Kaufnebenkosten Rechner Deutschland

Mit dem Kaufnebenkosten Rechner ermitteln Sie Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler beim Immobilienkauf, nach Bundesland und als Anteil am Kaufpreis.

Kaufnebenkosten Rechner Deutschland
€
%
Kaufnebenkosten gesamt —
Grunderwerbsteuer —
Notarkosten —
Grundbuchkosten —
Maklerprovision —
Nebenkosten in % des Kaufpreises —
Gesamtkosten (Kaufpreis + Nebenkosten) —

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Wozu es dient

Der Kaufnebenkosten-Rechner ermittelt die gesamten Nebenkosten beim Immobilienkauf: Grunderwerbsteuer nach Bundesland, Notarkosten, Grundbuchkosten und Maklerprovision.

Datenquellen & Parameter

Die folgenden Werte steuern diesen Rechner. Wir halten sie mit den aktuellen offiziellen Vorgaben im Einklang, und jedes Ergebnis wird bei jeder Änderung automatisch neu berechnet.

ParameterWertQuelleZuletzt aktualisiert
Grunderwerbsteuersatz je Bundesland (Prozent). § 11 Abs. 1 GrEStG nennt 3,5 Prozent; nach Art. 105 Abs. 2a Satz 2 GG setzt jedes Land seinen Satz per Landesgesetz. Kein Land hat einen ermäßigten Satz oder Freibetrag.Tarifstaffelgesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Alle 16 Saetze einzeln gegen das jeweilige Landesgesetz bzw. die Landesfinanzverwaltung geprueft und bestaetigt. Zitat von finanz-tools.de (kommerziell) auf das Grunderwerbsteuergesetz umgestellt; eine amtliche Gesamtuebersicht des Bundes existiert nicht.
Notarkosten (Anteil am Kaufpreis)0,015gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Grundbuchkosten (Anteil am Kaufpreis)0,005gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Die Formel

Nebenkosten = Grunderwerbsteuer + Notar + Grundbuch + Makler; jeweils als Anteil am Kaufpreis

So funktioniert es

Die Grunderwerbsteuer ergibt sich aus dem Kaufpreis und dem Satz des gewählten Bundeslandes. Notar- und Grundbuchkosten werden als Anteil am Kaufpreis angesetzt; die Maklerprovision geben Sie als Prozentsatz ein. Alle Posten werden addiert.

Wo es verwendet wird

  • Das Budget für einen Immobilienkauf realistisch planen
  • Nebenkosten je Bundesland vergleichen
  • Gesamtkosten inklusive Kaufpreis ermitteln

Was der Kaufnebenkosten Rechner berechnet

Der Kaufnebenkosten Rechner zeigt Ihnen, welche Kosten beim Immobilienkauf zusätzlich zum Kaufpreis anfallen. Sie geben den Kaufpreis, Ihr Bundesland und die Maklerprovision an. Der Rechner ermittelt daraus Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchkosten und Maklerprovision, die Summe aller Nebenkosten und die Gesamtkosten einschließlich Kaufpreis.

Diese Nebenkosten werden oft unterschätzt, machen aber einen erheblichen Teil des benötigten Eigenkapitals aus. Wer sie früh kennt, plant seine Finanzierung realistisch und erlebt beim Notartermin keine Überraschung.

Die vier großen Kostenblöcke

Beim Immobilienkauf setzen sich die Nebenkosten typischerweise aus vier Posten zusammen:

  • Grunderwerbsteuer: meist der größte Posten, den Satz legt jedes Bundesland selbst fest.
  • Notarkosten: für die Beurkundung des Kaufvertrags, als Richtwert rund 1,5 Prozent des Kaufpreises.
  • Grundbuchkosten: für die Eintragung des Eigentums und etwaiger Grundschulden, rund 0,5 Prozent.
  • Maklerprovision: falls ein Makler beteiligt ist, häufig etwa 3,57 Prozent Käuferanteil einschließlich Umsatzsteuer.

Zusammen ergeben diese Posten mit Makler je nach Standort etwa 9 bis 12 Prozent des Kaufpreises.

So funktioniert die Berechnung

Der Rechner arbeitet für jeden Posten mit einem Anteil am Kaufpreis:

  1. Grunderwerbsteuer: Kaufpreis mal Satz Ihres Bundeslandes.
  2. Notarkosten: Kaufpreis mal Notar-Richtwert.
  3. Grundbuchkosten: Kaufpreis mal Grundbuch-Richtwert.
  4. Maklerprovision: Kaufpreis mal eingegebener Prozentsatz.

Dann addiert der Rechner die vier Beträge zu den gesamten Kaufnebenkosten und weist zusätzlich deren Anteil am Kaufpreis aus.

