Gold- & Edelmetall-Sparplan Rechner Deutschland
Der Gold Sparplan Rechner zeigt angesparte Gramm, Depotwert, Aufgeld und Lagerkosten sowie die Steuer nach § 23 EStG bei Verkauf in der Spekulationsfrist.

Wozu es dient
Der Gold-Sparplan Rechner rechnet einen monatlichen Edelmetallkauf über die gesamte Laufzeit durch: angesparte Menge in Gramm, Depotwert am Ende, das gezahlte Aufgeld, die Lagerkosten und die Steuer, die beim Verkauf tatsächlich anfällt.
Datenquellen & Parameter
Die folgenden Werte steuern diesen Rechner. Wir halten sie mit den aktuellen offiziellen Vorgaben im Einklang, und jedes Ergebnis wird bei jeder Änderung automatisch neu berechnet.
| Parameter | Wert | Quelle | Zuletzt aktualisiert |
|---|---|---|---|
| Mehrwertsteuer Regelsatz | 19 | gesetze-im-internet.de | — |
| Freigrenze private Veräußerungsgeschäfte (EUR) | 1.000 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-01 |
Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.
Die Formel
Menge = Σ (Rate ÷ (Preis × (1 + Aufgeld) × (1 + USt))) − Lagerabzug; Steuer = steuerpflichtiger Gewinn × Grenzsteuersatz
So funktioniert es
Jede Monatsrate kauft Metall zum jeweiligen Preis zuzüglich Aufgeld und – bei Silber oder Platin – Umsatzsteuer. Die Lagergebühr wird monatlich aus dem Bestand entnommen. Für die Besteuerung wird jede Tranche einzeln geprüft: Was länger als die Spekulationsfrist gehalten wurde, bleibt nach § 23 EStG steuerfrei; der Rest wird mit dem persönlichen Grenzsteuersatz belastet, sofern die Freigrenze erreicht ist.
Wo es verwendet wird
- Die tatsächlich angesparte Grammzahl statt nur des eingezahlten Betrags sehen
- Aufgeld, Umsatzsteuer und Lagerkosten als einen Betrag beziffern
- Prüfen, welcher Teil des Gewinns beim Verkauf noch in der Spekulationsfrist steckt
Rechenbeispiel
Wer 100 € im Monat über 10 Jahre in Gold spart, zahlt insgesamt … ein und hält am Ende … Gramm im Wert von …. Aufgeld und Lagerkosten summieren sich dabei auf …, der durchschnittliche Einstandspreis liegt bei … je Gramm. Vom Wertzuwachs von … sind … nach Ablauf der Spekulationsfrist steuerfrei, sodass am Ende … bleiben – eine Gesamtrendite von … auf die Einzahlungen.
Ein Gold Sparplan funktioniert wie ein ETF-Sparplan, nur steht am Ende eine Menge Metall statt eines Depotauszugs. Dieser Rechner übersetzt Ihre monatliche Rate deshalb zuerst in Gramm und erst danach wieder in Euro. Sie sehen, wie viel Metall Sie besitzen, was Aufgeld, Umsatzsteuer und Lagerung gekostet haben und welcher Teil des Gewinns beim Verkauf noch steuerpflichtig wäre.
Was der Gold Sparplan Rechner abbildet
Der Rechner geht Monat für Monat durch die Laufzeit und hält jede Kauftranche einzeln fest. Daraus ergeben sich folgende Ergebnisse:
- die angesparte Menge in Gramm nach Abzug der laufenden Lagergebühr,
- der Depotwert am Ende zum unterstellten Preis,
- der durchschnittliche Einstandspreis je Gramm, also Ihr tatsächlicher Durchschnittspreis,
- Aufgeld, Umsatzsteuer und Lagerkosten als eine Zahl,
- der steuerpflichtige und der steuerfreie Teil des Gewinns nach § 23 EStG,
- der Erlös nach Steuern und die Gesamtrendite auf die Einzahlungen.
