Rürup-Rente Rechner Deutschland
Der Rürup Rente Rechner zeigt, wie viel Steuer Ihre voll absetzbaren Beiträge zur Basisrente sparen und welcher Netto-Aufwand nach Steuer übrig bleibt.

Wozu es dient
Der Rürup-Rente Rechner ermittelt die Steuerersparnis Ihrer Beiträge zur Basisrente sowie den tatsächlichen Netto-Aufwand nach Steuer.
Datenquellen & Parameter
Die folgenden Werte steuern diesen Rechner. Wir halten sie mit den aktuellen offiziellen Vorgaben im Einklang, und jedes Ergebnis wird bei jeder Änderung automatisch neu berechnet.
| Parameter | Wert | Quelle | Zuletzt aktualisiert |
|---|---|---|---|
| Höchstbetrag Altersvorsorgeaufwendungen (Basisrente, jährlich) | 30.826 | gesetze-im-internet.de | Gültig ab 2026-01-012026 statt 2025: Beitragsbemessungsgrenze knappschaftliche Rentenversicherung 124.800 Euro (SVBezGrV 2026 § 4) mal 24,7 % (BSV 2018), aufgerundet 30.826 Euro. Zuvor stand der Wert 2025 (29.344 Euro). |
Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.
Die Formel
Steuerersparnis = absetzbarer Beitrag × Grenzsteuersatz; Netto-Aufwand = Beitrag − Steuerersparnis
So funktioniert es
Beiträge zur Basisrente sind seit 2023 bis zum Höchstbetrag voll als Sonderausgaben absetzbar. Die Steuerersparnis ergibt sich aus dem absetzbaren Betrag multipliziert mit Ihrem Grenzsteuersatz; der Netto-Aufwand ist der Beitrag abzüglich dieser Ersparnis.
Wo es verwendet wird
- Berechnung der Steuerersparnis der Basisrente
- Ermittlung des Netto-Aufwands nach Steuer
- Planung der Altersvorsorge für Selbstständige und Gutverdiener
Rechenbeispiel
Bei einem Jahresbeitrag von 12.000,00 € und einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent ergibt sich eine Steuerersparnis von … und ein Netto-Aufwand von ….
Was der Rürup-Rente Rechner leistet
Die Rürup-Rente, offiziell Basisrente, ist vor allem wegen ihrer steuerlichen Förderung attraktiv. Der Rürup-Rente Rechner zeigt, wie viel Steuer Sie durch Ihre Beiträge sparen und was Ihre Altersvorsorge nach Abzug dieser Ersparnis tatsächlich kostet. Sie geben lediglich Ihren Jahresbeitrag und Ihren Grenzsteuersatz ein.
Das Ergebnis hilft Ihnen, den tatsächlichen Aufwand einzuordnen, denn der Nominalbeitrag sagt ohne die steuerliche Wirkung wenig über die Belastung aus.
Die volle Absetzbarkeit seit 2023
Der größte Vorteil der Basisrente ist die steuerliche Behandlung der Beiträge. Seit 2023 sind sie bis zum jährlichen Höchstbetrag zu 100 Prozent als Sonderausgaben absetzbar (§ 10 Absatz 3 Satz 6 EStG). Bis 2022 war nur ein jährlich steigender Anteil abziehbar, zuletzt 94 Prozent. Ursprünglich sollte der volle Abzug erst 2025 erreicht werden, das Jahressteuergesetz 2022 hat ihn auf 2023 vorgezogen.
Der Höchstbetrag ist gesetzlich festgelegt und orientiert sich am Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung. 2026 beträgt er 30.826 Euro. Beiträge oberhalb dieser Grenze bleiben steuerlich unberücksichtigt. Der Rechner nutzt den hinterlegten Höchstbetrag und weist einen eventuell darüber liegenden Anteil gesondert aus. Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, die den Höchstbetrag mindern, zieht er nicht ab.
So entsteht die Steuerersparnis
Die Steuerersparnis ist der Kern der Rürup-Förderung. Sie ergibt sich, indem der absetzbare Beitrag mit Ihrem persönlichen Grenzsteuersatz multipliziert wird. Je höher Ihr Grenzsteuersatz, desto größer die Ersparnis.
Das macht die Basisrente besonders für Gutverdiener und Selbstständige interessant, die einen hohen Grenzsteuersatz haben. Für sie übernimmt der Staat über die Steuer einen erheblichen Teil der Beiträge.
Rechenbeispiel
Angenommen, Sie zahlen 12.000 Euro pro Jahr in eine Basisrente ein und haben einen Grenzsteuersatz von 42 Prozent. Da dieser Beitrag unter dem Höchstbetrag liegt, ist er voll absetzbar. Dann gilt:
- Absetzbarer Beitrag: 12.000 Euro
- Steuerersparnis: 12.000 × 42 Prozent = 5.040 Euro
- Netto-Aufwand: 12.000 minus 5.040 = 6.960 Euro
Ihre Altersvorsorge in Höhe von 12.000 Euro kostet Sie also nach Steuer nur 6.960 Euro. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, die die Ersparnis noch etwas erhöhen können, rechnet der Rechner nicht mit ein. Zahlen Sie hingegen mehr als den Höchstbetrag ein, bleibt der darüber liegende Anteil ohne steuerliche Wirkung.