Ein Rechenbeispiel: Bei 400.000 Euro Kaufpreis in Bayern mit 3,5 Prozent Grunderwerbsteuer und 3,57 Prozent Maklerprovision ergeben sich 14.000 Euro Grunderwerbsteuer, 6.000 Euro Notarkosten, 2.000 Euro Grundbuchkosten und 14.280 Euro Maklerprovision. Zusammen sind das 36.280 Euro Kaufnebenkosten, die Gesamtkosten steigen damit auf 436.280 Euro.

Was Sie eingeben

Für die Berechnung brauchen Sie drei Angaben:

  • den Kaufpreis der Immobilie,
  • das Bundesland, das den Grunderwerbsteuersatz bestimmt,
  • die Maklerprovision als Käuferanteil in Prozent. Ohne Makler tragen Sie 0 ein.

Notar- und Grundbuchkosten setzt der Rechner automatisch mit den üblichen Richtwerten an.

Große Unterschiede je Bundesland

Weil die Grunderwerbsteuer der größte staatliche Posten ist und je Land stark schwankt, lohnt der Blick auf den Standort. In Bayern liegt der Satz bei 3,5 Prozent, in mehreren anderen Ländern bei 6,5 Prozent. Bei 400.000 Euro Kaufpreis sind das 12.000 Euro Unterschied allein bei dieser Steuer.

Der Rechner zeigt diesen Unterschied direkt. Vergleichen Sie dasselbe Objekt in verschiedenen Bundesländern, um die Wirkung auf Ihr benötigtes Eigenkapital zu sehen.

Warum die Nebenkosten fürs Eigenkapital zählen

Banken finanzieren in der Regel höchstens den Kaufpreis, oft weniger. Die Kaufnebenkosten müssen Sie deshalb fast immer aus Eigenkapital zahlen. Wer 400.000 Euro Kaufpreis finanzieren möchte, braucht zusätzlich die Nebenkosten als frei verfügbares Geld.

Der Rechner liefert damit die Grundlage für den nächsten Schritt: die Berechnung des insgesamt benötigten Eigenkapitals und des tatsächlichen Darlehensbedarfs.

Annahmen und Grenzen

Notar- und Grundbuchkosten werden mit üblichen Richtwerten in Prozent des Kaufpreises angesetzt. Die tatsächlichen Gebühren richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz und hängen unter anderem von der Art der Beurkundung und der Grundschuld ab, im Einzelfall sind Abweichungen möglich. Die Grunderwerbsteuersätze können sich ändern, weil jedes Bundesland sie selbst festlegt.

Prüfen Sie vor dem Kauf die aktuellen Sätze und lassen Sie sich die Notar- und Grundbuchkosten vorab schätzen. Für die Budgetplanung reicht das Ergebnis des Rechners in aller Regel aus.

Ein zweites Rechenbeispiel: höherer Steuersatz

Nehmen wir denselben Kaufpreis von 400.000 Euro und dieselbe Maklerprovision von 3,57 Prozent, doch diesmal liegt die Immobilie in einem Bundesland mit 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer.

  • Grunderwerbsteuer: 6,5 Prozent von 400.000 Euro ergeben 26.000 Euro.
  • Notarkosten: unverändert rund 6.000 Euro.
  • Grundbuchkosten: unverändert rund 2.000 Euro.
  • Maklerprovision: weiterhin 14.280 Euro.

Die Kaufnebenkosten steigen damit auf 48.280 Euro, die Gesamtkosten auf 448.280 Euro. Gegenüber dem ersten Beispiel sind das 12.000 Euro mehr, und dieser Unterschied entsteht allein durch den höheren Grunderwerbsteuersatz.

Häufige Fehler beim Kaufnebenkosten Rechner

Bei der Kalkulation der Nebenkosten unterlaufen Käufern immer wieder dieselben Fehler:

  • Nur den Kaufpreis planen: Wer die Nebenkosten vergisst, hat beim Notartermin plötzlich eine fünfstellige Lücke im Eigenkapital.
  • Den falschen Grunderwerbsteuersatz ansetzen: Maßgeblich ist das Bundesland der Immobilie, nicht der Wohnort des Käufers.
  • Die Maklerprovision falsch ansetzen: Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision in der Regel. Tragen Sie nur Ihren Käuferanteil ein.
  • Die Nebenkosten mitfinanzieren wollen: Banken finanzieren meist höchstens den Kaufpreis. Die Nebenkosten müssen Sie fast immer aus eigenem Geld tragen.
  • Alte Steuersätze übernehmen: Die Bundesländer ändern die Grunderwerbsteuer selbst. Prüfen Sie vor dem Kauf den aktuellen Satz.

