Cost-Average-Rechner Deutschland

Der Cost-Average-Rechner vergleicht Sparplan und Einmalanlage mit gleichem Gesamtbetrag und zeigt das Endkapital beider Wege und ihre Differenz.

Cost-Average-Rechner Deutschland
€
%
Jahre
Endkapital (Sparplan) —
Summe der Einzahlungen —
Endkapital (Einmalanlage) —
Differenz zur Einmalanlage —

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Wozu es dient

Der Cost-Average-Rechner vergleicht zwei Wege, den gleichen Gesamtbetrag zu investieren: als monatlichen Sparplan (Cost-Average) oder als Einmalanlage zu Beginn. So sehen Sie, wie sich das Endkapital je nach Vorgehen unterscheidet.

Datenquellen & Parameter

Dieser Rechner verwendet finanzmathematische Standardformeln und läuft vollständig in Ihrem Browser. Er benötigt keine externen Daten — Ihr Ergebnis wird allein aus den oben eingegebenen Werten berechnet.

Wir bemühen uns stets, für jede Variable die aktuellsten Daten zu verwenden, damit unsere Ergebnisse und Berichte so genau wie möglich sind. Dennoch sind Fehler möglich — verlassen Sie sich nicht allein auf dieses Tool oder seinen Bericht. Für Entscheidungen auf dieser Grundlage übernehmen wir keine Haftung.

Die Formel

Sparplan = Sparrate × ((1 + r)^n − 1) ÷ r mit r = Rendite ÷ 12; Einmalanlage = (Sparrate × n) × (1 + Rendite)^Jahre

So funktioniert es

Er verzinst die monatlichen Sparraten über die Laufzeit und stellt dem Ergebnis eine Einmalanlage in gleicher Höhe gegenüber, die von Anfang an über die volle Laufzeit wächst. Die Differenz zeigt den rechnerischen Unterschied.

Wo es verwendet wird

  • Sparplan und Einmalanlage rechnerisch vergleichen
  • Den Effekt des schrittweisen Investierens einordnen
  • Das Endkapital eines regelmäßigen Sparplans abschätzen

Rechenbeispiel

Eine Sparrate von 200,00 € über 10 Jahre führt zu einem Endkapital von …. Die gleiche Summe als Einmalanlage von Beginn an ergäbe … — eine Differenz von ….

Was der Cost-Average-Rechner macht

Soll man einen Betrag auf einmal anlegen oder lieber Monat für Monat in kleinen Schritten? Der Cost-Average-Rechner stellt beide Wege mit demselben Gesamtbetrag nebeneinander.

Sie geben eine monatliche Sparrate, die erwartete Rendite und die Laufzeit ein. Der Rechner ermittelt das Endkapital des Sparplans und vergleicht es mit einer Einmalanlage derselben Gesamtsumme zu Beginn. Die Differenz zeigt, wie stark sich beide Wege bei konstanter Rendite unterscheiden.

Was der Vergleich zeigt

Cost-Average wird oft als überlegene Strategie beworben, weil es Kursschwankungen glättet. Bei gleichmäßig steigenden Kursen liegt die Einmalanlage aber vorn, weil das Geld länger angelegt ist. Je früher das Geld arbeitet, desto länger wirkt der Zinseszins. Der Sparplan verteilt dafür den Einstieg und senkt bei schwankenden Kursen das Risiko eines schlechten Zeitpunkts. Welcher Weg passt, hängt vor allem davon ab, ob ein größerer Betrag schon vorhanden ist.

So funktioniert die Berechnung

Für den Sparplan verzinst der Rechner jede Monatsrate über die verbleibende Laufzeit, mit einem Monatszins von Jahresrendite geteilt durch zwölf, und addiert die Ergebnisse. Für die Einmalanlage nimmt er die gleiche Gesamtsumme, also Sparrate mal Zahl der Monate, und lässt sie von Beginn an mit der Jahresrendite wachsen.

Die Differenz ist der Betrag, um den die Einmalanlage im Modell vorn liegt. Das Diagramm teilt das Endkapital des Sparplans in Einzahlungen und Gewinn.

Rechenbeispiel

Sie sparen 200 Euro im Monat über 10 Jahre bei 6 Prozent Rendite. Über 120 Monate zahlen Sie 24.000 Euro ein, das Endkapital des Sparplans wächst auf rund 32.776 Euro. Der Gewinn beträgt etwa 8.776 Euro.

Legen Sie dieselben 24.000 Euro gleich zu Beginn an, ergibt das etwa 42.980 Euro, ein Gewinn von rund 18.980 Euro. Die Differenz von rund 10.200 Euro entsteht nur dadurch, dass bei der Einmalanlage der volle Betrag ab dem ersten Tag verzinst wird, während beim Sparplan jede Rate nur ihre verbleibende Laufzeit nutzt. In der Praxis steht ein solcher Betrag selten schon zu Beginn bereit.

Was Sie eingeben

  • die monatliche Sparrate,
  • eine realistische jährliche Rendite,
  • die Laufzeit in Jahren.

Das Ergebnis lesen

Sie erhalten das Endkapital des Sparplans, die Summe der Einzahlungen, das Endkapital der Einmalanlage und die Differenz. Probieren Sie verschiedene Laufzeiten und Renditen aus. Bei kurzen Laufzeiten bleibt der Unterschied klein, mit der Zeit wächst er, weil das früh angelegte Kapital länger Zinseszinsen bringt.

