Zinseszins-Rechner Deutschland
Der Zinseszins Rechner zeigt, wie ein Startkapital über die Jahre wächst, wenn Zinsen mitverzinst werden, auf Wunsch mit monatlicher Einzahlung.

Wozu es dient
Der Zinseszins-Rechner zeigt, wie ein Startkapital über die Jahre wächst, wenn die erzielten Zinsen jedes Jahr mitverzinst werden — auf Wunsch ergänzt um eine regelmäßige monatliche Einzahlung.
Datenquellen & Parameter
Dieser Rechner verwendet finanzmathematische Standardformeln und läuft vollständig in Ihrem Browser. Er benötigt keine externen Daten — Ihr Ergebnis wird allein aus den oben eingegebenen Werten berechnet.
Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.
Die Formel
Endkapital = Startkapital × (1 + Zins)^Jahre + monatliche Einzahlung × ((1 + Zins/12)^(Jahre×12) − 1) ÷ (Zins/12)
So funktioniert es
Er verzinst das Startkapital mit dem jährlichen Zinssatz über die gewählte Laufzeit und rechnet zusätzlich den Endwert der monatlichen Einzahlungen hinzu, die monatlich mitverzinst werden.
Wo es verwendet wird
- Das Wachstum einer langfristigen Geldanlage abschätzen
- Die Wirkung des Zinseszinseffekts über die Zeit sichtbar machen
- Startkapital und Sparrate zusammen in die Planung einbeziehen
Rechenbeispiel
Ein Startkapital von 10.000,00 € wächst bei 4 % Zins über 10 Jahre auf …. Eingezahlt wurden …, der Zinsgewinn beträgt ….
Was der Zinseszins-Rechner macht
Der Zinseszins-Rechner zeigt, wie aus einem Startkapital über die Jahre ein deutlich größerer Betrag werden kann, wenn die erzielten Zinsen immer wieder mitangelegt werden. Das ist der Zinseszinseffekt: Das Kapital wächst immer schneller, weil auch die bereits gutgeschriebenen Zinsen künftig weitere Zinsen erwirtschaften.
Sie geben Ihr Startkapital, den jährlichen Zinssatz und die Laufzeit ein und sehen das Endkapital, den insgesamt eingezahlten Betrag und den reinen Zinsgewinn. Wer regelmäßig spart, ergänzt eine monatliche Einzahlung und erkennt, wie stark eine kleine, aber konstante Sparrate das Ergebnis über die Jahre verändert.
Warum der Zinseszinseffekt so wichtig ist
Beim langfristigen Vermögensaufbau zählt der Zinseszins besonders, weil das Wachstum exponentiell verläuft. In den ersten Jahren ist der Effekt klein, doch mit jeder weiteren Periode fällt der jährliche Zuwachs größer aus, weil die Basis, auf die Zinsen berechnet werden, stetig steigt.
Daraus folgt:
- Je länger das Kapital angelegt bleibt, desto stärker wird der Effekt.
- Jede zusätzliche Einzahlung profitiert selbst wieder vom Zinseszins.
- Über lange Zeiträume machen schon wenige Prozentpunkte einen erheblichen Unterschied.
Wer früh beginnt und dabei bleibt, kann auch mit kleinen Beträgen ein ansehnliches Endkapital aufbauen.
So funktioniert die Berechnung
Der Rechner kombiniert zwei Bausteine. Der erste ist das verzinste Startkapital: Es wird für jedes Jahr mit eins plus dem gewählten Zinssatz multipliziert. Aus einem Startbetrag wird so nach einem Jahr der Betrag zuzüglich Zinsen, im zweiten Jahr werden diese Zinsen erneut verzinst, und so fort über die gesamte Laufzeit.
Der zweite Baustein ist der Endwert der monatlichen Einzahlungen. Jede Sparrate wird ab dem Monat ihrer Einzahlung bis zum Ende der Laufzeit verzinst. Frühe Einzahlungen tragen dabei mehr bei als späte, weil sie länger mitverzinst werden. Die Summe beider Bausteine ergibt das Endkapital.
Der Zinsgewinn ist die Differenz zwischen dem Endkapital und dem insgesamt eingezahlten Betrag. Er zeigt, wie viel des Endergebnisses aus Zinsen stammt und wie viel aus Ihren eigenen Einzahlungen. Das Kreisdiagramm teilt das Endkapital in diese beiden Anteile auf.
Was Sie eingeben
Halten Sie diese Angaben bereit:
- das Startkapital, mit dem Sie beginnen,
- den Zinssatz p.a. als erwartete jährliche Verzinsung in Prozent,
- die Laufzeit in Jahren,
- optional eine monatliche Einzahlung zusätzlich zum Startkapital.
Aus diesen Angaben ermittelt der Rechner das Endkapital, den eingezahlten Betrag und den Zinsgewinn.
Rechenbeispiel
Angenommen, Sie legen ein Startkapital von 10.000 Euro zu einem jährlichen Zinssatz von 4 Prozent für 10 Jahre an, ohne monatliche Einzahlung. Das Kapital wird jedes Jahr mit dem Faktor 1,04 verzinst. Nach zehn Jahren ergibt sich rund das 1,4802-Fache des Startbetrags, also 14.802,44 Euro.