Praxistipps für die Finanzierungsplanung

Rechnen Sie die Nebenkosten von Anfang an fest in Ihren Eigenkapitalbedarf ein und lassen Sie sich die Notar- und Grundbuchkosten vorab vom Notariat schätzen. Wer beim Makler verhandelt oder ein provisionsfreies Angebot findet, senkt die Nebenkosten spürbar. Planen Sie einen kleinen Puffer ein, weil die tatsächlichen Gebühren je nach Aufwand leicht abweichen können. Auch die Grundschuldbestellung für das Darlehen löst Notar- und Grundbuchgebühren aus, die in den üblichen Richtwerten mit enthalten sind. Wer die Nebenkosten früh kennt, kann die Höhe des Darlehens realistisch planen.

Notar, Grundbuchamt und Finanzamt

Beim Immobilienkauf greifen mehrere Stellen ineinander. Der Notar beurkundet den Kaufvertrag und veranlasst die Eintragung beim zuständigen Grundbuchamt. Das Finanzamt setzt die Grunderwerbsteuer per Bescheid fest. Erst nach der Zahlung stellt es die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, die für die Umschreibung des Eigentums im Grundbuch nötig ist. Stimmen Sie die Fälligkeiten mit Ihrer Bank ab, damit die Beträge rechtzeitig bereitstehen.

Fazit

Der Kaufnebenkosten Rechner zeigt die oft unterschätzten Zusatzkosten eines Immobilienkaufs. So wissen Sie früh, wie viel Eigenkapital Sie über den Kaufpreis hinaus brauchen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Finanzberatung dar.

Über diesen Kaufnebenkosten Rechner

Nutzen Sie diesen Kaufnebenkosten Rechner, um sofort eine genaue Schätzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

Tax year 2026

Häufig gestellte Fragen

Was gehört zu den Kaufnebenkosten?
Zu den Kaufnebenkosten zählen die Grunderwerbsteuer, die Notarkosten, die Grundbuchkosten und, falls ein Makler beteiligt ist, die Maklerprovision. Diese Posten fallen zusätzlich zum Kaufpreis an und müssen in der Regel aus Eigenkapital bezahlt werden.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten insgesamt?
Mit Makler liegen sie je nach Bundesland bei etwa 9 bis 12 Prozent des Kaufpreises, ohne Makler bei etwa 5,5 bis 8,5 Prozent. Grunderwerbsteuer und Maklerprovision sind die größten Einzelposten, Notar und Grundbuch machen zusammen rund 2 Prozent aus.
Warum unterscheiden sich die Nebenkosten je Bundesland?
Weil jedes Bundesland den Grunderwerbsteuersatz selbst festlegt. Er reicht derzeit von 3,5 Prozent in Bayern bis 6,5 Prozent in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Bei 400.000 Euro Kaufpreis macht allein das 12.000 Euro Unterschied.
Sind Notar- und Grundbuchkosten fix?
Sie richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz und hängen vom Kaufpreis ab. Als Richtwert gelten rund 1,5 Prozent für den Notar und 0,5 Prozent für das Grundbuch. Die genauen Beträge können je nach Aufwand und Finanzierung leicht abweichen.
Muss der Käufer die Maklerprovision zahlen?
Beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision seit Ende 2020 in der Regel je zur Hälfte. Der Käuferanteil beträgt je nach Region häufig etwa 3,57 Prozent einschließlich Umsatzsteuer. Sie können den Prozentsatz im Rechner an Ihre Situation anpassen.

Über den Autor

Taha Kheirandish

Verfasst und geprüft von

Taha Kheirandish

Wirtschaftsstudent und unabhängiger Forscher

Taha Kheirandish liest Steuergesetze so, wie andere Landkarten lesen: um herauszufinden, wohin ein System tatsächlich führt — nicht, wohin es zu führen behauptet.

Er studiert Volkswirtschaftslehre, und seine Arbeit hier ist von Grund auf vergleichend angelegt. Der Zuschlag für einen späteren Rentenbeginn in Québec, die Entfernungspauschale in Deutschland, die Mietpreisbegrenzung in den Niederlanden: Jede dieser Regeln ist eine Entscheidung darüber, wie Geld fließen soll — und jede liest sich anders, sobald acht weitere danebenliegen. Er baut und prüft die Rechner dieser Seite für neun Märkte anhand der Primärquellen: das Gesetz statt einer Zusammenfassung, das Rundschreiben des Ministeriums statt einer Meldung darüber.

Das ist zugleich der redaktionelle Maßstab dieser Seite. Jeder Satz, jede Grenze und jede Stufe trägt hier das Dokument, aus dem sie stammt, und das Datum ihres Inkrafttretens — und wird überprüft, wenn sich das Recht ändert, nicht erst, wenn es jemandem auffällt.

Er ist Forscher, kein zugelassener Berater; nichts auf dieser Seite ist eine persönliche Finanzberatung. Es ist sorgfältig gerechnete Arithmetik mit offengelegten Quellen — damit Sie sie nachprüfen und mit ihr zu jemandem gehen können, der beraten darf.

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