Dispozinsen berechnen Deutschland
Mit dem Dispozins Rechner sehen Sie taggenau, was eine Kontoüberziehung kostet, mit Kosten pro Tag und Hochrechnung auf ein ganzes Jahr.

Wozu es dient
Der Dispozinsen-Rechner ermittelt, wie viel eine Kontoüberziehung kostet — aus dem überzogenen Betrag, dem Dispozins und der Dauer der Überziehung.
Datenquellen & Parameter
Dieser Rechner verwendet finanzmathematische Standardformeln und läuft vollständig in Ihrem Browser. Er benötigt keine externen Daten — Ihr Ergebnis wird allein aus den oben eingegebenen Werten berechnet.
Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.
Die Formel
Kosten pro Tag = Saldo × Dispozins ÷ 100 ÷ 365; Zinskosten = Kosten pro Tag × Tage; Jahreskosten = Saldo × Dispozins ÷ 100
So funktioniert es
Die Zinsen fallen taggenau auf den überzogenen Betrag an. Pro Tag kostet die Überziehung Saldo mal Dispozins geteilt durch 365. Multipliziert mit der Anzahl der Tage ergeben sich die Zinskosten im Zeitraum; hochgerechnet auf 365 Tage die Jahreskosten.
Wo es verwendet wird
- Die Kosten einer Kontoüberziehung abschätzen
- Prüfen, ob sich eine Umschuldung in einen Ratenkredit lohnt
- Die Wirkung des Dispozinssatzes sichtbar machen
Rechenbeispiel
Wer sein Konto mit 2.000,00 € zu einem Dispozins von 11 Prozent für 30 Tage überzieht, zahlt … Zinsen — das sind … pro Tag. Auf ein ganzes Jahr gerechnet wären es ….
Was der Dispozins Rechner zeigt
Wer sein Girokonto überzieht, zahlt einen der höchsten Zinssätze im Bankgeschäft. Mit diesem Rechner sehen Sie die Kosten schon vor der nächsten Quartalsabrechnung. Sie geben drei Werte ein: den überzogenen Betrag, den Dispozins Ihrer Bank und die Zahl der Tage im Minus. Der Rechner zeigt die Zinskosten für diesen Zeitraum, die Kosten pro Tag und eine Hochrechnung auf ein ganzes Jahr.
So sehen Sie, was eine Überziehung kostet und ob sich eine günstigere Alternative wie ein Ratenkredit lohnt.
Was der Dispositionskredit ist
Der Dispositionskredit, kurz Dispo, ist ein Kreditrahmen auf dem Girokonto, den die Bank Ihnen einräumt. In diesem Rahmen dürfen Sie das Konto ins Minus führen, ohne einen eigenen Kredit zu beantragen. Das ist bequem, aber teuer: Der Dispozins liegt häufig zwischen acht und vierzehn Prozent pro Jahr.
Überschreiten Sie den Rahmen, spricht man von geduldeter Überziehung, für die Banken einen noch höheren Zins berechnen. Für die Rechnung tragen Sie den Satz ein, der für Ihre Situation gilt.
So funktioniert die Berechnung
Dispozinsen fallen taggenau an. Solange das Konto im Minus ist, verzinst die Bank den überzogenen Betrag Tag für Tag. Der Rechner nutzt die übliche Methode actual/365, also die tatsächliche Zahl der Tage bei 365 Tagen im Jahr:
- Kosten pro Tag: überzogener Betrag mal Dispozins, geteilt durch 365.
- Zinskosten im Zeitraum: Kosten pro Tag mal Zahl der Tage im Minus.
- Jahreshochrechnung: überzogener Betrag mal Dispozins, also die Kosten, wenn das Konto ein ganzes Jahr in gleicher Höhe im Minus bliebe.
Die Jahreshochrechnung übersetzt den Zinssatz in einen Eurobetrag und erleichtert den Vergleich mit anderen Krediten.
