{"id":715128,"date":"2026-09-02T09:09:17","date_gmt":"2026-09-02T09:09:17","guid":{"rendered":"https:\/\/financekit.tools\/tools\/rentabilitaetsvorschau-businessplan-rechner\/"},"modified":"2026-10-24T04:23:40","modified_gmt":"2026-10-24T01:23:40","slug":"rentabilitaetsvorschau-businessplan-rechner","status":"publish","type":"ftk_tool","link":"https:\/\/financekit.tools\/de\/tools\/unternehmen\/rentabilitaetsvorschau-businessplan-rechner\/","title":{"rendered":"Rentabilit\u00e4tsvorschau \/ Businessplan Rechner Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Der Businessplan Rechner erstellt die Rentabilit\u00e4tsvorschau, die jede Bank zum Gr\u00fcndungs- oder Erweiterungsvorhaben sehen will: Umsatz, Kosten, Betriebsergebnis, Steuern und Gewinn nach Steuern f\u00fcr bis zu f\u00fcnf Planjahre, mit der Steuerlast der tats\u00e4chlich gew\u00e4hlten Rechtsform.<\/p>\n<h2>Warum der Zahlenteil \u00fcber die Finanzierung entscheidet<\/h2>\n<p>Ein Businessplan besteht aus zwei Teilen, und der Textteil ist der leichtere. Gesch\u00e4ftsidee, Markt und Team lassen sich beschreiben. Der Zahlenteil dagegen wird gerechnet, und ihn liest jemand, der regelm\u00e4\u00dfig viele solcher Pl\u00e4ne pr\u00fcft.<\/p>\n<p>Gepr\u00fcft wird dabei selten die H\u00f6he des Gewinns, sondern ob die Zahlen zueinander passen: ob die Materialquote zur Branche passt, ob die Personalkosten zur geplanten Leistung passen, ob die Abschreibungen zu den Investitionen passen und ob unter dem Strich genug \u00fcbrig bleibt, um den Kredit zu bedienen und den Lebensunterhalt zu bestreiten.<\/p>\n<p>Diese Struktur bildet die Rentabilit\u00e4tsvorschau ab, und dieses Werkzeug rechnet sie durch.<\/p>\n<h2>Was der Businessplan Rechner berechnet<\/h2>\n<p>Sie tragen den Umsatz des ersten Jahres ein und das erwartete j\u00e4hrliche Wachstum. Der Wareneinsatz wird als Quote vom Umsatz gef\u00fchrt, weil er mit dem Gesch\u00e4ft mitw\u00e4chst. Bei einem Handelsbetrieb sind 60 bis 75 Prozent \u00fcblich, bei einem Dienstleister oft unter 10 Prozent.<\/p>\n<p>Darunter stehen die Kostenbl\u00f6cke: Personal, Raum, sonstige Betriebskosten, Abschreibungen und Zinsaufwand. Personal- und Sachkosten lassen sich in den erweiterten Optionen mit eigenen Steigerungss\u00e4tzen fortschreiben, weil L\u00f6hne und Mieten selten im selben Takt wachsen wie der Umsatz. Abschreibungen und Zinsen bleiben konstant, denn sie folgen einem Plan, keinem Index.<\/p>\n<p>Aus Umsatz minus allen Kosten entsteht das Betriebsergebnis. Darauf setzt der Rechner die Steuer der gew\u00e4hlten Rechtsform, die Vorlagen aus dem Netz meist offen lassen.<\/p>\n<h2>Die Steuer je Rechtsform<\/h2>\n<p>Einzelunternehmen: Gewerbesteuer auf den auf volle hundert Euro abgerundeten Gewerbeertrag, abz\u00fcglich des Freibetrags von 24.500 Euro nach \u00a7 11 GewStG, multipliziert mit der Steuermesszahl von 3,5 Prozent und dem Hebesatz der Gemeinde. Anschlie\u00dfend Einkommensteuer nach dem Tarif des \u00a7 32a EStG, davon die Anrechnung des vierfachen Messbetrags nach \u00a7 35 EStG, danach der Solidarit\u00e4tszuschlag, sofern die Freigrenze \u00fcberschritten ist.<\/p>\n<p>Freiberufler: keine Gewerbesteuer, also auch keine Anrechnung. Nur Einkommensteuer und gegebenenfalls Solidarit\u00e4tszuschlag.<\/p>\n<p>GmbH oder UG: Gewerbesteuer ohne Freibetrag und ohne Anrechnung, dazu 15 Prozent K\u00f6rperschaftsteuer auf den vollen Gewinn und darauf der Solidarit\u00e4tszuschlag. Der K\u00f6rperschaftsteuersatz soll ab 2028 in f\u00fcnf Schritten auf 10 Prozent sinken. Das Gesch\u00e4ftsf\u00fchrergehalt ist bei der Kapitalgesellschaft Betriebsausgabe und geh\u00f6rt in die Personalkosten, nicht unter die Gewinnzeile.