{"id":715051,"date":"2026-09-02T08:08:21","date_gmt":"2026-09-02T08:08:21","guid":{"rendered":"https:\/\/financekit.tools\/tools\/altersvorsorge-vergleich-rechner\/"},"modified":"2026-10-24T01:44:13","modified_gmt":"2026-10-23T22:44:13","slug":"altersvorsorge-vergleich-rechner","status":"publish","type":"ftk_tool","link":"https:\/\/financekit.tools\/de\/tools\/rente\/altersvorsorge-vergleich-rechner\/","title":{"rendered":"Altersvorsorge Vergleich Rechner Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Der Altersvorsorge Vergleich zeigt, was am Ende \u00fcbrig bleibt, wenn Riester, R\u00fcrup, betriebliche Altersvorsorge und ein ETF-Depot denselben Jahresbeitrag und dieselbe Rendite bekommen. Der Rechner stellt alle vier Wege nebeneinander, mit dem Nettokapital nach Steuern, dem tats\u00e4chlichen Eigenaufwand und dem Verh\u00e4ltnis der beiden.<\/p>\n<h2>Warum Rendite allein nicht reicht<\/h2>\n<p>Alle vier Wege legen dasselbe Geld an denselben Kapitalm\u00e4rkten an. Unterschiede entstehen nur an zwei Stellen: beim Einzahlen, wo Zulagen, Sonderausgabenabzug und ersparte Sozialbeitr\u00e4ge den Eigenaufwand senken, und beim Auszahlen, wo Steuer und Beitr\u00e4ge wieder zugreifen. Ein Vergleich der Bruttorenditen \u00fcbersieht beides.<\/p>\n<p>Der Rechner weist deshalb je Weg drei Zahlen aus:<\/p>\n<ul>\n<li>Nettokapital: was nach Steuern und Beitr\u00e4gen tats\u00e4chlich verf\u00fcgbar ist.<\/li>\n<li>Eigenaufwand: was Sie \u00fcber alle Jahre aus eigener Tasche gezahlt haben, nach Abzug aller F\u00f6rderungen.<\/li>\n<li>Faktor: Nettokapital je Euro Eigenaufwand. Nur diese Kennzahl rechnet die F\u00f6rderung fair ein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>So erkl\u00e4rt sich, warum zwei Produkte gleichzeitig vorn liegen k\u00f6nnen. In der Grundeinstellung liefert das Depot das h\u00f6chste absolute Kapital, die Entgeltumwandlung den besten Faktor. Welche Zahl f\u00fcr Sie z\u00e4hlt, h\u00e4ngt davon ab, ob Ihr Budget oder Ihr Anlagebetrag die Grenze setzt.<\/p>\n<h2>Riester: Es kommt auf die Zulagen an<\/h2>\n<p>Bei der Riester-Rente z\u00e4hlen feste Betr\u00e4ge. Grundzulage und Kinderzulage flie\u00dfen unabh\u00e4ngig vom Einkommen, wenn Sie den Mindesteigenbeitrag erreichen: 4 Prozent des Vorjahresbruttos abz\u00fcglich der Zulagen, mindestens aber den Sockelbetrag. Zahlen Sie weniger, k\u00fcrzt der Staat die Zulagen anteilig. Diese K\u00fcrzung bildet der Rechner ab.<\/p>\n<p>Der zus\u00e4tzliche Sonderausgabenabzug ist gedeckelt und wird um die bereits gew\u00e4hrten Zulagen gemindert. Es bleibt nur der Steuervorteil, der \u00fcber die Zulagen hinausgeht. Bei zwei Kindern und mittlerem Einkommen sind die Zulagen fast immer der gr\u00f6\u00dfere Teil der F\u00f6rderung, und der Riester-Faktor f\u00e4llt entsprechend hoch aus. Ohne Kinder und mit hohem Einkommen bleibt wenig, weil der H\u00f6chstbetrag im Verh\u00e4ltnis zum Beitrag klein wird.<\/p>\n<p>In der Rente ist die Auszahlung voll steuerpflichtig. Wer in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert ist, zahlt auf eine private Riester-Rente aber keine Kranken- und Pflegebeitr\u00e4ge. Im Vergleich zur Betriebsrente wird dieser Vorteil oft \u00fcbersehen.