{"id":715077,"date":"2026-09-02T08:09:16","date_gmt":"2026-09-02T08:09:16","guid":{"rendered":"https:\/\/financekit.tools\/tools\/fahrtenbuch-vs-1-prozent-rechner\/"},"modified":"2026-10-24T02:35:59","modified_gmt":"2026-10-23T23:35:59","slug":"fahrtenbuch-vs-1-prozent-rechner","status":"publish","type":"ftk_tool","link":"https:\/\/financekit.tools\/de\/tools\/steuern\/fahrtenbuch-vs-1-prozent-rechner\/","title":{"rendered":"Fahrtenbuch vs. 1 %-Regel Vergleich Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Pauschale oder Nachweis? Der Fahrtenbuch Rechner stellt den geldwerten Vorteil eines Dienstwagens nach der 1 %-Regel dem Ergebnis der Fahrtenbuchmethode gegen\u00fcber. Sie geben Listenpreis, tats\u00e4chliche Kosten und Fahrleistung ein und erhalten beide Werte, die Steuer darauf und den Abstand in Euro.<\/p>\n<h2>Was der Rechner vergleicht<\/h2>\n<p>Der Dienstwagenrechner zeigt, was ein Firmenwagen nach der Pauschalmethode kostet. Dieser Rechner vergleicht beide zul\u00e4ssigen Methoden und braucht daf\u00fcr Angaben, die die Pauschale gar nicht kennt.<\/p>\n<p>Die 1 %-Regel richtet sich nur nach dem Bruttolistenpreis. Ob der Wagen mit drei\u00dfig Prozent Rabatt gekauft wurde, wie viel er verbraucht und ob er zwanzigtausend oder f\u00fcnfzigtausend Kilometer im Jahr f\u00e4hrt, spielt keine Rolle. Das macht sie einfach, aber oft teuer.<\/p>\n<p>Die Fahrtenbuchmethode fragt nach den tats\u00e4chlichen Kosten des Fahrzeugs im Jahr und verteilt sie nach gefahrenen Kilometern. Wer wenig privat f\u00e4hrt, versteuert wenig. Wer ein teures Fahrzeug g\u00fcnstig gekauft hat, profitiert doppelt, denn die Abschreibung richtet sich nach dem Kaufpreis.<\/p>\n<h2>Die Pauschale<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Privatnutzung wird monatlich ein fester Prozentsatz des Bruttolistenpreises angesetzt, abgerundet auf volle hundert Euro: ein Prozent bei Verbrennern, die H\u00e4lfte bei Plug-in-Hybriden und ein Viertel bei reinen Elektrofahrzeugen.<\/p>\n<p>Dazu kommt der Zuschlag f\u00fcr den Arbeitsweg, 0,03 Prozent des Listenpreises je Entfernungskilometer und Monat. Bei 25 Kilometern einfacher Entfernung und 55.000 Euro Listenpreis sind das beim Verbrenner rund 412 Euro im Monat, mehr als die Privatnutzung selbst.<\/p>\n<p>Bei Elektrofahrzeugen gilt der Viertelsatz nur bis zu einem Bruttolistenpreis von 100.000 Euro, dar\u00fcber der halbe Satz. Der Rechner pr\u00fcft das automatisch. Die K\u00fcrzung auf ein Viertel oder die H\u00e4lfte gilt nach dem Gesetz auch f\u00fcr den Zuschlag f\u00fcr den Arbeitsweg. Der Rechner berechnet diesen Zuschlag derzeit aber auf den vollen Listenpreis und weist die Pauschale bei Elektro- und Hybridfahrzeugen deshalb zu hoch aus.<\/p>\n<h2>Die Fahrtenbuchmethode<\/h2>\n<p>Auf der Fahrtenbuchseite addiert der Rechner zwei Kostenbl\u00f6cke: die laufenden Kosten des Jahres (Kraftstoff oder Strom, Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung, Reifen, W\u00e4sche, Garage) und die Abschreibung, also die tats\u00e4chlichen Anschaffungskosten verteilt \u00fcber die amtliche Nutzungsdauer eines Pkw von sechs Jahren.