Festgeld-Treppe-Rechner (Zinstreppe) Deutschland

Der Festgeld Treppe Rechner verteilt Ihre Anlagesumme auf gestaffelte Tranchen und berechnet Endkapital, Mischzins und Rendite nach Abgeltungsteuer.

Festgeld-Treppe-Rechner (Zinstreppe) Deutschland
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Jahre
Erweiterte Optionen
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Endkapital nach Steuer —
Rendite nach Steuer p.a. —
Zinsen netto —
Zinsen brutto —
Steuer (Abgeltung + Soli) —
Mischzins der Starttreppe —
Betrag je Tranche —
Endkapital vor Steuer —
Genutzter Sparerpauschbetrag gesamt —

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Wozu es dient

Der Festgeld-Treppe-Rechner verteilt eine Anlagesumme auf mehrere Festgeld-Tranchen mit gestaffelten Laufzeiten von einem bis N Jahren und zeigt Endkapital, Mischzins und Rendite nach Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag.

Datenquellen & Parameter

Die folgenden Werte steuern diesen Rechner. Wir halten sie mit den aktuellen offiziellen Vorgaben im Einklang, und jedes Ergebnis wird bei jeder Änderung automatisch neu berechnet.

ParameterWertQuelleZuletzt aktualisiert
Abgeltungsteuer 25% (zzgl. Soli/Kirche)0,25gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Abgeltungsteuer 25% (zzgl. Soli/Kirche)
Sparerpauschbetrag (1000 einzeln / 2000 zusammen)1.000gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Sparerpauschbetrag (1000 einzeln / 2000 zusammen)
Solidaritätszuschlag0,055gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Die Formel

Zinssatz Stufe k = Zins kurz + (Zins lang − Zins kurz) × (k − 1) / (N − 1); Steuer im Jahr = max(0, Zinsen − Sparerpauschbetrag) × Abgeltungsteuer × (1 + Soli); Rendite p.a. = (Endkapital / Anlagesumme)^(1 / Horizont) − 1

So funktioniert es

Die Summe wird gleichmäßig auf die Tranchen aufgeteilt. Die Zinssätze der Stufen liegen linear zwischen dem Satz der kürzesten und dem der längsten Tranche. Jede fällige Tranche wird – falls gewünscht – zum langen Zinssatz wieder angelegt. Zinsen werden im Jahr der Gutschrift versteuert, wobei der Sparerpauschbetrag in jedem Jahr neu zur Verfügung steht.

Wo es verwendet wird

  • Eine Anlagesumme über mehrere Laufzeiten staffeln statt alles auf eine Karte zu setzen
  • Den Mischzins einer Zinstreppe gegen ein einzelnes langes Festgeld halten
  • Den Steuervorteil der jährlich wiederkehrenden Sparerpauschbeträge sichtbar machen
  • Prüfen, wie viel jährliche Liquidität eine Treppe freisetzt

Rechenbeispiel

Wer 100.000,00 € auf fünf Stufen mit 2,5 bis 3,5 Prozent verteilt, legt … je Tranche an und startet mit einem Mischzins von …. Über fünfzehn Jahre mit Wiederanlage zum langen Satz wachsen daraus … vor Steuer. Nach Abzug von … Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag bleiben …, also … Zinsen netto und eine Rendite von … nach Steuer. Weil jedes Jahr Zinsen zufließen, werden insgesamt … Sparerpauschbetrag genutzt.

Der Festgeld Treppe Rechner verteilt eine Anlagesumme auf mehrere Festgeld-Tranchen mit gestaffelten Laufzeiten. Er zeigt, welches Endkapital nach Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag bleibt, welchen Mischzins die Treppe erreicht und wie hoch die Rendite pro Jahr ist.

Warum eine Zinstreppe statt eines einzelnen Festgeldes

Bei einem Festgeld stehen Laufzeit und Zinssatz am ersten Tag fest, und das Geld ist bis zur Fälligkeit gebunden. Wer sich auf fünf Jahre festlegt, profitiert nicht von steigenden Zinsen. Wer nur ein Jahr wählt, verzichtet auf den Aufschlag für längere Laufzeiten und muss jedes Jahr neu suchen.

Die Treppe verbindet beides. Die Summe wird in gleich große Tranchen geteilt, deren Laufzeiten von einem Jahr bis zur gewünschten Höchstlaufzeit reichen. Ab dem ersten Jahr wird jährlich eine Tranche fällig. Legen Sie sie immer zur längsten Laufzeit wieder an, besteht die Treppe nach einem vollen Durchlauf nur noch aus Tranchen zum langen Zinssatz, und trotzdem wird jedes Jahr ein Fünftel oder Zehntel der Summe frei.

Was der Rechner abbildet

Sie geben Anlagesumme, Zahl der Stufen und Anlagehorizont vor, dazu den Zinssatz der einjährigen und den der längsten Tranche. Die Sätze dazwischen werden linear interpoliert. So lässt sich eine normal steigende Zinskurve abbilden, eine flache mit gleichem Satz auf allen Stufen oder eine fallende, bei der kurze Laufzeiten mehr bringen.

