Sozialversicherung-Rechner Deutschland

Der Sozialversicherung Rechner ermittelt aus Ihrem Monatsbrutto den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zu Rente, Arbeitslosigkeit, Krankheit und Pflege.

Sozialversicherung-Rechner Deutschland
€
Arbeitnehmeranteil (monatlich) —
Arbeitgeberanteil (monatlich) —
Gesamtbeitrag (monatlich) —
Rentenversicherung (AN) —
Arbeitslosenversicherung (AN) —
Krankenversicherung (AN) —
Pflegeversicherung (AN) —
Beitragsquote (AN) —

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Wozu es dient

Der Sozialversicherung-Rechner ermittelt den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Sozialversicherung aus dem Monatsbrutto.

Datenquellen & Parameter

Die folgenden Werte steuern diesen Rechner. Wir halten sie mit den aktuellen offiziellen Vorgaben im Einklang, und jedes Ergebnis wird bei jeder Änderung automatisch neu berechnet.

ParameterWertQuelleZuletzt aktualisiert
Rentenversicherung (AN)0,093gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Geprüft: Beitragssatz 2026 in der allgemeinen Rentenversicherung 18,6 % (RVBeitrSBek 2026, BGBl. 2025 I Nr. 291); Arbeitnehmeranteil die Hälfte nach § 168 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI.
Arbeitslosenversicherung (AN)0,013gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Zitat ersetzt: der bisherige Verweis war der reine Text "Bundesagentur fuer Arbeit — Beitragssatz Arbeitslosenversicherung" ohne Link. Jetzt auf § 341 Absatz 2 SGB III; Beitragssatz dort als 2,6 Prozent gelesen, Wert unveraendert.
Krankenversicherung (AN, inkl. halber Zusatzbeitrag)0,0875gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Geprüft: 14,6 % allgemeiner Beitragssatz (§ 241 SGB V) plus 2,9 % durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2026 (BMG-Bekanntmachung vom 7.11.2025, BAnz AT 10.11.2025 B7); Hälfte nach § 249 Abs. 1 SGB V.
Pflegeversicherung (AN)0,018gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
Pflege Kinderlosenzuschlag0,006gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01
BBG Renten-/Arbeitslosenversicherung101.400gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Zitat ersetzt: der bisherige Verweis war reiner Text ohne Link. Jetzt auf § 4 SVBezGrV 2026; Wert unveraendert und dort geprueft.
BBG Kranken-/Pflegeversicherung69.750gesetze-im-internet.deGültig ab 2026-01-01Zitat ersetzt: der bisherige Verweis war der reine Text "BMAS — Beitragsbemessungsgrenzen Sozialversicherung" ohne Link. Jetzt auf § 2 Absatz 2 SVBezGrV 2026; Wert unveraendert und dort geprueft.

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Die Formel

Arbeitnehmeranteil = (RV + AV + KV + PV) × beitragspflichtiges Entgelt; PV zzgl. Kinderlosenzuschlag falls zutreffend

So funktioniert es

Er wendet die Beitragssätze der vier Zweige auf das bis zur Beitragsbemessungsgrenze gedeckelte Entgelt an und weist die Anteile getrennt aus.

Wo es verwendet wird

  • Sozialabgaben aus dem Bruttolohn berechnen
  • Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil vergleichen
  • Wirkung des Kinderlosenzuschlags erkennen

Rechenbeispiel

Bei einem Monatsbrutto von 3.000,00 € beträgt der Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung …, den der Arbeitgeber mit … ergänzt.

Zwischen Bruttolohn und Nettolohn liegen neben der Steuer vor allem die Sozialabgaben. Der Sozialversicherung Rechner schlüsselt diesen Block auf. Er ermittelt aus Ihrem Monatsbrutto den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Sozialversicherung und zeigt, wie sich die Beiträge auf die vier Zweige verteilen.

Die vier Zweige der Sozialversicherung

Vom Lohn werden Beiträge zu vier Zweigen abgezogen. Die Rentenversicherung sichert das Einkommen im Alter und bei Erwerbsminderung. Die Arbeitslosenversicherung federt den Verlust des Arbeitsplatzes ab. Die Krankenversicherung trägt die Kosten für medizinische Behandlung, und die Pflegeversicherung übernimmt Leistungen bei Pflegebedürftigkeit.