<\/p>\n<p>Daraus ergibt sich ein Kilometersatz. Der Rechner multipliziert ihn mit den Kilometern, die nicht dienstlich gefahren wurden: den Privatfahrten und den Fahrten zwischen Wohnung und erster T\u00e4tigkeitsst\u00e4tte. Die Pendelkilometer ermittelt er aus einfacher Entfernung, Hin- und R\u00fcckweg und Zahl der Arbeitstage.<\/p>\n<p>Das Ergebnis ist der geldwerte Vorteil nach der Fahrtenbuchmethode. Mit Ihrem Grenzsteuersatz ergibt sich die Steuer, die Differenz zur Pauschale ist der Betrag, den Ihnen das Fahrtenbuch bringt. Bei Elektrofahrzeugen werden nach dem Gesetz auch hier die Abschreibung oder Leasingkosten nur zu einem Viertel angesetzt. Diese Minderung bildet der Rechner nicht ab.<\/p>\n<h2>Rechenbeispiel<\/h2>\n<p>Ein Verbrenner mit 55.000 Euro Listenpreis wurde f\u00fcr 46.000 Euro gekauft, die laufenden Kosten betragen 6.200 Euro im Jahr. Er f\u00e4hrt 25.000 Kilometer, davon 6.000 privat, die Arbeitsst\u00e4tte liegt 25 Kilometer entfernt, bei 220 Arbeitstagen.<\/p>\n<p>Nach der 1 %-Regel betr\u00e4gt der geldwerte Vorteil 11.550 Euro im Jahr. Im Fahrtenbuch kommen 7.667 Euro Abschreibung zu den laufenden Kosten, zusammen rund 13.867 Euro oder rund 55 Cent je Kilometer. Privat- und Pendelfahrten machen 17.000 Kilometer aus, 68 Prozent. Der Vorteil betr\u00e4gt 9.429 Euro. Bei 42 Prozent Grenzsteuersatz spart das Fahrtenbuch rund 891 Euro Steuer im Jahr.<\/p>\n<h2>Wann sich der Aufwand lohnt<\/h2>\n<p>Der Rabatt beim Kauf wirkt am st\u00e4rksten. Die Pauschale kennt nur den Listenpreis, das Fahrtenbuch nur den gezahlten Preis. Ein Nachlass von zwanzig Prozent senkt also nur die Fahrtenbuchseite.<\/p>\n<p>Der Privatanteil ist der zweite Faktor. Bei einem Au\u00dfendienstmitarbeiter mit drei\u00dfigtausend dienstlichen und f\u00fcnftausend privaten Kilometern f\u00e4llt der Vorteil im Fahrtenbuch klein aus. Wer \u00fcberwiegend privat f\u00e4hrt, ist mit der Pauschale fast immer besser bedient.<\/p>\n<p>Der Arbeitsweg wirkt auf beiden Seiten unterschiedlich. In der Pauschale steigt der Zuschlag mit der Entfernung, im Fahrtenbuch erh\u00f6hen die Pendelkilometer den Privatanteil. Bei langem Arbeitsweg und geringer Gesamtfahrleistung kann das Fahrtenbuch sogar teurer werden.<\/p>\n<p>Auch das Alter des Fahrzeugs z\u00e4hlt. Nach Ablauf der Nutzungsdauer entf\u00e4llt die Abschreibung, die Fahrtenbuchseite sinkt deutlich, und die Methode wird attraktiv. Bei einem abgeschriebenen Fahrzeug sollten Sie den Vergleich unbedingt rechnen.<\/p>\n<h2>Der Break-even<\/h2>\n<p>Der Rechner zeigt au\u00dferdem die Summe aus Privat- und Pendelkilometern, bei der beide Methoden dasselbe ergeben, im Beispiel rund 20.800 Kilometer. Liegen Ihre nicht dienstlichen Kilometer darunter, gewinnt das Fahrtenbuch. Liegen sie dar\u00fcber, ist die Pauschale g\u00fcnstiger, und Sie sparen sich den Aufwand.<\/p>\n<p>Das hilft, wenn Sie vor Jahresbeginn entscheiden m\u00fcssen und Ihr Fahrprofil nur ungef\u00e4hr kennen. Sie sehen, wie viel Abstand zwischen Ihrer Sch\u00e4tzung und dem Kipppunkt liegt.<\/p>\n<h2>So nutzen Sie den Rechner<\/h2>\n<ol>\n<li>Tragen Sie Bruttolistenpreis und Antriebsart ein.<\/li>\n<li>Erg\u00e4nzen Sie die tats\u00e4chlichen Anschaffungskosten und die laufenden Kosten des Jahres ohne Abschreibung.<\/li>\n<li>Geben Sie Gesamtfahrleistung, Privatfahrten, einfache Entfernung zur Arbeit und Arbeitstage ein.