Dann rechnet der Rechner die Treppe Jahr für Jahr durch. Jede fällige Tranche wird zum Satz ihrer Stufe abgerechnet, versteuert und je nach Einstellung wieder angelegt oder als Guthaben gehalten. Am Ende des Horizonts werden alle noch laufenden Tranchen rechnerisch aufgelöst und die aufgelaufenen Zinsen im letzten Jahr versteuert.

Die Grafik zeigt den Kapitalstand am Ende jedes Jahres einschließlich der aufgelaufenen, noch nicht gutgeschriebenen Zinsen. Der letzte Punkt entspricht dem Endkapital nach Steuer.

Der Steuervorteil der Treppe

Kapitalerträge werden im Jahr des Zuflusses besteuert, beim Festgeld also meist bei Fälligkeit. Daraus entsteht ein oft übersehener Vorteil.

Ein einzelnes Festgeld über fünf Jahre schreibt die Zinsen aller fünf Jahre auf einmal gut. Der Sparerpauschbetrag wirkt nur einmal, der Rest wird voll besteuert. Bei einer Treppe mit fünf Stufen fließen in jedem Jahr Zinsen zu, und jedes Jahr steht der Sparerpauschbetrag neu zur Verfügung. Bei kleinen und mittleren Summen fällt dann über Jahre oft gar keine Steuer an, während dieselbe Summe in einem einzigen Festgeld deutlich belastet würde.

Der Rechner zeigt den insgesamt genutzten Sparerpauschbetrag getrennt. Haben Sie den Freibetrag schon teilweise für andere Konten oder Depots verplant, tragen Sie den verbrauchten Teil in den erweiterten Optionen ein.

Rechenbeispiel

Eine Anlegerin verteilt 100.000 Euro auf fünf Stufen. Die einjährige Tranche bringt 2,5 Prozent, die fünfjährige 3,5 Prozent, die Stufen dazwischen 2,75, 3,0 und 3,25 Prozent. Der Mischzins der Starttreppe beträgt 3,0 Prozent, je Tranche werden 20.000 Euro angelegt.

Über fünfzehn Jahre mit Wiederanlage jeder fälligen Tranche zum langen Satz wachsen daraus rund 163.846 Euro vor Steuer. Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag kosten etwa 13.015 Euro, es bleiben rund 150.831 Euro. Das entspricht einer Rendite von etwa 2,78 Prozent nach Steuer. Der Abstand zum Mischzins von 3,0 Prozent ist klein, weil über die Jahre 14.500 Euro Sparerpauschbetrag genutzt werden und die Wiederanlage zum höheren langen Satz erfolgt.

Wie viele Stufen sinnvoll sind

Die Zahl der Stufen bestimmt, wie oft Geld frei wird und wie hoch der durchschnittliche Zins ist.

Mit wenigen Stufen, etwa drei, bleibt die Treppe kurz. Der Mischzins liegt näher am kurzen Ende, dafür ist die Summe schnell wieder verfügbar, und die Treppe reagiert zügig auf steigende Zinsen.

Mit vielen Stufen, etwa acht oder zehn, verschiebt sich der Schwerpunkt zum langen Ende. Der Mischzins steigt, aber es dauert länger, bis die Treppe ganz auf den langen Satz umgestellt ist, und ein größerer Teil der Summe ist lange gebunden.

Für die meisten Haushalte passen vier bis sechs Stufen. Entscheidend ist, welchen Teil der Summe Sie wirklich langfristig entbehren können. Die Notreserve gehört aufs Tagesgeld, nicht in die unterste Stufe einer Treppe.

Mit und ohne Wiederanlage

In den erweiterten Optionen lässt sich die Wiederanlage abschalten. Der Unterschied ist groß.

Mit Wiederanlage arbeitet jeder zurückfließende Euro sofort weiter, zum langen Zinssatz. Der Zinseszins greift, und nach einem vollen Durchlauf besteht die Treppe nur noch aus Tranchen zum besten Satz. Das ist die klassische, dauerhaft laufende Zinstreppe.

Ohne Wiederanlage bleibt der Betrag nach Fälligkeit unverzinst liegen. Diese Einstellung passt, wenn die frei werdenden Beträge tatsächlich gebraucht werden, etwa als geplante Auszahlung, für eine Anschaffung oder als schrittweise Entnahme im Ruhestand. Die Rendite fällt dann deutlich niedriger aus, weil die frühen Tranchen den größten Teil des Horizonts nicht mehr verzinst werden. Rechnen Sie beide Varianten nacheinander, um den Unterschied zu sehen.

Was der Rechner nicht abbildet

Die Zinsen werden jährlich verrechnet, wie bei Festgeld mit Laufzeiten über einem Jahr üblich. Unterjährige Zinsgutschriften und abweichende Zinsmethoden bleiben außen vor, ebenso Kontoführungsgebühren, Wechselkurse bei Auslandsangeboten, ausländische Quellensteuern und Sonderkonditionen von Vermittlungsplattformen.

