{"id":715072,"date":"2026-09-02T08:09:15","date_gmt":"2026-09-02T08:09:15","guid":{"rendered":"https:\/\/financekit.tools\/tools\/entgeltumwandlung-rechner\/"},"modified":"2026-10-24T02:25:20","modified_gmt":"2026-10-23T23:25:20","slug":"entgeltumwandlung-rechner","status":"publish","type":"ftk_tool","link":"https:\/\/financekit.tools\/de\/tools\/rente\/entgeltumwandlung-rechner\/","title":{"rendered":"Entgeltumwandlung bAV Rechner Deutschland"},"content":{"rendered":"<h2>Was der Entgeltumwandlung Rechner zeigt<\/h2>\n<p>Was kostet ein Beitrag zur betrieblichen Altersvorsorge netto? Sie geben Ihr Jahresbrutto und den gew\u00fcnschten Monatsbeitrag ein, und der Rechner stellt Ihr Nettogehalt vor und nach der Umwandlung gegen\u00fcber. Die Differenz ist Ihr tats\u00e4chlicher Aufwand, und der liegt meist deutlich unter dem Betrag im Vertrag.<\/p>\n<p>Drei Effekte wirken gleichzeitig: Der umgewandelte Betrag mindert die Lohnsteuer, bis zu einer eigenen Grenze auch die Sozialabgaben, und der Arbeitgeber muss einen gesetzlichen Zuschuss zahlen. Der Rechner rechnet alle drei einzeln aus und zeigt sie im Diagramm als Bausteine des Jahresbeitrags.<\/p>\n<h2>Zwei Grenzen<\/h2>\n<p>Die Entgeltumwandlung hat zwei Obergrenzen, beide h\u00e4ngen an der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung:<\/p>\n<ul>\n<li>steuerfrei bis acht Prozent nach \u00a7 3 Nr. 63 EStG, 2026 also 8.112 Euro im Jahr,<\/li>\n<li>sozialversicherungsfrei nur bis vier Prozent nach \u00a7 1 Abs. 1 Nr. 9 SvEV, 2026 also 4.056 Euro im Jahr.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wer mehr als vier Prozent umwandelt, spart im oberen Teil weiter Steuern, aber keine Beitr\u00e4ge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Der Rechner zeigt deshalb zwei getrennte Restbetr\u00e4ge: den freien steuerfreien und den freien sozialversicherungsfreien Rahmen. Beide Grenzen sind als Parameter hinterlegt und werden mit der j\u00e4hrlichen Sozialversicherungsrechengr\u00f6\u00dfen-Verordnung aktualisiert.<\/p>\n<p>Liegt das Gehalt bereits \u00fcber der Beitragsbemessungsgrenze, sind die Sozialabgaben ohnehin gedeckelt, und die Umwandlung senkt sie nicht weiter. Die Ersparnis bei der Sozialversicherung f\u00e4llt dann auf null. Auch der gesetzliche Arbeitgeberzuschuss ist dann nicht mehr vorgeschrieben, viele Arbeitgeber zahlen ihn trotzdem pauschal. Der Rechner zeigt das, sobald Sie ein Gehalt \u00fcber der Grenze eingeben.<\/p>\n<h2>Der Arbeitgeberzuschuss<\/h2>\n<p>Seit 2022 gilt der Pflichtzuschuss aus \u00a7 1a Abs. 1a BetrAVG f\u00fcr alle Entgeltumwandlungen, auch f\u00fcr Altvertr\u00e4ge. Der Arbeitgeber gibt 15 Prozent des umgewandelten Betrags weiter, soweit er selbst Sozialbeitr\u00e4ge spart. Weil seine Ersparnis an denselben vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze endet wie Ihre, setzt der Rechner den Pflichtzuschuss auf diesen Anteil an.<\/p>\n<p>Viele Tarifvertr\u00e4ge, Versorgungsordnungen und freiwillige Zusagen zahlen 20, 30 oder 50 Prozent auf den gesamten Beitrag. Daf\u00fcr gibt es in den erweiterten Optionen das Feld f\u00fcr einen freiwilligen Zuschuss. Ein hoher Arbeitgeberzuschuss erh\u00f6ht den Jahresbeitrag, ohne Ihren Netto-Aufwand zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<h2>So funktioniert die Berechnung<\/h2>\n<p>Der Rechner erstellt zwei vollst\u00e4ndige Gehaltsabrechnungen. In der ersten bleibt das Brutto unver\u00e4ndert. In der zweiten sinkt die Bemessungsgrundlage der Sozialversicherung um den beitragsfreien Anteil und die der Lohnsteuer um den steuerfreien Anteil. Auf beiden Grundlagen berechnet er die Arbeitnehmeranteile zur Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung mit ihren Beitragsbemessungsgrenzen, dann die Lohnsteuer nach \u00a7 32a EStG, den Solidarit\u00e4tszuschlag und auf Wunsch die Kirchensteuer.<\/p>\n<p>Als zu versteuerndes Einkommen setzt er das Brutto abz\u00fcglich Arbeitnehmerbeitr\u00e4gen und Werbungskosten-Pauschbetrag an. Das vereinfacht die Vorsorgepauschale und nutzt dieselbe Grundlage wie der Brutto-Netto-Rechner. Der Unterschied der beiden Nettobetr\u00e4ge ist der Netto-Aufwand.<\/p>\n<p>Der Hebel setzt den Jahresbeitrag ins Verh\u00e4ltnis zum Netto-Aufwand. Ein Wert von 2,2 bedeutet: F\u00fcr jeden Euro, den Sie netto weniger haben, landen 2,20 Euro im Vertrag.<\/p>\n<h2>Rechenbeispiel<\/h2>\n<p>Bei 60.000 Euro Jahresbrutto und 200 Euro Umwandlung im Monat sinkt das Nettogehalt um rund 105 Euro im Monat. In den Vertrag flie\u00dfen 2.760 Euro im Jahr: 2.400 Euro Umwandlung plus 360 Euro Arbeitgeberzuschuss. Getragen wird das von etwa 1.259 Euro eigenem Netto-Aufwand, rund 633 Euro gesparter Lohnsteuer und rund 508 Euro gesparten Sozialabgaben. Der Hebel liegt bei etwa 2,2.