{"id":715158,"date":"2026-09-02T12:36:11","date_gmt":"2026-09-02T12:36:11","guid":{"rendered":"https:\/\/financekit.tools\/tools\/zweitwohnungsteuer-rechner\/"},"modified":"2026-10-24T05:22:55","modified_gmt":"2026-10-24T02:22:55","slug":"zweitwohnungsteuer-rechner","status":"publish","type":"ftk_tool","link":"https:\/\/financekit.tools\/de\/tools\/steuern\/zweitwohnungsteuer-rechner\/","title":{"rendered":"Zweitwohnungsteuer-Rechner Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Der Zweitwohnungsteuer Rechner ermittelt die kommunale Zweitwohnungsteuer aus der Nettokaltmiete und dem Steuersatz Ihrer Gemeinde und rechnet weiter: Er zeigt, wie hoch der Aufschlag auf die Miete tats\u00e4chlich ist und wie viel von der Steuer bei einer beruflich veranlassten Zweitwohnung \u00fcber die doppelte Haushaltsf\u00fchrung wieder zur\u00fcckkommt.<\/p>\n<h2>Was der Zweitwohnungsteuer Rechner berechnet<\/h2>\n<p>Die Rechnung selbst ist kurz: Bemessungsgrundlage mal Steuersatz. Die Feinheiten liegen in den Details. Die Bemessungsgrundlage ist die Jahresnettokaltmiete, anteilig gek\u00fcrzt auf die Monate, in denen die Wohnung als Nebenwohnung gemeldet ist. Der Steuersatz kommt aus der Satzung. Dazu k\u00f6nnen eine Freigrenze und ein Mindestbetrag treten, die das Ergebnis nach unten oder oben verschieben.<\/p>\n<p>Der Rechner weist die Steuer f\u00fcr das Jahr und je Monat aus, stellt sie neben Kaltmiete und Nebenkosten und dr\u00fcckt sie zus\u00e4tzlich als Mieterh\u00f6hung aus, denn wirtschaftlich ist sie genau das. Ein Satz von zehn Prozent auf die Nettokaltmiete bedeutet, dass die Wohnung zehn Prozent mehr Kaltmiete kostet als im Mietvertrag steht.<\/p>\n<p>Der zweite Teil betrifft die Einkommensteuer. Ist die Zweitwohnung beruflich veranlasst, geh\u00f6ren Miete, Nebenkosten und Zweitwohnungsteuer zu den Unterkunftskosten der doppelten Haushaltsf\u00fchrung und werden gemeinsam am monatlichen H\u00f6chstbetrag von 1.000 Euro gekappt. Der Rechner zeigt, wie viel Platz unter diesem H\u00f6chstbetrag noch f\u00fcr die Steuer bleibt, welcher Betrag dar\u00fcber hinaus verloren geht und was der Abzug bei Ihrem Grenzsteuersatz wert ist.<\/p>\n<h2>Warum der Steuersatz eine Eingabe ist<\/h2>\n<p>Die Zweitwohnungsteuer ist keine Bundes- und keine Landessteuer. Sie ist eine \u00f6rtliche Aufwandsteuer, die jede Gemeinde einf\u00fchren kann und in ihrer eigenen Satzung regelt. Damit gibt es keinen einheitlichen Satz, den ein Rechner hinterlegen k\u00f6nnte, sondern mehrere hundert unterschiedliche S\u00e4tze in den Kommunen, die die Steuer \u00fcberhaupt erheben.<\/p>\n<p>Die Unterschiede sind erheblich. Gro\u00dfe Universit\u00e4ts- und Ballungsst\u00e4dte liegen h\u00e4ufig im zweistelligen Bereich, viele mittlere St\u00e4dte deutlich darunter, und ein gro\u00dfer Teil der Gemeinden erhebt die Steuer gar nicht. Auch die Bemessungsgrundlage variiert: Die Regel ist die Jahresnettokaltmiete, es gibt aber Satzungen, die nach Wohnfl\u00e4che staffeln oder f\u00fcr Eigent\u00fcmerwohnungen mit einer orts\u00fcblichen Vergleichsmiete arbeiten.<\/p>\n<p>Deshalb tragen Sie hier drei Werte aus der Satzung selbst ein: den Steuersatz, eine etwaige Freigrenze f\u00fcr die Jahresnettokaltmiete und einen etwaigen Mindestbetrag. Die Satzung finden Sie im Ortsrecht der Gemeinde, meist als PDF im Bereich Steuern und Abgaben.<\/p>\n<h2>Die Bemessungsgrundlage: nur die kalte Miete<\/h2>\n<p>Bemessungsgrundlage ist fast immer die Nettokaltmiete, also die Grundmiete ohne Betriebskosten und ohne Heizkosten. Wer eine Warmmiete von 900 Euro zahlt, in der 150 Euro Nebenkosten stecken, gibt hier 750 Euro an, nicht 900. Ein M\u00f6blierungszuschlag z\u00e4hlt je nach Satzung mit oder nicht mit. Im Zweifel gibt der Steuerbescheid der Gemeinde Auskunft, welche Zahl sie angesetzt hat.