<\/p>\n<p>Der Hebesatz ist bewusst eine Eingabe. Er reicht vom Mindesthebesatz von 200 Prozent bis zu Spitzenwerten um 900 Prozent in einzelnen Gemeinden, und einen bundesweiten Wert gibt es nicht. Steuermesszahl, Freibetrag, Anrechnungsfaktor, K\u00f6rperschaftsteuersatz und die Zonen des Einkommensteuertarifs stehen dagegen im Gesetz und sind hinterlegte Parameter.<\/p>\n<h2>Rechenbeispiel<\/h2>\n<p>Ein Einzelunternehmen plant im ersten Jahr 180.000 Euro Umsatz bei 35 Prozent Materialquote, also 117.000 Euro Rohertrag. Personal kostet 45.000 Euro, R\u00e4ume 14.400 Euro, sonstige Betriebskosten 12.000 Euro, dazu 6.000 Euro Abschreibungen und 3.500 Euro Zinsen. Die Gesamtkosten liegen bei 143.900 Euro, das Betriebsergebnis bei 36.100 Euro.<\/p>\n<p>Beim Hebesatz von 400 Prozent fallen 1.624 Euro Gewerbesteuer an. Die Einkommensteuer auf 36.100 Euro betr\u00e4gt rund 6.001 Euro, davon werden dieselben 1.624 Euro angerechnet. Die Gewerbesteuer hebt sich bei diesem Hebesatz also vollst\u00e4ndig auf. Die gesamte Steuerlast bleibt bei 6.001,38 Euro, eine Steuerquote von 16,62 Prozent. Es verbleiben 30.098,62 Euro Gewinn nach Steuern. Nach einer Privatentnahme von 24.000 Euro bleiben 6.098,62 Euro im Unternehmen.<\/p>\n<p>Der Break-even-Umsatz liegt bei 124.462 Euro. Der Plan hat also rund 31 Prozent Luft nach unten, bevor das erste Jahr ins Minus rutscht. Ein solcher Puffer \u00fcberzeugt bei der Bank.<\/p>\n<p>\u00dcber drei Jahre mit zehn Prozent Wachstum steigt der Umsatz auf 217.800 Euro und der Gewinn nach Steuern auf 43.822,95 Euro, kumuliert 110.698,57 Euro.<\/p>\n<h2>Wie Sie die Zahlen plausibel halten<\/h2>\n<p>R\u00fcckfragen der Bank betreffen meist drei Stellen.<\/p>\n<p>Erstens das Umsatzwachstum. Zweistellige Steigerungen \u00fcber f\u00fcnf Jahre wirken schnell unglaubw\u00fcrdig, wenn im Textteil nicht steht, woher sie kommen sollen, etwa aus neuen Standorten, neuen Produkten oder einem bereits unterschriebenen Rahmenvertrag.<\/p>\n<p>Zweitens die Personalkosten. Sie m\u00fcssen die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung enthalten, also rund ein F\u00fcnftel \u00fcber dem Bruttolohn liegen. Ein Plan, der nur Bruttogeh\u00e4lter ausweist, ist um diesen Betrag zu optimistisch.<\/p>\n<p>Drittens die Privatentnahme. Sie muss den privaten Lebensunterhalt tats\u00e4chlich decken, einschlie\u00dflich Kranken- und Altersvorsorge, die als Selbstst\u00e4ndiger vollst\u00e4ndig privat zu tragen sind. Eine Vorschau, die drei Jahre lang eine Entnahme von 1.000 Euro im Monat unterstellt, \u00fcberzeugt niemanden.<\/p>\n<h2>Drei Jahre oder f\u00fcnf?<\/h2>\n<p>Die Frage nach dem Planungshorizont beantwortet in der Regel der Adressat. Hausbanken und B\u00fcrgschaftsbanken arbeiten meist mit drei Jahren, weil dar\u00fcber hinaus jede Zahl ohnehin eine Annahme \u00fcber eine Annahme ist. F\u00f6rderprogramme mit langer Laufzeit und Beteiligungsgeber verlangen h\u00e4ufig f\u00fcnf.<\/p>\n<p>F\u00fcr die eigene Steuerung ist der l\u00e4ngere Horizont trotzdem n\u00fctzlich, und zwar wegen eines Effekts, den die Vorschau sichtbar macht: Der Steuerbetrag w\u00e4chst beim Einzelunternehmen schneller als der Gewinn, weil der Einkommensteuertarif progressiv ist. Im Beispiel steigt die Steuerquote von 16,62 Prozent im ersten Jahr auf 22,9 Prozent im dritten. Wer das erst bei der ersten Vorauszahlung bemerkt, hat ein Liquidit\u00e4tsproblem.<\/p>\n<p>Der Rechner weist deshalb neben dem ersten auch das letzte Planjahr und die kumulierten Werte aus. Die Differenz zwischen der Steuerquote im ersten und im letzten Jahr geh\u00f6rt zu den wichtigsten Zahlen des ganzen Blatts.<\/p>\n<h2>Was sonst noch in den Zahlenteil geh\u00f6rt<\/h2>\n<p>Die Rentabilit\u00e4tsvorschau ist eines von drei Bl\u00e4ttern, die vollst\u00e4ndige Businesspl\u00e4ne enthalten.