Preis je Gramm, Aufgeld, Lagergebühr, unterstellte Preisentwicklung, Spekulationsfrist und Ihr persönlicher Grenzsteuersatz sind Eingaben. Sie hängen vom Händler, vom Markt und von Ihrer Steuersituation ab und sind deshalb nicht fest hinterlegt.
Rechenbeispiel
Sie sparen zehn Jahre lang 100 Euro im Monat in Gold, Startpreis 85 Euro je Gramm, 3 Prozent Aufgeld, 0,5 Prozent Lagergebühr im Jahr und eine angenommene Preissteigerung von 3 Prozent jährlich. Eingezahlt sind 12.000 Euro, im Depot liegen am Ende rund 115,7 Gramm im Wert von etwa 13.219 Euro. Aufgeld und Lagerung haben zusammen rund 669 Euro gekostet, die Gesamtrendite über zehn Jahre liegt bei gut 10 Prozent.
Die Tranchen des letzten Jahres liegen beim Verkauf noch in der Spekulationsfrist. Wegen des Aufgelds haben sie in diesem Beispiel aber noch keinen Gewinn gebracht, deshalb fällt keine Steuer an.
Aufgeld: der Kostenblock, den man nicht sieht
Der Marktpreis für Gold ist öffentlich, der Preis, den Sie zahlen, nicht. Dazwischen liegt das Aufgeld, also der Aufschlag des Anbieters für Prägung, Handel, Lagerung und Marge. Bei kleinen Stückelungen ist es am größten: Ein Ein-Gramm-Barren kostet je Gramm deutlich mehr als ein Hundert-Gramm-Barren. Viele Sparpläne arbeiten deshalb mit Miteigentumsanteilen an einem großen Bestand statt mit ausgelieferten Kleinbarren.
Das Aufgeld wirkt anders als eine Depotgebühr: Es fällt beim Kauf an, und zwar bei jeder Rate neu. Über eine lange Laufzeit summiert es sich zu einem Betrag, der die ersten Jahre der Wertentwicklung aufzehrt. Ein Sparplan mit 3 Prozent Aufgeld startet rechnerisch mit 3 Prozent Verlust, den der Preis erst aufholen muss, bevor ein Gewinn entsteht. Der Rechner zeigt das über den durchschnittlichen Einstandspreis je Gramm, der systematisch über dem Marktpreis liegt.
Die Lagergebühr fällt laufend an und wird bei den meisten Anbietern aus dem Bestand entnommen, Ihre Grammzahl schrumpft also langsam. Der Rechner bildet das genauso ab, monatlich und aus dem Metall heraus.
Umsatzsteuer: Gold ja, Silber nein
Anlagegold ist nach § 25c UStG von der Umsatzsteuer befreit. Das ist der Hauptgrund, warum Gold und nicht Silber das übliche Metall privater Sparpläne ist. Silber- und Platinbarren tragen den Regelsteuersatz. Wer dort spart, verliert diesen Anteil sofort beim Kauf und bekommt ihn beim Verkauf nicht zurück.
Der Rechner behandelt beide Fälle über die Metallauswahl. Stellen Sie auf Silber oder Platin um, sinkt die gekaufte Menge bei gleicher Rate deutlich, und der Kostenblock wächst entsprechend. Der Effekt ist so groß, dass er die Wahl des Metalls in der Regel allein entscheidet.
Die Spekulationsfrist nach § 23 EStG
Physisches Edelmetall ist steuerlich ein „anderes Wirtschaftsgut“. Der Gewinn aus dem Verkauf gehört zu den privaten Veräußerungsgeschäften und wird nur besteuert, wenn zwischen Anschaffung und Verkauf nicht mehr als ein Jahr liegt. Danach ist er vollständig steuerfrei. Bei Aktien, Fonds oder Zinsen greift die Abgeltungsteuer dagegen unabhängig von der Haltedauer.