<\/p>\n<p>F\u00fcr Eigent\u00fcmer und f\u00fcr vom Arbeitgeber gestellte Wohnungen gibt es keine vertragliche Miete. Die Gemeinden setzen dann eine orts\u00fcbliche Vergleichsmiete an, meist abgeleitet aus dem Mietspiegel. Tragen Sie in diesem Fall die Vergleichsmiete ein.<\/p>\n<p>Die Nebenkosten geh\u00f6ren im Rechner trotzdem in ein eigenes Feld. Sie flie\u00dfen nicht in die Steuer ein, wohl aber in die Kosten\u00fcbersicht und vor allem in die Berechnung des monatlichen H\u00f6chstbetrags bei der doppelten Haushaltsf\u00fchrung.<\/p>\n<h2>Freigrenze, Mindestbetrag und angebrochene Jahre<\/h2>\n<p>Manche Satzungen enthalten eine Freigrenze: Bleibt die Jahresnettokaltmiete darunter, wird keine Steuer erhoben. Das ist eine Freigrenze und kein Freibetrag. Wird sie um einen Euro \u00fcberschritten, ist der volle Betrag steuerpflichtig, nicht nur der \u00fcbersteigende Teil. Der Rechner bildet das ab: unterhalb der Freigrenze null, oberhalb die volle Steuer.<\/p>\n<p>Ein Mindestbetrag wirkt in die andere Richtung. Wo die Satzung ihn vorsieht, wird er auch dann f\u00e4llig, wenn die prozentuale Rechnung weniger ergibt. Im Rechner wird er anteilig f\u00fcr die gehaltenen Monate angesetzt, so wie es die Gemeinden bei unterj\u00e4hriger An- und Abmeldung handhaben.<\/p>\n<p>Angebrochene Jahre sind der Normalfall bei Umz\u00fcgen. Wer zum 1. Juni eine Nebenwohnung anmeldet, zahlt f\u00fcr sieben Monate. Stellen Sie das Feld f\u00fcr die Monate entsprechend ein. Bemessungsgrundlage und Steuer werden dann anteilig gerechnet, die Freigrenze aber weiterhin an der vollen Jahresnettokaltmiete gemessen, weil die Satzungen sie so formulieren.<\/p>\n<h2>Zweitwohnungsteuer und doppelte Haushaltsf\u00fchrung<\/h2>\n<p>Diesen Teil \u00fcbersehen viele. Wer aus beruflichen Gr\u00fcnden einen zweiten Haushalt am Arbeitsort f\u00fchrt, kann die Unterkunftskosten als Werbungskosten abziehen, allerdings nur bis 1.000 Euro im Monat nach \u00a7 9 Abs. 1 Nr. 5 EStG. In diesen H\u00f6chstbetrag f\u00e4llt nicht nur die Kaltmiete, sondern auch die Nebenkosten und, nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs, die Zweitwohnungsteuer.<\/p>\n<p>Die Zweitwohnungsteuer konkurriert damit mit der Miete um denselben monatlichen Deckel. Der Rechner setzt die Reihenfolge deshalb so an, wie sie wirtschaftlich wirkt: Miete und Nebenkosten f\u00fcllen den H\u00f6chstbetrag zuerst, und nur der Rest, der noch \u00fcbrig bleibt, nimmt die Steuer auf.<\/p>\n<p>Ist die Wohnung dagegen privat veranlasst, etwa als Ferienwohnung, Wochenendwohnung oder behaltene Studentenbude ohne beruflichen Anlass, ist nichts abziehbar. In diesem Fall setzen Sie das Feld f\u00fcr die berufliche Veranlassung auf nein, und der Rechner zeigt die volle Steuer als endg\u00fcltige Belastung.<\/p>\n<h2>Wenn der H\u00f6chstbetrag die Steuer aufzehrt<\/h2>\n<p>Der Effekt ist in der Praxis deutlich. In teuren St\u00e4dten liegen Kaltmiete und Nebenkosten einer kleinen Zweitwohnung h\u00e4ufig schon allein \u00fcber dem monatlichen H\u00f6chstbetrag. Dann wirkt sich die Zweitwohnungsteuer steuerlich gar nicht mehr aus, weil der Abzug ohnehin gedeckelt war.<\/p>\n<p>Umgekehrt gilt: Wer eine g\u00fcnstige Zweitwohnung hat, deren Miete samt Nebenkosten deutlich unter dem H\u00f6chstbetrag bleibt, bekommt die Zweitwohnungsteuer in voller H\u00f6he angerechnet und spart darauf seinen Grenzsteuersatz. Bei 42 Prozent tr\u00e4gt das Finanzamt dann fast die H\u00e4lfte der kommunalen Steuer.