<\/p>\n<p>Der Kapitalbedarfsplan listet auf, was vor dem Start bezahlt werden muss: Investitionen, Warenerstausstattung, Gr\u00fcndungskosten und eine Reserve f\u00fcr die Anlaufphase. Er bestimmt die Kredith\u00f6he und damit den Zinsaufwand, den Sie hier eintragen.<\/p>\n<p>Die Liquidit\u00e4tsplanung f\u00fchrt Monat f\u00fcr Monat Einzahlungen gegen Auszahlungen und zeigt, ob das Konto tr\u00e4gt. Sie unterscheidet sich von der Rentabilit\u00e4tsvorschau an drei Stellen: Abschreibungen mindern das Ergebnis, kosten aber kein Geld. Tilgungen kosten Geld, mindern aber nicht das Ergebnis. Die Umsatzsteuer l\u00e4uft durch, ohne je im Ergebnis aufzutauchen.<\/p>\n<p>Erst zusammen ergeben die drei Bl\u00e4tter ein Bild. Ein Vorhaben kann rentabel und trotzdem zahlungsunf\u00e4hig sein, und daran scheitern viele junge Unternehmen.<\/p>\n<h2>Grenzen dieser Vorschau<\/h2>\n<p>Die Rentabilit\u00e4tsvorschau ist eine Ergebnisrechnung, kein Liquidit\u00e4tsplan. Sie sagt, ob das Vorhaben Gewinn erwirtschaftet, nicht, ob zu jedem Zeitpunkt Geld auf dem Konto ist. Zahlungsziele, Lagerbest\u00e4nde, Tilgungen und Umsatzsteuervoranmeldungen bewegen Liquidit\u00e4t, ohne das Ergebnis zu ber\u00fchren. Daf\u00fcr ist eine eigene Liquidit\u00e4tsplanung n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Ebenfalls nicht abgebildet sind Verlustvortr\u00e4ge in die Folgejahre, der Investitionsabzugsbetrag nach \u00a7 7g EStG, die Kleinunternehmerregelung, Sonderabschreibungen und die Umsatzsteuer, die hier durchgehend als durchlaufender Posten behandelt wird. Alle Umsatz- und Kostenangaben sind netto zu erfassen.<\/p>\n<p>Das Ergebnis ist eine Sch\u00e4tzung auf Basis Ihrer Planannahmen und der hinterlegten gesetzlichen Parameter. Es ersetzt keine Steuerberatung und keine Pr\u00fcfung durch Ihre Hausbank.<\/p>\n<h2>\u00dcber diesen Businessplan Rechner<\/h2>\n<p>Nutzen Sie diesen Businessplan Rechner, um sofort eine genaue Sch\u00e4tzung zu erhalten. Die Werte folgen <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/estg\/__32a.html\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">den offiziellen Vorgaben (Gesetze im Internet)<\/a> und werden f\u00fcr 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich <a href=\"https:\/\/financekit.tools\/de\/tools\/\">alle unsere Rechner<\/a> an, um den n\u00e4chsten Schritt zu planen.<\/p>\n<h2>\u00dcber diesen Businessplan Rechner<\/h2>\n<p>Nutzen Sie diesen Businessplan Rechner, um sofort eine genaue Sch\u00e4tzung zu erhalten. Die Werte folgen <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/estg\/__32a.html\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">den offiziellen Vorgaben (Gesetze im Internet)<\/a> und werden f\u00fcr 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich <a href=\"https:\/\/financekit.tools\/de\/tools\/\">alle unsere Rechner<\/a> an, um den n\u00e4chsten Schritt zu planen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Businessplan Rechner erstellt die Rentabilit\u00e4tsvorschau mit Umsatz, Kosten, Gewerbe- und Einkommensteuer f\u00fcr bis zu f\u00fcnf Planjahre und Break-even-Umsatz.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_gspb_post_css":""},"ftk_country":[16],"ftk_category":[169],"class_list":["post-715128","ftk_tool","type-ftk_tool","status-publish","hentry","ftk_country-de","ftk_category-business"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_tool\/715128","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_tool"}],"about":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ftk_tool"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=715128"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=715128"}],"wp:term":[{"taxonomy":"ftk_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_country?post=715128"},{"taxonomy":"ftk_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_category?post=715128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}