<\/p>\n<h2>R\u00fcrup: hoher Abzug f\u00fcr Gutverdiener<\/h2>\n<p>Die Basisrente ist das Gegenst\u00fcck f\u00fcr alle ohne Zulagenanspruch, vor allem f\u00fcr Selbstst\u00e4ndige. Beitr\u00e4ge sind bis zum H\u00f6chstbetrag f\u00fcr Altersvorsorgeaufwendungen vollst\u00e4ndig als Sonderausgaben abziehbar, und dieser liegt weit \u00fcber dem, was Riester zul\u00e4sst. Der Steuervorteil entsteht direkt zum Grenzsteuersatz.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr ist R\u00fcrup unwiderruflich: keine Kapitalauszahlung, keine K\u00fcndigung und keine Vererbung au\u00dferhalb enger Zusatzvereinbarungen. In der Rentenphase greift der Besteuerungsanteil, der f\u00fcr sp\u00e4tere Rentenbeginne den vollen Satz erreicht. Wer fr\u00fcher in Rente geht, tr\u00e4gt einen etwas niedrigeren Anteil. Daf\u00fcr gibt es unter den erweiterten Optionen ein eigenes Feld.<\/p>\n<h2>Betriebliche Altersvorsorge: stark beim Einzahlen, teuer beim Auszahlen<\/h2>\n<p>Die Entgeltumwandlung ist der einzige Weg mit drei Vorteilen auf einmal. Der umgewandelte Betrag bleibt bis zu 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung steuerfrei und bis zu 4 Prozent auch beitragsfrei. Au\u00dferdem muss der Arbeitgeber einen Zuschuss von 15 Prozent leisten, soweit er selbst Sozialbeitr\u00e4ge spart. In der Grundeinstellung des Rechners sinkt der Eigenaufwand dadurch auf gut ein Drittel des Bruttobeitrags.<\/p>\n<p>Der Rechner ermittelt die Ersparnis auf dem Teil des Gehalts, der tats\u00e4chlich beitragspflichtig w\u00e4re. Liegt Ihr Gehalt schon \u00fcber den Beitragsbemessungsgrenzen, spart die Umwandlung keine Sozialbeitr\u00e4ge, und der Arbeitgeberzuschuss entf\u00e4llt. In Beratungsgespr\u00e4chen kommt dieser Fall oft zu kurz.<\/p>\n<p>In der Auszahlungsphase ist die Betriebsrente voll steuerpflichtig und tr\u00e4gt den vollen Kranken- und Pflegebeitrag, nicht den halben wie im Arbeitsleben. Nur ein monatlicher Freibetrag bleibt verschont. Kleine Betriebsrenten unter diesem Freibetrag sind beitragsfrei. Bei gr\u00f6\u00dferen gehen die Beitr\u00e4ge in einen zweistelligen Prozentsatz des Kapitals. Der Rechner weist diesen Betrag in einer eigenen Zeile aus.<\/p>\n<h2>ETF-Depot: keine F\u00f6rderung, volle Freiheit<\/h2>\n<p>Ins Depot zahlen Sie aus versteuertem Einkommen, der Eigenaufwand entspricht genau dem Beitrag. Daf\u00fcr ist die Besteuerung am Ende milde: Erfasst wird nur der Gewinn, bei Aktienfonds sind davon 30 Prozent freigestellt, ein Sparerpauschbetrag bleibt au\u00dfen vor, und der Rest tr\u00e4gt die Abgeltungsteuer zuz\u00fcglich Solidarit\u00e4tszuschlag.<\/p>\n<p>Dazu kommt die Verf\u00fcgbarkeit. Sie k\u00f6nnen jederzeit verkaufen, die Sparrate \u00e4ndern, den Anbieter wechseln oder das Depot vererben. Diese Flexibilit\u00e4t hat im Rechner keinen Preis, im Leben aber schon.<\/p>\n<p>Die Vorabpauschale bildet der Rechner nicht ab. Sie zieht Steuer zeitlich nach vorn, erh\u00f6ht die Gesamtbelastung aber nicht, weil sie beim Verkauf angerechnet wird. Die ausgewiesene Steuer ist deshalb der Endbetrag und nicht die Summe der Jahreszahlungen.