Häufige Fehler beim Vergleich

  • Modell und Realität verwechseln: Der Rechner unterstellt eine konstante Rendite. Fallende Kurse kurz nach einer Einmalanlage bildet er nicht ab.
  • Kapital als vorhanden annehmen: Die Einmalanlage setzt voraus, dass der gesamte Betrag zu Beginn bereitsteht. Beim Sparen aus laufendem Einkommen ist das selten so.
  • Kosten und Steuern ausblenden: Das Beispiel rechnet brutto. Ordergebühren, Fondskosten und Steuern auf den Gewinn mindern das Ergebnis.
  • Timing-Risiko unterschätzen: Der Sparplan verteilt den Einstieg über die Zeit und senkt das Risiko eines ungünstigen Zeitpunkts.

Steuern

Auf den Gewinn fällt beim Verkauf Abgeltungsteuer an, die Ihre Bank an das Finanzamt abführt. Der Sparerpauschbetrag stellt einen Teil der Kapitalerträge steuerfrei. Die Erträge werden nach § 20 EStG erfasst und in der Anlage KAP angegeben. Steuerlich ist keiner der beiden Wege benachteiligt, der spätere Steuerabzug verringert aber in beiden Fällen das Bruttoergebnis.

Welcher Weg passt

Für die meisten ist der Sparplan keine bewusste Alternative zur Einmalanlage, sondern die normale Form, aus laufendem Einkommen anzulegen. Wer jeden Monat 200 Euro übrig hat, kann sie nicht auf einmal anlegen. Der Sparplan liegt bei konstanten Kursen rechnerisch etwas zurück, ermöglicht aber regelmäßiges Sparen, streut das Timing-Risiko und lässt sich leicht durchhalten. Die Einmalanlage ist sinnvoll, wenn ein größerer Betrag schon verfügbar ist und Sie einen frühen Kursrückgang verkraften können.

Annahmen und Grenzen

Die Rendite im Rechner ist eine Annahme. Reale Märkte schwanken, und in einer längeren Schwächephase kann der Sparplan durch das gestaffelte Kaufen sogar besser abschneiden als eine frühe Einmalanlage. Der Sparplan wird monatlich verzinst, die Einmalanlage jährlich, was den Vorsprung der Einmalanlage leicht verringert. Steuern und Kosten bleiben unberücksichtigt.

Verstehen Sie das Ergebnis als rechnerische Orientierung, nicht als Prognose oder Empfehlung.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Finanzberatung dar.

Über diesen Cost Average Rechner

Nutzen Sie diesen Cost Average Rechner, um sofort eine Schätzung auf Basis Ihrer eigenen Angaben zu erhalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich alle unsere Rechner an, um den nächsten Schritt zu planen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Cost-Average oder Dollar-Cost-Averaging?
Das regelmäßige Investieren fester Beträge, etwa monatlich in einen ETF-Sparplan. Weil zu unterschiedlichen Kursen gekauft wird, ergibt sich ein Durchschnittspreis. Die Methode glättet Kursschwankungen, und Sie müssen keinen Einstiegszeitpunkt wählen.
Was vergleicht dieser Rechner?
Zwei Wege, denselben Gesamtbetrag anzulegen: einen monatlichen Sparplan über die Laufzeit und eine Einmalanlage, bei der der volle Betrag gleich zu Beginn angelegt wird. Sie sehen das Endkapital beider Varianten und die Differenz.
Warum ist die Einmalanlage rechnerisch oft höher?
Bei gleichmäßig steigenden Kursen ist das Geld bei der Einmalanlage länger angelegt und profitiert länger vom Zinseszins. Im Rechenmodell liegt sie deshalb meist vorn. In der Praxis setzt das voraus, dass der gesamte Betrag von Anfang an verfügbar ist und die Kurse nicht früh fallen.
Bedeutet das, ein Sparplan ist schlechter?
Nein. Der Rechner zeigt nur das Ergebnis bei konstanter Rendite. Ein Sparplan passt zu laufendem Einkommen, verringert das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts und lässt sich leicht durchhalten. Welcher Weg passt, hängt von Ihrer Situation ab.
Sind meine Eingaben sicher?
Ja. Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser. Es wird nichts hochgeladen oder gespeichert.

Über den Autor

Taha Kheirandish

Verfasst und geprüft von

Taha Kheirandish

Wirtschaftsstudent und unabhängiger Forscher

Taha Kheirandish liest Steuergesetze so, wie andere Landkarten lesen: um herauszufinden, wohin ein System tatsächlich führt — nicht, wohin es zu führen behauptet.

Er studiert Volkswirtschaftslehre, und seine Arbeit hier ist von Grund auf vergleichend angelegt. Der Zuschlag für einen späteren Rentenbeginn in Québec, die Entfernungspauschale in Deutschland, die Mietpreisbegrenzung in den Niederlanden: Jede dieser Regeln ist eine Entscheidung darüber, wie Geld fließen soll — und jede liest sich anders, sobald acht weitere danebenliegen. Er baut und prüft die Rechner dieser Seite für neun Märkte anhand der Primärquellen: das Gesetz statt einer Zusammenfassung, das Rundschreiben des Ministeriums statt einer Meldung darüber.

Das ist zugleich der redaktionelle Maßstab dieser Seite. Jeder Satz, jede Grenze und jede Stufe trägt hier das Dokument, aus dem sie stammt, und das Datum ihres Inkrafttretens — und wird überprüft, wenn sich das Recht ändert, nicht erst, wenn es jemandem auffällt.

Er ist Forscher, kein zugelassener Berater; nichts auf dieser Seite ist eine persönliche Finanzberatung. Es ist sorgfältig gerechnete Arithmetik mit offengelegten Quellen — damit Sie sie nachprüfen und mit ihr zu jemandem gehen können, der beraten darf.

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