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: 650 Euro Kaltmiete, 150 Euro Nebenkosten und ein Satz von 10 Prozent ergeben 780 Euro Zweitwohnungsteuer im Jahr, 65 Euro im Monat. Zusammen sind das 865 Euro Unterkunftskosten im Monat, also unter dem H\u00f6chstbetrag. Die Steuer ist voll abziehbar und spart bei 42 Prozent Grenzsteuersatz 327,60 Euro. Bei 800 Euro Kaltmiete betr\u00e4gt die Steuer 960 Euro im Jahr, die Unterkunftskosten steigen auf 1.030 Euro im Monat, und nur noch 600 Euro der Steuer wirken. Die Ersparnis sinkt auf 252 Euro.<\/p>\n<p>Der Rechner zeigt diesen Unterschied an drei Zahlen: dem Betrag, der \u00fcber dem H\u00f6chstbetrag liegt und verloren geht, dem Teil der Zweitwohnungsteuer, der noch wirkt, und der daraus folgenden Ersparnis. Die Nettobelastung am Ende ist die Zahl, die Sie tats\u00e4chlich trifft.<\/p>\n<h2>Was der Rechner nicht abbilden kann<\/h2>\n<p>Befreiungstatbest\u00e4nde stehen in der Satzung und sind sehr unterschiedlich geschnitten. Verheiratete und eingetragene Partner, die aus beruflichen Gr\u00fcnden getrennt wohnen, sind befreit, ebenso Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Personen in Gemeinschaftsunterk\u00fcnften und je nach Ort auch Studierende. Ob eine Befreiung greift, entscheidet die Gemeinde, nicht dieser Rechner.<\/p>\n<p>Ebenso wenig abgebildet sind Satzungen, die nach Wohnfl\u00e4che oder nach einer Staffel statt nach einem Prozentsatz rechnen, sowie Sonderregeln f\u00fcr Wohnungen, die nur einen Teil des Jahres bewohnbar sind. Und schlie\u00dflich: Ob eine doppelte Haushaltsf\u00fchrung \u00fcberhaupt anerkannt wird, h\u00e4ngt an eigenen Voraussetzungen, die hier nicht gepr\u00fcft werden: eigener Hausstand am Lebensmittelpunkt, finanzielle Beteiligung an dessen Kosten und ein beruflicher Anlass f\u00fcr die Zweitwohnung.<\/p>\n<p>Alle Ergebnisse sind eine Sch\u00e4tzung auf Basis Ihrer Eingaben und der Satzung, die Sie eingetragen haben. Ma\u00dfgeblich ist der Bescheid Ihrer Gemeinde und, f\u00fcr den Abzug, das Finanzamt. Dies ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.<\/p>\n<h2>\u00dcber diesen Zweitwohnungsteuer Rechner<\/h2>\n<p>Nutzen Sie diesen Zweitwohnungsteuer Rechner, um sofort eine genaue Sch\u00e4tzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben und werden f\u00fcr 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich <a href=\"https:\/\/financekit.tools\/de\/tools\/\">alle unsere Rechner<\/a> an, um den n\u00e4chsten Schritt zu planen.<\/p>\n<h2>\u00dcber diesen Zweitwohnungsteuer Rechner<\/h2>\n<p>Nutzen Sie diesen Zweitwohnungsteuer Rechner, um sofort eine genaue Sch\u00e4tzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben und werden f\u00fcr 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich <a href=\"https:\/\/financekit.tools\/de\/tools\/\">alle unsere Rechner<\/a> an, um den n\u00e4chsten Schritt zu planen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zweitwohnungsteuer Rechner berechnet die kommunale Steuer aus Nettokaltmiete und Satz der Gemeinde und pr\u00fcft den Abzug bei doppelter Haushaltsf\u00fchrung.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_gspb_post_css":""},"ftk_country":[16],"ftk_category":[14],"class_list":["post-715158","ftk_tool","type-ftk_tool","status-publish","hentry","ftk_country-de","ftk_category-tax"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_tool\/715158","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_tool"}],"about":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ftk_tool"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=715158"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=715158"}],"wp:term":[{"taxonomy":"ftk_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_country?post=715158"},{"taxonomy":"ftk_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_category?post=715158"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}