<\/li>\n<li>Setzen Sie Ihren Grenzsteuersatz.<\/li>\n<li>Lesen Sie beide geldwerten Vorteile, die Steuer und den Break-even ab.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Welche Kosten in die Fahrtenbuchseite geh\u00f6ren<\/h2>\n<p>Der Vergleich ist nur so gut wie die Kostenaufstellung. Zu den laufenden Kosten geh\u00f6ren Kraftstoff oder Ladestrom, Kfz-Versicherung und Kfz-Steuer, Inspektionen und Reparaturen, Reifen und Einlagerung, Fahrzeugw\u00e4sche, Kosten f\u00fcr Ersatzfahrzeuge, Beitr\u00e4ge zu Automobilclubs und die Garagen- oder Stellplatzmiete, soweit sie dem Wagen zuzuordnen ist.<\/p>\n<p>Unfallkosten aus einer Privatfahrt sowie Park- und Verwarnungsgelder geh\u00f6ren nicht dazu. Sonderausstattung, die schon in den Anschaffungskosten steckt, ebenfalls nicht, sonst w\u00fcrde sie doppelt gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Bei einem geleasten Fahrzeug tritt die Leasingrate an die Stelle der Abschreibung. Eine Leasingsonderzahlung wird auf die Laufzeit verteilt. Tragen Sie die Jahresrate in die laufenden Kosten ein und setzen Sie die Anschaffungskosten auf null.<\/p>\n<h2>Grenzen der Berechnung<\/h2>\n<p>Der Rechner unterstellt lineare Abschreibung \u00fcber die amtliche Nutzungsdauer und einen gleichbleibenden Grenzsteuersatz. Leasingsonderzahlungen, Zuzahlungen des Arbeitnehmers, die Einzelbewertung der Fahrten zur Arbeit, Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsf\u00fchrung und die Umsatzsteuer auf die Privatnutzung bleiben au\u00dfen vor. F\u00fcr Elektro- und Hybridfahrzeuge fehlen die gesetzlichen K\u00fcrzungen beim Pendelzuschlag und bei den Fahrzeugkosten im Fahrtenbuch.<\/p>\n<p>Alle Werte sind Sch\u00e4tzungen auf Basis Ihrer Eingaben und der hinterlegten gesetzlichen Parameter und ersetzen keine steuerliche Beratung.<\/p>\n<h2>\u00dcber diesen Fahrtenbuch Rechner<\/h2>\n<p>Nutzen Sie diesen Fahrtenbuch Rechner, um sofort eine genaue Sch\u00e4tzung zu erhalten. Die Werte folgen den offiziellen Vorgaben und werden f\u00fcr 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich <a href=\"https:\/\/financekit.tools\/de\/tools\/\">alle unsere Rechner<\/a> an, um den n\u00e4chsten Schritt zu planen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fahrtenbuch Rechner vergleicht den geldwerten Vorteil des Dienstwagens nach der 1 %-Regel mit der Fahrtenbuchmethode und zeigt die Steuerersparnis.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_gspb_post_css":""},"ftk_country":[16],"ftk_category":[14],"class_list":["post-715077","ftk_tool","type-ftk_tool","status-publish","hentry","ftk_country-de","ftk_category-tax"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_tool\/715077","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_tool"}],"about":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ftk_tool"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=715077"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=715077"}],"wp:term":[{"taxonomy":"ftk_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_country?post=715077"},{"taxonomy":"ftk_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_category?post=715077"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}