Rechenbeispiel
Ihr Konto steht mit 2.000 Euro im Minus, der Dispozins beträgt elf Prozent pro Jahr, und die Überziehung dauert dreißig Tage. Die Kosten pro Tag betragen 2.000 mal elf Prozent geteilt durch 365, rund 0,60 Euro. Über dreißig Tage sind das etwa 18,08 Euro.
Dauert die Überziehung nur zehn Tage, sind es etwa 6,03 Euro. Bliebe das Konto ein ganzes Jahr mit 2.000 Euro im Minus, wären es 220 Euro. Bei solchen Beträgen lohnt sich die Frage, ob eine Umschuldung sinnvoll ist.
Wann sich eine Alternative lohnt
Für ein paar Tage Überbrückung, etwa bis zum nächsten Gehaltseingang, ist der Dispo praktisch, und die Kosten bleiben gering. Steht das Konto dauerhaft über Wochen oder Monate im Minus, summieren sich die Zinsen zu einem erheblichen Betrag.
Dann ist ein Ratenkredit meist günstiger, weil sein Zinssatz in der Regel weit unter dem Dispozins liegt. Auch ein Rahmenkredit als flexibler Abrufkredit kommt in Frage. Vergleichen Sie die Jahreshochrechnung mit den Zinsen, die ein Ratenkredit über dieselbe Zeit kosten würde. Oft lässt sich so ein dreistelliger Betrag im Jahr sparen.
Häufige Fehler
- Nur auf den Prozentsatz schauen: Erst der Eurobetrag der Jahreshochrechnung macht die Belastung greifbar.
- Dispozins und Überziehungszins verwechseln: Jenseits des eingeräumten Rahmens gilt der höhere Satz der geduldeten Überziehung.
- Dauerüberziehung als Normalzustand: Wer sein Konto ständig im Minus führt, zahlt dauerhaft einen der teuersten Kredite.
- Quartalsabrechnung übersehen: Weil Banken die Zinsen erst zum Quartalsende buchen, fällt die Belastung im Alltag oft nicht auf.
Kontoauszug, Preisaushang und Rechtslage
Ihren Dispozins finden Sie im Preis- und Leistungsverzeichnis Ihrer Bank und auf dem Kontoauszug. Die eingeräumte Überziehungsmöglichkeit regelt § 504 BGB, die geduldete Überziehung § 505 BGB. Banken müssen Sollzinssatz und Bedingungen offen angeben.
Nutzen Sie den Dispo sechs Monate ununterbrochen und im Durchschnitt zu mehr als 75 Prozent, muss die Bank Ihnen nach § 504a BGB eine Beratung über günstigere Alternativen anbieten. Lassen Sie sich dabei die Umschuldung in einen Ratenkredit durchrechnen.
Praxistipps
Behalten Sie den Kontostand im Blick und legen Sie einen Puffer an, der kurzfristige Schwankungen abfängt. Ist absehbar, dass das Minus über Monate bleibt, planen Sie früh eine Umschuldung. Ein Ratenkredit mit fester Laufzeit oder ein Rahmenkredit liegt fast immer deutlich unter dem Dispozins.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner geht von einem gleichbleibenden überzogenen Betrag und einem festen Dispozins über den gewählten Zeitraum aus. Tatsächlich schwankt der Kontostand täglich, weil Zahlungen ein- und ausgehen. Die Ergebnisse sind deshalb eine Schätzung, keine genaue Nachbildung der Abrechnung Ihrer Bank.
Zinseszinsen innerhalb eines Abrechnungszeitraums berücksichtigt der Rechner nicht, weil sie bei üblichen Zeiträumen kaum ins Gewicht fallen.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Finanzberatung dar.
Über dieses Tool: Dispozinsen berechnen
Dispozinsen berechnen: Mit diesem Tool erhalten Sie sofort eine Schätzung auf Basis Ihrer eigenen Angaben. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