<\/p>\n<h2>Produktkosten<\/h2>\n<p>Riester- und R\u00fcrup-Vertr\u00e4ge sowie viele Direktversicherungen haben Abschluss- und Verwaltungskosten, die die Kosten eines ETF-Sparplans um ein Vielfaches \u00fcbersteigen. Weil diese Kosten je Angebot sehr verschieden sind, setzt der Rechner keinen Wert an. Sie tragen sie selbst ein, getrennt f\u00fcr die gef\u00f6rderten Vertr\u00e4ge und f\u00fcr das Depot. Die Zahlen finden Sie im Produktinformationsblatt Ihres Anbieters unter den Effektivkosten.<\/p>\n<p>Setzen Sie realistische Werte ein, bevor Sie entscheiden. Ein Prozentpunkt mehr Kosten pro Jahr kostet bei 30 Jahren Sparplan rund ein Sechstel des Endkapitals und kann jeden Vergleich drehen.<\/p>\n<h2>Grenzen der Rechnung<\/h2>\n<p>Die Beitr\u00e4ge flie\u00dfen jeweils zum Jahresende, das Kapital wird gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Auszahlungsdauer entnommen, Ertr\u00e4ge in der Rentenphase bleiben unber\u00fccksichtigt. Nicht abgebildet sind die geringere gesetzliche Rente infolge der Entgeltumwandlung, Hinterbliebenen- und Berufsunf\u00e4higkeitsbausteine, Wohn-Riester, die Kirchensteuer, die G\u00fcnstigerpr\u00fcfung bei niedrigen Kapitalertr\u00e4gen und die Anrechnung von Kapitaleink\u00fcnften auf Sozialleistungen.<\/p>\n<p>Alle gesetzlichen Betr\u00e4ge und S\u00e4tze stammen aus gepflegten Parametern. Rendite, Kosten und die beiden Steuers\u00e4tze sind Annahmen \u00fcber die Zukunft. Behandeln Sie das Ergebnis entsprechend.<\/p>\n<p>Der Vergleich ist eine Sch\u00e4tzung zur Orientierung und keine Anlage- oder Steuerberatung.<\/p>\n<h2>\u00dcber diesen Altersvorsorge Vergleich<\/h2>\n<p>Nutzen Sie diesen Altersvorsorge Vergleich, um sofort eine genaue Sch\u00e4tzung zu erhalten. Die Werte folgen <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/estg\/__84.html\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">den offiziellen Vorgaben (Gesetze im Internet)<\/a> und werden f\u00fcr 2026 aktuell gehalten. Passen Sie die Eingaben oben an Ihre Situation an oder sehen Sie sich <a href=\"https:\/\/financekit.tools\/de\/tools\/\">alle unsere Rechner<\/a> an, um den n\u00e4chsten Schritt zu planen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Altersvorsorge Vergleich rechnet Riester, R\u00fcrup, Betriebsrente und ETF-Depot mit gleichem Beitrag durch: Nettokapital, Eigenaufwand und Faktor.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_gspb_post_css":""},"ftk_country":[16],"ftk_category":[5],"class_list":["post-715051","ftk_tool","type-ftk_tool","status-publish","hentry","ftk_country-de","ftk_category-retirement"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_tool\/715051","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_tool"}],"about":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ftk_tool"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=715051"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=715051"}],"wp:term":[{"taxonomy":"ftk_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_country?post=715051"},{"taxonomy":"ftk_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/financekit.tools\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ftk_category?post=715051"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}