von ….

Der Krankenversicherung Rechner zeigt Ihnen, wie hoch Ihr Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung ausfällt und wie er sich zu einer privaten Prämie verhält. Sie geben Ihr Bruttoeinkommen, den Zusatzbeitrag Ihrer Kasse und eine mögliche PKV-Prämie ein, und der Rechner ermittelt den monatlichen Arbeitnehmerbeitrag und die Differenz zur privaten Variante.

Was der Rechner macht

In Deutschland sind die meisten Beschäftigten in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Der Beitrag richtet sich nach dem Einkommen und nicht nach dem persönlichen Gesundheitsrisiko. Der Rechner macht aus der Prozentzahl einen Euro-Betrag, der jeden Monat von Ihrem Bruttolohn abgeht.

Wer mehr als die Versicherungspflichtgrenze von 77.400 Euro im Jahr verdient oder selbstständig ist, kann sich privat versichern. Dann tritt an die Stelle des einkommensabhängigen Beitrags eine individuell kalkulierte Prämie. Der Rechner stellt beide Wege nebeneinander, damit Sie die Größenordnungen einordnen können.

So funktioniert es

Der gesetzliche Beitrag setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen:

  • Allgemeiner Beitragssatz: bundesweit einheitlich 14,6 Prozent auf das beitragspflichtige Einkommen.
  • Zusatzbeitrag: ein eigener Satz, den jede Krankenkasse festlegt und der von Kasse zu Kasse spürbar abweichen kann.

Beide Sätze werden addiert und hälftig zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt. Der Rechner ermittelt Ihren Arbeitnehmeranteil, indem er die Summe halbiert und auf Ihr Bruttoeinkommen anwendet.

Wichtig ist die Beitragsbemessungsgrenze. Nur das Einkommen bis zu dieser Grenze wird verbeitragt. Verdienen Sie mehr, bleibt der Beitrag gleich, weil der Teil über der Grenze beitragsfrei ist. Der Rechner berücksichtigt diese Grenze automatisch.

So nutzen Sie ihn

  1. Geben Sie Ihr monatliches Bruttoeinkommen ein.
  2. Tragen Sie den Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse ein.
  3. Ergänzen Sie optional eine PKV-Prämie zum Vergleich.
  4. Lesen Sie den GKV-Arbeitnehmerbeitrag und die Differenz zur PKV ab.

Probieren Sie verschiedene Zusatzbeiträge aus. Schon wenige Zehntelprozent Unterschied zwischen zwei Kassen verändern den Jahresbeitrag merklich, ein Kassenwechsel kann sich deshalb lohnen.

So lesen Sie das Ergebnis

Im Mittelpunkt steht der GKV-Beitrag als monatlicher Arbeitnehmeranteil. Daneben zeigt der Rechner die Differenz zur eingegebenen PKV-Prämie: Ist der Wert positiv, wäre die private Prämie teurer, ist er negativ, läge sie unter dem gesetzlichen Beitrag.

Auch privat versicherte Angestellte erhalten einen Arbeitgeberzuschuss, höchstens in Höhe des Arbeitgeberanteils am GKV-Höchstbeitrag. Tragen Sie für einen fairen Vergleich deshalb Ihren eigenen Anteil an der PKV-Prämie ein, also die Prämie nach Abzug des Zuschusses.

Ein reiner Beitragsvergleich zeigt außerdem nur einen Teil des Bildes. In der gesetzlichen Versicherung sind Kinder und nicht erwerbstätige Ehepartner über die Familienversicherung beitragsfrei mitversichert. In der privaten Versicherung zahlt jede Person eine eigene Prämie. Ein Haushalt mit Kindern kann in der GKV deshalb deutlich günstiger fahren, obwohl die Einzelbetrachtung anders aussieht.

Rechenbeispiel

Angenommen, Sie verdienen 3.000 Euro brutto im Monat, und Ihre Kasse erhebt den durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent. Allgemeiner Beitragssatz und Zusatzbeitrag ergeben zusammen 17,5 Prozent, halbiert sind das 8,75 Prozent Arbeitnehmeranteil. Auf 3.000 Euro ergibt sich ein monatlicher Beitrag von 262,50 Euro, im Jahr 3.150 Euro. Ein eigener PKV-Anteil von 500 Euro läge in diesem Beispiel klar darüber, die Differenz beträgt 237,50 Euro im Monat.

Der gesetzliche Beitrag steigt also im gleichen Verhältnis wie das Einkommen, solange die Bemessungsgrenze nicht erreicht ist, und eine private Prämie ist nur dann günstiger, wenn sie unter dem so berechneten Beitrag liegt.

GKV oder PKV: worauf es ankommt

Die Entscheidung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist mehr als eine Beitragsfrage. In jungen Jahren und bei guter Gesundheit kann die PKV mit niedrigen Prämien und umfangreichen Leistungen locken. Mit dem Alter steigen die Prämien jedoch, und der Wechsel zurück in die GKV ist nur unter engen Voraussetzungen möglich. Wer die private Versicherung wählt, bindet sich daher langfristig.

Auch die Leistungen unterscheiden sich. Die gesetzliche Versicherung bietet einen einheitlichen Katalog, der politisch angepasst wird. Die private Versicherung sichert den bei Vertragsabschluss vereinbarten Umfang dauerhaft zu, der je nach Tarif über oder unter dem gesetzlichen Niveau liegen kann. Ergänzen Sie einen Preisvergleich deshalb immer um einen Blick auf Leistungsumfang, Selbstbeteiligung und Beitragsentwicklung.