<\/p>\n<p>Mit den Voreinstellungen (20 Jahre bis zur Rente, 3 Prozent Rendite, 20 Jahre Auszahlung, 25 Prozent Steuersatz in der Rente) w\u00e4chst das Kapital auf rund 74.162 Euro. Daraus ergibt sich eine Bruttorente von etwa 309 Euro im Monat. Nach Kranken- und Pflegebeitrag von rund 23 Euro und Steuer bleiben etwa 208 Euro netto. Dem steht ein Verlust an gesetzlicher Rente von rund 39 Euro im Monat gegen\u00fcber.<\/p>\n<h2>Die Auszahlungsphase<\/h2>\n<p>Die Entgeltumwandlung verschiebt die Steuer in die Rentenphase. Dort gilt:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Betriebsrente ist voll steuerpflichtig, mit Ihrem dann geltenden Steuersatz.<\/li>\n<li>Gesetzlich Versicherte zahlen auf Versorgungsbez\u00fcge den vollen Kranken- und Pflegebeitrag, also auch den Arbeitgeberanteil, aber erst oberhalb des Freibetrags nach \u00a7 226 SGB V.<\/li>\n<li>Der beitragsfreie Anteil der Umwandlung bringt weniger Entgeltpunkte in der gesetzlichen Rente.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Rechner beziffert alle drei Punkte: das Kapital bei Rentenbeginn, die monatliche Bruttorente, den Kranken- und Pflegebeitrag, die Nettorente und den Verlust an gesetzlicher Rente. Erst diese Gegen\u00fcberstellung zeigt, ob sich die Umwandlung lohnt.<\/p>\n<h2>F\u00fcr wen sich die Umwandlung eher lohnt<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Umwandlung sprechen ein hoher Grenzsteuersatz heute und ein niedrigerer in der Rente, ein Arbeitgeberzuschuss deutlich \u00fcber 15 Prozent und ein Vertrag mit niedrigen Kosten. Wer privat krankenversichert ist, zahlt sp\u00e4ter keine Beitr\u00e4ge auf die Betriebsrente, was die Rechnung deutlich verbessert.<\/p>\n<p>Weniger spricht daf\u00fcr, wenn das Gehalt schon \u00fcber der Beitragsbemessungsgrenze liegt, der Arbeitgeber nur das gesetzliche Minimum zahlt oder die Rente sp\u00e4ter \u00e4hnlich hoch besteuert wird wie das heutige Gehalt. Auch ein m\u00f6glicher Arbeitgeberwechsel geh\u00f6rt in die \u00dcberlegung, weil nicht jede Zusage \u00fcbertragbar ist. Variieren Sie Zuschuss und Steuersatz in der Rente und beobachten Sie, wo der Vorteil kippt.<\/p>\n<h2>Eingaben und Annahmen<\/h2>\n<p>Gehalt, Umwandlungsbetrag, Kirchensteuer und Kinderlosigkeit sind Ihre Vertragsdaten. Rendite, Jahre bis zur Rente, Auszahlungsdauer und Steuersatz in der Rentenphase sind Annahmen, f\u00fcr die es keinen gesetzlichen Wert gibt. Spielen Sie vor allem den Steuersatz in der Rente in mehreren Varianten durch, er beeinflusst das Ergebnis st\u00e4rker als die Renditeannahme.<\/p>\n<p>Alle gesetzlichen Gr\u00f6\u00dfen, also Umwandlungsgrenzen, Beitragsbemessungsgrenzen, Beitragss\u00e4tze, Einkommensteuertarif, Arbeitgeberzuschuss und Freibetrag auf Versorgungsbez\u00fcge, sind als Parameter hinterlegt und werden bei Gesetzes\u00e4nderungen zentral gepflegt.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sind eine Sch\u00e4tzung auf Basis Ihrer Eingaben und ersetzen keine Beratung durch Arbeitgeber, Steuerberatung oder Versorgungstr\u00e4ger.<\/p>\n<h2>\u00dcber diesen Entgeltumwandlung Rechner<\/h2>\n<p>Nutzen Sie diesen Entgeltumwandlung Rechner, um sofort eine genaue Sch\u00e4tzung zu erhalten. Die Werte folgen <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/estg\/__9a.html\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">den offiziellen Vorgaben (Gesetze im Internet)<\/a> und werden f\u00fcr 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich <a href=\"https:\/\/financekit.tools\/de\/tools\/\">alle unsere Rechner<\/a> an, um den n\u00e4chsten Schritt zu planen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Entgeltumwandlung Rechner zeigt den Netto-Aufwand Ihrer bAV, den Arbeitgeberzuschuss, die steuer- und SV-freien Grenzen und die sp\u00e4tere Betriebsrente.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_gspb_post_css":""},"ftk_country":[16],"ftk_category":[5],"class_list":["post-715072","ftk_tool","type-ftk_tool","status-publish","hentry","ftk_country-de","ftk_category-retirement"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_tool\/715072","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_tool"}],"about":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ftk_tool"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=715072"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=715072"}],"wp:term":[{"taxonomy":"ftk_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_country?post=715072"},{"taxonomy":"ftk_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_category?post=715072"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}