Da keine weiteren Einzahlungen erfolgen, bleibt der eingezahlte Betrag bei 10.000 Euro. Der Zinsgewinn beträgt somit 4.802,44 Euro. Davon wären 4.000 Euro auch mit einfachem Zins angefallen, 802,44 Euro gehen auf den Zinseszins zurück. Bei längerer Laufzeit oder höherem Zinssatz wächst dieser Anteil überproportional.
Ergänzt man eine monatliche Einzahlung, wächst das Endkapital zusätzlich. Bei 1.000 Euro Startkapital, 6 Prozent Zins, zwei Jahren Laufzeit und 100 Euro monatlich summieren sich das verzinste Startkapital und der Endwert der 24 Sparraten auf 3.666,80 Euro, bei 3.400 Euro Einzahlungen und damit 266,80 Euro Zinsgewinn.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner unterstellt einen über die gesamte Laufzeit konstanten Zinssatz und eine konstante monatliche Einzahlung. In der Praxis schwanken Renditen jedoch, insbesondere bei Anlagen mit Kursrisiko. Das Ergebnis ist deshalb eine Modellrechnung und keine Garantie für eine tatsächliche Wertentwicklung.
Ebenso bleiben Steuern, Gebühren und Inflation außen vor. Auf Kapitalerträge fällt in Deutschland regelmäßig Abgeltungsteuer an, Depot- oder Verwaltungskosten mindern die Rendite, und die Inflation senkt die reale Kaufkraft des Endkapitals. Für eine vollständige Planung sollten Sie diese Faktoren gesondert berücksichtigen.
Rundungen können in Einzelfällen zu geringfügigen Abweichungen führen. Für die Planung und den Vergleich verschiedener Szenarien reicht die Genauigkeit aus.
Zweites Rechenbeispiel: die ersten Jahre im Detail
Die ersten Jahre desselben Falls zeigen, wie der Effekt entsteht. Sie legen 10.000 Euro zu 4 Prozent an. Nach dem ersten Jahr sind daraus 10.400 Euro geworden, denn das Kapital wird mit dem Faktor 1,04 verzinst.
Im zweiten Jahr verzinsen sich diese 10.400 Euro erneut mit 1,04, woraus 10.816 Euro werden. Der Zuwachs beträgt im zweiten Jahr 416 Euro statt 400 Euro im ersten. Die Differenz von 16 Euro stammt aus der Verzinsung der bereits gutgeschriebenen Zinsen. Über die vollen zehn Jahre ergibt sich der Faktor von rund 1,4802 und damit 14.802,44 Euro.
Auch das Beispiel mit monatlicher Sparrate lässt sich zerlegen. Bei 1.000 Euro Startkapital, 6 Prozent Zins und zwei Jahren wächst allein das Startkapital mit dem Faktor 1,06 je Jahr auf rund 1.123,60 Euro. Vom Endkapital von 3.666,80 Euro entfallen die restlichen rund 2.543,20 Euro auf den verzinsten Endwert der 24 Sparraten.
Häufige Fehler beim Zinseszins
- Linear hochrechnen: Wer den Zuwachs des ersten Jahres einfach vervielfacht, unterschätzt das Ergebnis. Das Wachstum beschleunigt sich mit der Zeit.
- Sparrate zu spät beginnen: Frühe Einzahlungen werden länger verzinst und tragen deutlich mehr bei als späte.
- Rendite überschätzen: Eine zu hohe Annahme verzerrt das Endkapital. Wählen Sie einen realistischen Zinssatz.
- Steuern und Inflation ausblenden: Die Rechnung zeigt das nominale Wachstum ohne Abgeltungsteuer und ohne Kaufkraftverlust.
Abgeltungsteuer und Finanzamt
Der Zinseszins Rechner weist das nominale Wachstum vor Steuern aus. Auf Kapitalerträge fallen in Deutschland regelmäßig 25 Prozent Abgeltungsteuer samt Solidaritätszuschlag an, geregelt in § 32d EStG. Inländische Banken behalten sie automatisch ein und führen sie an das Finanzamt ab.
Über einen Freistellungsauftrag bleiben Erträge bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr steuerfrei, bei Ehepaaren 2.000 Euro. Dieser Effekt ist im Rechner nicht abgebildet. Erträge aus ausländischen Depots oder eine zu viel einbehaltene Steuer geben Sie in der Anlage KAP der Einkommensteuererklärung an, die Sie über ELSTER übermitteln. Der reale Ertrag nach Steuern und Inflation liegt daher unter dem hier gezeigten nominalen Zinsgewinn.
Praxistipps und Grenzen
Stellen Sie verschiedene Laufzeiten, Zinssätze und Sparraten gegenüber, um Ihre Sparziele realistisch zu planen.
Der Rechner unterstellt einen konstanten Zinssatz und eine konstante monatliche Einzahlung. In der Praxis schwanken Renditen, insbesondere bei Anlagen mit Kursrisiko. Steuern, Gebühren und Inflation bleiben außen vor, und Rundungen können zu geringfügigen Abweichungen führen. Für die Planung und den Vergleich von Szenarien reicht die Genauigkeit trotzdem aus.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Finanzberatung dar.
Über diesen Zinseszins Rechner
Nutzen Sie diesen Zinseszins Rechner, um sofort eine Schätzung auf Basis Ihrer eigenen Angaben zu erhalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.
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