Der Beitrag im Lebensverlauf

Der gesetzliche Krankenversicherungsbeitrag begleitet Sie durch alle Phasen des Erwerbslebens und darüber hinaus. Als Berufseinsteiger mit niedrigem Gehalt zahlen Sie wenig, weil der Beitrag am Einkommen hängt. Steigt das Gehalt, wächst der Beitrag mit, bis die Beitragsbemessungsgrenze erreicht ist. Ab dann bleibt er gleich, egal wie stark Ihr Einkommen weiter steigt. Die private Prämie wird dagegen unabhängig vom Einkommen kalkuliert.

Auch im Ruhestand bleibt die Krankenversicherung wichtig. Als Rentner zahlen Sie Beiträge auf die gesetzliche Rente, die Hälfte davon übernimmt der Rentenversicherungsträger. Weitere Einkünfte, etwa eine Betriebsrente, können ebenfalls beitragspflichtig sein. Wer privat versichert ist, trägt die Prämie im Alter abgesehen von einem Zuschuss der Rentenversicherung selbst. Der Rechner bildet die Erwerbsphase ab, für den Ruhestand sollten Sie die geänderten Beitragsgrundlagen zusätzlich berücksichtigen.

Für Familien lohnt der Blick auf die beitragsfreie Familienversicherung. Kinder und ein nicht erwerbstätiger Ehepartner können in der gesetzlichen Versicherung ohne eigenen Beitrag mitversichert werden, solange bestimmte Einkommensgrenzen eingehalten sind. Dieser Vorteil kann über die Jahre mehrere Tausend Euro ausmachen und verschiebt den Vergleich deutlich zugunsten der gesetzlichen Variante.

Annahmen und Grenzen

Der Rechner arbeitet mit den hinterlegten gesetzlichen Sätzen und der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze. Er bildet den Standardfall abhängig Beschäftigter ab und berücksichtigt keine Sonderfälle wie freiwillige Versicherung, Beiträge aus mehreren Einkommensarten oder den ermäßigten Beitragssatz ohne Krankengeldanspruch. Die Pflegeversicherung ist nicht enthalten. Die PKV-Prämie tragen Sie selbst ein, weil sie individuell kalkuliert wird und nicht aus dem Einkommen folgt.

Nutzen Sie das Ergebnis als Orientierung für Ihre Planung und für den Vergleich von Krankenkassen. Eine verbindliche Auskunft geben Ihre Krankenkasse oder ein unabhängiger Versicherungsberater.

Dies sind allgemeine Informationen und keine Versicherungsberatung. Prüfen Sie Zahlen und Tarife vor einer Entscheidung mit einer qualifizierten Fachperson.

Über diesen Krankenversicherung Rechner

Nutzen Sie diesen Krankenversicherung Rechner, um sofort eine genaue Schätzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

Tax year 2026

Häufig gestellte Fragen

Was macht der Krankenversicherung Rechner?
Er berechnet den einkommensabhängigen Arbeitnehmerbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung und stellt ihn einer eingegebenen Prämie der privaten Krankenversicherung gegenüber. So sehen Sie beide Kosten nebeneinander.
Wie wird der GKV-Beitrag berechnet?
Der Beitrag ergibt sich aus dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent plus dem kassenindividuellen Zusatzbeitrag. Davon trägt der Arbeitnehmer die Hälfte, angewendet auf das Bruttoeinkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
Was ist der Zusatzbeitrag?
Der Zusatzbeitrag ist ein eigener Prozentsatz, den jede Krankenkasse selbst festlegt. Er kommt zum allgemeinen Beitragssatz hinzu und wird ebenfalls hälftig zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geteilt. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt 2026 bei 2,9 Prozent.
Ab welchem Einkommen bleibt der Beitrag gleich?
Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze von 69.750 Euro im Jahr, also 5.812,50 Euro im Monat, steigt der Beitrag nicht weiter, weil nur das Einkommen bis zu dieser Grenze verbeitragt wird. Ein höheres Gehalt erhöht den GKV-Beitrag dann nicht mehr.
Ist der Vergleich mit der PKV verbindlich?
Nein. Der Rechner gibt eine Schätzung auf Basis Ihrer Angaben. Eine PKV-Prämie hängt von Alter, Gesundheitszustand und Tarif ab und lässt sich nicht aus dem Einkommen ableiten.

Über den Autor

Taha Kheirandish

Verfasst und geprüft von

Taha Kheirandish

Wirtschaftsstudent und unabhängiger Forscher

Taha Kheirandish liest Steuergesetze so, wie andere Landkarten lesen: um herauszufinden, wohin ein System tatsächlich führt — nicht, wohin es zu führen behauptet.

Er studiert Volkswirtschaftslehre, und seine Arbeit hier ist von Grund auf vergleichend angelegt. Der Zuschlag für einen späteren Rentenbeginn in Québec, die Entfernungspauschale in Deutschland, die Mietpreisbegrenzung in den Niederlanden: Jede dieser Regeln ist eine Entscheidung darüber, wie Geld fließen soll — und jede liest sich anders, sobald acht weitere danebenliegen. Er baut und prüft die Rechner dieser Seite für neun Märkte anhand der Primärquellen: das Gesetz statt einer Zusammenfassung, das Rundschreiben des Ministeriums statt einer Meldung darüber.

Das ist zugleich der redaktionelle Maßstab dieser Seite. Jeder Satz, jede Grenze und jede Stufe trägt hier das Dokument, aus dem sie stammt, und das Datum ihres Inkrafttretens — und wird überprüft, wenn sich das Recht ändert, nicht erst, wenn es jemandem auffällt.

Er ist Forscher, kein zugelassener Berater; nichts auf dieser Seite ist eine persönliche Finanzberatung. Es ist sorgfältig gerechnete Arithmetik mit offengelegten Quellen — damit Sie sie nachprüfen und mit ihr zu jemandem gehen können, der beraten darf.

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