Für einen Sparplan folgt daraus eine Besonderheit, die viele überrascht: Jede Monatsrate ist eine eigene Anschaffung mit eigener Frist. Verkaufen Sie den gesamten Bestand auf einmal, sind die zuletzt gekauften Tranchen noch innerhalb der Frist. Der Rechner prüft deshalb jede Tranche einzeln, ordnet ihren Gewinn dem steuerpflichtigen oder dem steuerfreien Teil zu und zeigt beide Beträge getrennt.
Auf den steuerpflichtigen Teil wird der persönliche Grenzsteuersatz angewendet, nicht der Abgeltungsteuersatz. Bei hohem Einkommen kann die Belastung damit deutlich über 25 Prozent liegen. Wer das vermeiden will, verkauft gestaffelt und lässt die jüngsten Tranchen zunächst liegen.
Die Freigrenze von 1.000 Euro für private Veräußerungsgeschäfte gilt pro Kalenderjahr und für alle solchen Geschäfte zusammen. Ein Gewinn knapp darunter bleibt komplett steuerfrei, ein Gewinn knapp darüber ist komplett steuerpflichtig. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent kann ein einziger Euro mehr so über 400 Euro Steuer auslösen. Planen Sie den Verkaufszeitpunkt deshalb.
Sparplan, Einmalanlage oder beides
Der Rechner kennt neben der Monatsrate eine Einmalanlage zu Beginn. Eine Einmalanlage kauft zu genau einem Preis, ihre Rendite hängt vollständig davon ab, ob dieser Zeitpunkt gut war. Der Sparplan verteilt den Einstieg über die gesamte Laufzeit und liefert einen Durchschnittspreis, der weder der beste noch der schlechteste ist. Bei einem Rohstoff ohne laufenden Ertrag spricht vor allem dieser Glättungseffekt für einen Sparplan, eine höhere erwartete Rendite bringt er nicht.
Dafür zahlt der Sparplan das Aufgeld bei zehn Jahren Laufzeit 120-mal statt einmal, und er hält beim Verkauf immer einen frisch gekauften, noch steuerpflichtigen Bestand. Wer beides kombiniert, sieht im Rechner, wie sich Einstandspreis, Kostenblock und steuerpflichtiger Anteil verschieben. Ein häufiger Mittelweg ist eine kleinere Grundposition zu Beginn und eine moderate Rate dazu.
So nutzen Sie das Ergebnis
Vergleichen Sie zuerst die eingezahlte Summe mit dem Depotwert und lesen Sie daneben den Kostenblock. Diese drei Zahlen zeigen zusammen besser als jede Renditeangabe, ob der Sparplan sich trägt. Bei 5 Prozent Aufgeld und einer unterstellten Preissteigerung von 3 Prozent liegt der Plan in den ersten Jahren zwangsläufig im Minus.
Spielen Sie danach die Preisannahme durch. Gold bringt keine Zinsen und keine Dividenden, die gesamte Rendite steckt im Preis. Setzen Sie die Annahme deshalb einmal auf null und einmal auf einen negativen Wert. Was dann übrig bleibt, ist der Preis für die Absicherung, die viele Anlegerinnen und Anleger im Gold suchen. Diesen Preis sollten Sie kennen, bevor Sie ihn zahlen.
Prüfen Sie zuletzt die Steuerzeile. Steckt ein nennenswerter Teil des Gewinns noch in der Spekulationsfrist, lohnt ein gestaffelter Verkauf über zwei Kalenderjahre. Er lässt die Frist für die jüngsten Tranchen ablaufen und kann zugleich den Gewinn pro Jahr unter der Freigrenze halten.
Alle Ergebnisse sind Schätzungen auf Basis Ihrer Annahmen und keine Anlage- oder Steuerberatung. Preise für Edelmetalle schwanken erheblich, und die steuerliche Behandlung hängt von Ihren gesamten Einkünften ab. Verbindlich ist allein der Steuerbescheid des Finanzamts.
Über dieses Tool: Gold Sparplan
Gold Sparplan: Mit diesem Tool erhalten Sie sofort eine genaue Schätzung. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben (Gesetze im Internet) und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.
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