Für wen die Basisrente sinnvoll ist
Die Rürup-Rente eignet sich vor allem für bestimmte Gruppen:
- Selbstständige ohne Zugang zu betrieblicher oder geförderter Riester-Vorsorge
- Gutverdiener mit hohem Grenzsteuersatz und entsprechend hoher Ersparnis
- Späteinsteiger, die in kurzer Zeit steuerbegünstigt Kapital aufbauen möchten
Weniger geeignet ist sie für Menschen, die früh flexibel auf ihr Kapital zugreifen möchten, denn die Basisrente ist auf eine lebenslange Rente ausgerichtet, die bei Verträgen ab 2012 frühestens mit 62 Jahren beginnt.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner betrachtet ausschließlich die Ansparphase und die steuerliche Wirkung der Beiträge. Er berücksichtigt weder die Kosten des Vertrags noch die spätere Besteuerung der Rente, deren steuerpflichtiger Anteil vom Jahr des Rentenbeginns abhängt. Der verwendete Höchstbetrag sollte für das jeweilige Jahr geprüft werden.
Betrachten Sie das Ergebnis daher als Orientierung, nicht als verbindliche Zusage. Die maßgeblichen Werte werden gesetzlich festgelegt und können sich ändern. Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich an eine fachkundige Stelle.
Ein zweites Rechenbeispiel
Nun zahlt ein Selbstständiger ohne Pflichtbeiträge 35.000 Euro ein, ebenfalls bei 42 Prozent Grenzsteuersatz.
Absetzbar sind nur 30.826 Euro, die Steuerersparnis beträgt 12.946,92 Euro. Die übrigen 4.174 Euro bleiben ohne steuerliche Wirkung. Der Netto-Aufwand liegt bei 22.053,08 Euro, die Förderquote sinkt von 42 auf knapp 37 Prozent.
Häufige Fehler bei der Rürup-Rente
Rund um die Basisrente kommt es zu typischen Fehleinschätzungen:
- Höchstbetrag überschreiten: Beiträge oberhalb der Grenze bleiben steuerlich unberücksichtigt und mindern die Förderquote.
- Flexibilität erwarten: Die Basisrente ist auf eine lebenslange Rente ausgelegt, ein vorzeitiger Zugriff auf das Kapital ist nicht möglich.
- Spätere Besteuerung ausblenden: Die Auszahlung ist steuerpflichtig, ihr Anteil hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab.
- Vertragskosten ignorieren: Hohe Abschluss- und Verwaltungskosten können einen Teil des Steuervorteils aufzehren.
Praxistipps zur Basisrente
Die Basisrente lohnt sich vor allem dann, wenn Beiträge und Grenzsteuersatz zusammenpassen. Prüfen Sie zunächst, wie hoch Ihr voraussichtlicher Grenzsteuersatz im Beitragsjahr ausfällt, denn er bestimmt die Ersparnis unmittelbar. Für Selbstständige mit schwankendem Einkommen kann es sinnvoll sein, den Beitrag in einem ertragsstarken Jahr höher anzusetzen, um die Absetzbarkeit voll zu nutzen, dabei aber den Höchstbetrag im Auge zu behalten.
Achten Sie außerdem auf flexible Vertragsbedingungen. Da die Basisrente nicht kündbar und nur eingeschränkt beitragsfrei zu stellen ist, sollten Sie die Beitragshöhe realistisch wählen und nicht am oberen Limit ansetzen, wenn Ihr Einkommen unsicher ist. Ein Vertrag mit niedrigen Kosten erhält einen größeren Teil des geförderten Kapitals.
Der Rürup-Rente Rechner und die Anlage Vorsorgeaufwand
Der Sonderausgabenabzug für Beiträge zur Basisrente ist in § 10 Absatz 1 Nummer 2 des Einkommensteuergesetzes geregelt. In der Steuererklärung tragen Sie Ihre Beiträge in die Anlage Vorsorgeaufwand ein, die Sie über ELSTER an Ihr Finanzamt übermitteln. Erst dort wirkt sich die Absetzbarkeit tatsächlich aus. Die spätere Rente wird nach § 22 EStG besteuert, sodass Ansparphase und Auszahlungsphase steuerlich getrennt zu betrachten sind.
Der Rürup-Rente Rechner schätzt die Steuerersparnis der Ansparphase, ersetzt aber nicht die Eintragung in der Anlage Vorsorgeaufwand. Beachten Sie die Grenzen: Der Rechner nutzt einen hinterlegten Höchstbetrag, der für das jeweilige Jahr zu prüfen ist, und bildet weder Vertragskosten noch die spätere Besteuerung ab. Verbindlich ist die Festsetzung durch Ihr Finanzamt.
Zu beachten ist, dass der Höchstbetrag nicht allein für die Basisrente gilt. In die absetzbaren Altersvorsorgeaufwendungen fließen auch Ihre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu einem berufsständischen Versorgungswerk ein. Angerechnet werden Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil. Wer 2026 mit einem Gehalt an der Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 Euro 18,6 Prozent Rentenbeitrag zahlt, also 18.860,40 Euro, hat nur noch knapp 12.000 Euro Spielraum für die Basisrente. Selbstständige ohne solche Pflichtbeiträge können den Rahmen dagegen oft voll für die Basisrente nutzen. Prüfen Sie deshalb vor einer größeren Einzahlung, wie viel Ihres persönlichen Höchstbetrags noch frei ist, und tragen Sie im Rechner höchstens diesen Betrag ein.
Sinnvoll ist es außerdem, die Einzahlung zeitlich zu steuern. Da die Steuerersparnis im Jahr der Zahlung wirkt, kann ein zusätzlicher Beitrag am Jahresende die Steuerlast desselben Jahres senken, sofern der Höchstbetrag noch nicht ausgeschöpft ist. Wer sein zu versteuerndes Einkommen und den daraus folgenden Grenzsteuersatz kennt, kann so den Zeitpunkt und die Höhe des Beitrags gezielt wählen und die Förderung Jahr für Jahr ausschöpfen.
Dies sind allgemeine Informationen und keine Finanzberatung.
Über diesen Rürup Rente Rechner
Nutzen Sie diesen Rürup Rente Rechner, um sofort eine genaue Schätzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.
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