Nicht enthalten sind außerdem Kirchensteuer auf Kapitalerträge, die Günstigerprüfung bei niedrigem persönlichem Steuersatz und die Einlagensicherung. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt bis 100.000 Euro je Kunde und Bank. Wer mehr anlegt, kann die Tranchen auf mehrere Banken verteilen.

Alle Ergebnisse sind eine Schätzung zur Orientierung und keine Anlage- oder Steuerberatung. Verbindlich sind die Konditionen Ihrer Bank und Ihre Steuerbescheinigung.

Über diesen Festgeld Treppe Rechner

Nutzen Sie diesen Festgeld Treppe Rechner, um sofort eine genaue Schätzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben (Gesetze im Internet) und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

Tax year 2026

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Festgeld-Treppe?
Die Anlagesumme wird nicht in ein einzelnes Festgeld gelegt, sondern in mehrere gleich große Tranchen mit Laufzeiten von einem, zwei, drei und mehr Jahren aufgeteilt. Dann wird jedes Jahr genau eine Tranche fällig. Legen Sie sie zur längsten Laufzeit wieder an, läuft die Treppe dauerhaft weiter, und trotzdem wird jedes Jahr Geld frei.
Welchen Vorteil hat die Staffelung gegenüber einem langen Festgeld?
Jedes Jahr ist ein Teil der Summe verfügbar, ohne dass Sie vorzeitig kündigen müssen. Das Zinsänderungsrisiko verteilt sich: Steigen die Zinsen, profitiert die nächste fällige Tranche sofort. Und weil jedes Jahr Zinsen zufließen, nutzen Sie den Sparerpauschbetrag mehrfach statt nur einmal.
Warum muss ich zwei Zinssätze eingeben?
Festgeldzinsen hängen von Bank, Laufzeit und Marktlage ab. Sie geben den Satz für die kürzeste und für die längste Tranche an, die Sätze dazwischen werden linear interpoliert. So bilden Sie eine steigende, flache oder auch fallende Zinskurve ab.
Wie wird die Steuer berechnet?
Zinsen gelten in dem Jahr als zugeflossen, in dem sie gutgeschrieben werden, also bei Fälligkeit der Tranche. Auf die Zinsen eines Jahres wird zuerst der Sparerpauschbetrag angerechnet, der Rest wird mit Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag belastet. Beide Sätze sind als Parameter hinterlegt.
Was passiert, wenn der Horizont kürzer ist als die längste Tranche?
Dann werden die noch laufenden Tranchen am Ende des Horizonts rechnerisch aufgelöst und ihre bis dahin aufgelaufenen Zinsen im letzten Jahr versteuert. In der Praxis ist ein vorzeitiger Ausstieg aus einem Festgeld meist gar nicht oder nur mit Zinsverlust möglich.
Ist die Rendite nach Steuer immer niedriger als der Mischzins?
Nicht zwangsläufig. Der Mischzins beschreibt nur die Starttreppe. Wird jede fällige Tranche zum längeren, meist höheren Satz wieder angelegt, steigt der Durchschnittszins mit der Zeit. Zusammen mit dem jährlich neuen Sparerpauschbetrag kann die Rendite nach Steuer den Mischzins der Starttreppe deshalb übertreffen.

Über den Autor

Taha Kheirandish

Verfasst und geprüft von

Taha Kheirandish

Wirtschaftsstudent und unabhängiger Forscher

Taha Kheirandish liest Steuergesetze so, wie andere Landkarten lesen: um herauszufinden, wohin ein System tatsächlich führt — nicht, wohin es zu führen behauptet.

Er studiert Volkswirtschaftslehre, und seine Arbeit hier ist von Grund auf vergleichend angelegt. Der Zuschlag für einen späteren Rentenbeginn in Québec, die Entfernungspauschale in Deutschland, die Mietpreisbegrenzung in den Niederlanden: Jede dieser Regeln ist eine Entscheidung darüber, wie Geld fließen soll — und jede liest sich anders, sobald acht weitere danebenliegen. Er baut und prüft die Rechner dieser Seite für neun Märkte anhand der Primärquellen: das Gesetz statt einer Zusammenfassung, das Rundschreiben des Ministeriums statt einer Meldung darüber.

Das ist zugleich der redaktionelle Maßstab dieser Seite. Jeder Satz, jede Grenze und jede Stufe trägt hier das Dokument, aus dem sie stammt, und das Datum ihres Inkrafttretens — und wird überprüft, wenn sich das Recht ändert, nicht erst, wenn es jemandem auffällt.

Er ist Forscher, kein zugelassener Berater; nichts auf dieser Seite ist eine persönliche Finanzberatung. Es ist sorgfältig gerechnete Arithmetik mit offengelegten Quellen — damit Sie sie nachprüfen und mit ihr zu jemandem gehen können, der beraten darf.

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