Jeder Zweig hat einen eigenen Beitragssatz. In der Summe ergibt sich für den Arbeitnehmer eine Belastung von 21,15 Prozent des Bruttolohns. Der Arbeitgeber zahlt einen etwa gleich hohen Anteil obendrauf, sodass die Gesamtbelastung der Sozialversicherung deutlich über 40 Prozent des Bruttolohns liegt. Der Rechner weist beide Anteile getrennt aus.

Das Prinzip der paritätischen Finanzierung

Die deutsche Sozialversicherung wird paritätisch finanziert. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich die Beiträge grundsätzlich zur Hälfte. Diese Aufteilung sorgt dafür, dass die Last nicht allein auf den Beschäftigten liegt. Der Rechner bildet dieses Prinzip ab, indem er den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeberanteil in gleicher Struktur berechnet.

Eine wichtige Ausnahme betrifft die Pflegeversicherung. Kinderlose Beschäftigte ab 23 Jahren zahlen dort einen Zuschlag von 0,6 Prozentpunkten, den ausschließlich der Arbeitnehmer trägt. Der Arbeitgeber ist davon nicht betroffen. Wenn Sie im Rechner angeben, dass Sie kinderlos sind, wird dieser Zuschlag beim Arbeitnehmeranteil berücksichtigt.

Die Beitragsbemessungsgrenze

Die Beiträge werden nicht unbegrenzt erhoben. Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze bleibt das Einkommen beitragsfrei. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Grenzen: 2026 sind es 8.450 Euro im Monat für die Renten- und Arbeitslosenversicherung und 5.812,50 Euro für die Kranken- und Pflegeversicherung. Der Rechner setzt beide Grenzen an und deckelt die Beiträge entsprechend.

Für Beschäftigte mit hohem Einkommen bedeutet das eine relative Entlastung: Ab einer bestimmten Einkommenshöhe steigen die Sozialbeiträge nicht weiter, während das zusätzliche Einkommen weiterhin der Steuer unterliegt. Der Rechner macht diesen Effekt sichtbar, wenn Sie hohe Bruttobeträge eingeben.

So nutzen Sie den Rechner

Die Bedienung ist einfach:

  1. Geben Sie Ihr Monatsbrutto ein.
  2. Geben Sie an, ob Sie kinderlos sind und den Pflegezuschlag zahlen.
  3. Lesen Sie den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeberanteil ab.
  4. Betrachten Sie die Aufteilung auf die vier Zweige.

Sie können verschiedene Bruttobeträge durchspielen und sehen, wie sich die Beiträge verändern und ab welcher Höhe die Beitragsbemessungsgrenze greift.

Rechenbeispiel

Nehmen wir ein Monatsbrutto von 3.000 Euro ohne Kinderlosenzuschlag. Der Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung beträgt 634,50 Euro, also 21,15 Prozent des Bruttolohns: 279 Euro Rente, 39 Euro Arbeitslosenversicherung, 262,50 Euro Krankenversicherung und 54 Euro Pflege. Der Arbeitgeber zahlt einen Anteil in gleicher Höhe, sodass der Gesamtbeitrag bei 1.269 Euro liegt. Ohne Kinder ab 23 kämen 18 Euro Pflegezuschlag dazu.

Annahmen und Grenzen

Der Rechner verwendet die gesetzlichen Beitragssätze und Beitragsbemessungsgrenzen und unterstellt eine paritätische Finanzierung. Er bildet den Kinderlosenzuschlag in der Pflegeversicherung ab, berücksichtigt jedoch keine regionalen Sonderregelungen einzelner Bundesländer und keine individuellen Zusatzbeiträge, die von der Norm abweichen. Ebenfalls nicht enthalten sind Umlagen sowie Sonderfälle wie eine private Krankenversicherung.

Das Ergebnis ist deshalb eine Schätzung und kein Ersatz für die Entgeltabrechnung. Für verbindliche Zahlen bleibt die Lohnabrechnung maßgeblich.

Ein zweites Rechenbeispiel

Bleiben wir bei einem Monatsbrutto von 3.000 Euro ohne Kinderlosenzuschlag und rechnen aufs Jahr hoch.

Aus den monatlichen 634,50 Euro werden 7.614 Euro im Jahr allein für die Sozialversicherung, noch vor der Lohnsteuer. Der Gesamtbeitrag summiert sich auf 15.228 Euro im Jahr. Ganz anders bei 7.000 Euro brutto: Kranken- und Pflegeversicherung werden nur auf 5.812,50 Euro erhoben, der Anteil sinkt deshalb unter 20 Prozent.

Häufige Fehler beim Verständnis der Sozialabgaben

Bei den Sozialabgaben entstehen leicht falsche Vorstellungen:

  • Nur den Arbeitnehmeranteil sehen: Der Arbeitgeber zahlt einen etwa gleich hohen Anteil, sodass die tatsächlichen Arbeitskosten deutlich höher liegen.
  • Steuer und Sozialabgaben vermischen: Beide werden getrennt vom Brutto abgezogen und folgen unterschiedlichen Regeln.
  • Beitragsbemessungsgrenze übersehen: Oberhalb dieser Grenze steigen die Beiträge nicht weiter, während die Steuer auf das volle Einkommen anfällt.
  • Kinderlosenzuschlag vergessen: Kinderlose Beschäftigte ab 23 Jahren tragen in der Pflegeversicherung einen Zuschlag allein.

Praxistipps rund um die Sozialversicherung

Vergleichen Sie den vom Rechner ermittelten Arbeitnehmeranteil mit den Abzügen auf Ihrer Entgeltabrechnung, um Abweichungen zu erkennen. Prüfen Sie, ob der Kinderlosenzuschlag korrekt berücksichtigt ist, und melden Sie Ihrem Arbeitgeber die Geburt von Kindern, da dies die Pflegeversicherung beeinflusst. Wer knapp unter einer Beitragsbemessungsgrenze liegt, sollte wissen, dass zusätzliche Gehaltsbestandteile ab dieser Schwelle nicht mehr zu höheren Sozialbeiträgen führen.

Der Sozialversicherung Rechner, das SGB und die Entgeltabrechnung

Die vier Zweige der Sozialversicherung sind in eigenen Büchern des Sozialgesetzbuchs geregelt: die Rentenversicherung im SGB VI, die Arbeitslosenversicherung im SGB III, die Krankenversicherung im SGB V und die Pflegeversicherung im SGB XI. Die jährlich angepassten Beitragsbemessungsgrenzen werden über die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung festgelegt. Der Sozialversicherung Rechner setzt diese Sätze und Grenzen um und bildet die paritätische Finanzierung ab.

Beachten Sie die Grenzen: Der Rechner berücksichtigt keine regionalen Sonderregelungen, keine abweichenden Zusatzbeiträge einzelner Krankenkassen und keine Sonderfälle wie Minijobs, den Übergangsbereich oder eine private Krankenversicherung. Die verbindlichen Beträge zieht Ihr Arbeitgeber ab und führt sie an die zuständige Einzugsstelle ab. Maßgeblich bleibt Ihre Entgeltabrechnung.

Für ein vollständiges Bild der Belastung sollten Sie die Sozialabgaben zusammen mit der Lohnsteuer betrachten, denn beide werden getrennt vom Bruttolohn abgezogen und ergeben gemeinsam den Unterschied zwischen Brutto und Netto. Während die Steuer progressiv mit dem Einkommen steigt, sind die Sozialbeiträge oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen gedeckelt. Wer eine Gehaltserhöhung erhält, kann mit dem Rechner nachvollziehen, welcher Teil davon in die Sozialversicherung fließt und ab welcher Schwelle zusätzliche Bruttobestandteile nicht mehr zu höheren Beiträgen führen. So wird klar, warum der Nettozuwachs bei einer Erhöhung oft geringer ausfällt als erwartet.

Den Beiträgen stehen zugleich konkrete Leistungen gegenüber, was die Belastung in einen anderen Zusammenhang rückt. Die Rentenversicherung baut Ansprüche für das Alter auf, die Arbeitslosenversicherung sichert bei Jobverlust ab, und Kranken- sowie Pflegeversicherung tragen im Ernstfall erhebliche Kosten. Der Arbeitgeberanteil wird auf der Entgeltabrechnung häufig übersehen, obwohl er die Absicherung mitfinanziert.

Allgemeine Information, keine Finanz- oder Steuerberatung.

Über diesen Sozialversicherung Rechner

Nutzen Sie diesen Sozialversicherung Rechner, um sofort eine genaue Schätzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben (Deutsche Rentenversicherung) und werden für 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

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Tax year 2026

Häufig gestellte Fragen

Welche Zweige umfasst die gesetzliche Sozialversicherung?
Beiträge vom Lohn fließen in vier Zweige: Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung. Jeder Zweig hat einen eigenen Beitragssatz, den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer grundsätzlich teilen. Der fünfte Zweig, die gesetzliche Unfallversicherung, wird allein vom Arbeitgeber über die Berufsgenossenschaft bezahlt und ist im Rechner nicht enthalten.
Wie hoch ist der Arbeitnehmeranteil?
Der Arbeitnehmeranteil liegt 2026 in der Summe der vier Zweige bei 21,15 Prozent des Bruttolohns: 9,3 Prozent Rente, 1,3 Prozent Arbeitslosigkeit, 8,75 Prozent Krankenversicherung mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag und 1,8 Prozent Pflege, sofern das Entgelt unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen liegt. Der Rechner ermittelt den genauen Betrag aus Ihrem Monatsbrutto.
Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?
Die Beitragsbemessungsgrenze ist die Obergrenze, bis zu der Beiträge erhoben werden. Einkommen oberhalb dieser Grenze bleibt beitragsfrei. Für Renten- und Arbeitslosenversicherung liegt sie 2026 bei 8.450 Euro im Monat, für Kranken- und Pflegeversicherung bei 5.812,50 Euro.
Was ist der Kinderlosenzuschlag?
Kinderlose Beschäftigte ab 23 Jahren zahlen in der Pflegeversicherung einen Zuschlag von 0,6 Prozentpunkten. Diesen trägt allein der Arbeitnehmer. Der Rechner berücksichtigt den Zuschlag, wenn Sie ihn auswählen.
Teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beiträge genau hälftig?
Im Grundsatz ja. Abweichungen gibt es beim Kinderlosenzuschlag in der Pflegeversicherung und in Sachsen, wo Beschäftigte 2,3 statt 1,8 Prozent Pflegebeitrag zahlen. Der Rechner bildet die übliche paritätische Aufteilung ab.

Über den Autor

Taha Kheirandish

Verfasst und geprüft von

Taha Kheirandish

Wirtschaftsstudent und unabhängiger Forscher

Taha Kheirandish liest Steuergesetze so, wie andere Landkarten lesen: um herauszufinden, wohin ein System tatsächlich führt — nicht, wohin es zu führen behauptet.

Er studiert Volkswirtschaftslehre, und seine Arbeit hier ist von Grund auf vergleichend angelegt. Der Zuschlag für einen späteren Rentenbeginn in Québec, die Entfernungspauschale in Deutschland, die Mietpreisbegrenzung in den Niederlanden: Jede dieser Regeln ist eine Entscheidung darüber, wie Geld fließen soll — und jede liest sich anders, sobald acht weitere danebenliegen. Er baut und prüft die Rechner dieser Seite für neun Märkte anhand der Primärquellen: das Gesetz statt einer Zusammenfassung, das Rundschreiben des Ministeriums statt einer Meldung darüber.

Das ist zugleich der redaktionelle Maßstab dieser Seite. Jeder Satz, jede Grenze und jede Stufe trägt hier das Dokument, aus dem sie stammt, und das Datum ihres Inkrafttretens — und wird überprüft, wenn sich das Recht ändert, nicht erst, wenn es jemandem auffällt.

Er ist Forscher, kein zugelassener Berater; nichts auf dieser Seite ist eine persönliche Finanzberatung. Es ist sorgfältig gerechnete Arithmetik mit offengelegten Quellen — damit Sie sie nachprüfen und mit ihr zu jemandem gehen können, der beraten darf.

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